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PERSONALIEN

Matthias Jochheim: Feiern und mahnen

Dtsch Arztebl 2011; 108(39): A-2037 / B-1735 / C-1717

Rieser, Sabine

Matthias Jochheim, Foto: IPPNW

„Rezepte zum Überleben“ – unter diesem Motto hat die deutsche Sektion von Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) gerade mit einem Symposium ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. „Wir dürfen und wir wollen feiern, aber dabei durchaus nicht den Ernst unserer Themen und der fortbestehenden existenziellen Gefahren für große Teile der Menschheit auf diesem Planeten verdrängen“, hat Matthias Jochheim (62) in der Einladung betont.

Er ist seit Anfang des Jahres Vorsitzender von IPPNW Deutschland. Dem Allgemeinmediziner und Psychotherapeuten, seit mehr als 20 Jahren in Frankfurt/Main niedergelassen, nimmt man ab, dass er beides verbinden kann. Im Gespräch kurz vor Kongressbeginn wirkt er zurückhaltend und ernst, aber die Vorfreude auf die Veranstaltung in der Berliner Philharmonie ist auch spürbar.

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Jochheim hat sich in den 80er Jahren in der Friedensbewegung engagiert und wurde 1996 IPPNW-Mitglied, nach einer Reise in kurdische Gebiete der Türkei. „Die deutsche IPPNW-Sektion hat damals schon die Auffassung vertreten, man müsse sich nicht nur um die Gefahren eines Nuklearkriegs kümmern, sondern auch um vorgelagerte Konflikte, die zu Kriegen führen können“, erinnert er sich. Zukunftsthemen, die man bearbeiten sollte? Der IPPNW-Vorsitzende fände es wichtig, sich noch stärker wissenschaftlich mit dem Thema Kriegsfolgen zu befassen. Sabine Rieser


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