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Influenzasaison 2011/12: Grippe wird häufig unterschätzt
Dtsch Arztebl 2011; 108(39): A-1998 / B-1702 / C-1686

Zu Beginn der Influenzasaison 2011/12 appellierte Prof. Dr. med. Reinhard Burger, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), an Ärztinnen und Ärzte, sich gegen Grippe impfen zu lassen. „Sie haben nicht nur ein erhöhtes Ansteckungsrisiko, sondern können auch die Grippeviren auf ihre Patienten übertragen“, erklärte er. Als wichtigster Ratgeber für Patienten habe das medizinische Personal zudem Vorbildfunktion. Die Virusgrippe werde nicht selten auch von Ärzten unterschätzt.
Auf geringe Impfraten bei medizinischem Personal in Krankenhäusern verwies auch Dr. med. Ole Wichmann vom RKI. Lediglich 20 bis 25 Prozent wären in den letzten Jahren gegen Grippe geimpft gewesen. Eine bundesweite Befragung unter niedergelassenen Ärzten im letzten Herbst hätte ergeben, dass sich 60 Prozent von ihnen regelmäßig gegen saisonale Influenza impfen lassen.

Das medizinische Personal hat eine Vorbildfunktion, auch in Impffragen. Foto: dapd
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ihr Informationsangebot erweitert. Neben Materialien für Schwangere, Senioren und medizinisches Personal stehen auch Informationen für Menschen mit Vorerkrankungen zur Verfügung. In Kooperation mit der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat die BZgA allen impfenden Ärzten Faltblätter und Plakate zugesandt.
Die Grippesaison beobachten kann man unter www.influenza.rki.de. Rund 700 Ärzten melden hier. Unter www.grippeweb.rki.de fragt das RKI die Bevölkerung direkt nach akuten Atemwegserkrankungen. Bislang erstatten etwa 1 400 Teilnehmer regelmäßig Bericht. ER
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