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Uniklinikum Schleswig-Holstein: Land plant Teilprivatisierung
Dtsch Arztebl 2011; 108(38): A-1936 / B-1648 / C-1636


Foto: dpa
Schleswig-Holstein setzt bei der Behebung des Investitionsstaus am Universitätsklinikum (UKSH) auf eine Auslagerung des Immobilienbestandes. Das Kabinett in Kiel beschloss Mitte September eine Teilprivatisierung. Dabei sollen private Investoren die Gebäude sanieren und anschließend für „wahrscheinlich 25 Jahre“ an das UKSH vermieten, wie Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU) sagte. Träger bleibt das Land.
Bis zu 340 Millionen Euro sollen so in öffentlich-privater-Partnerschaft (ÖPP) in die Krankenversorgung investiert werden. Das Land will zudem 160 Millionen Euro in Forschung und Lehre stecken. Ursprünglich war von einem Volumen von 700 Millionen Euro ausgegangen worden, davon 480 Millionen Euro für die Krankenversorgung. Dies sei für das Klinikum aber nicht finanzierbar, sagte de Jager.
Anfang kommenden Jahres will das Land nun ein Vergabeverfahren im sogenannten wettbewerblichen Dialog mit Bietern starten. Mit einem Baubeginn sei ab 2014 zu rechnen, sagte de Jager. Die Bauzeit betrage voraussichtlich vier Jahre. Die Mietkosten sollen durch Rationalisierungs-Renditen erzielt werden.
Die beiden Universitätsklinika in Lübeck und Kiel waren 2003 fusioniert. Das UKSH ist heute mit rund 10 600 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber Schleswig-Holsteins. Es besteht aus 80 Kliniken und Instituten. Bis 2010 waren am UKSH Defizite in Höhe von insgesamt 130 Millionen Euro aufgelaufen. dapd
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