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UN-Behindertenrechtskonvention: Dringender Handlungsbedarf

Dtsch Arztebl 2011; 108(40): A-2062 / B-1758 / C-1742

Richter-Kuhlmann, Eva A.

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ist in Deutschland noch längst nicht verwirklicht. „Es gibt Handlungsbedarf in vielen Bereichen des Gesundheitswesens“, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, zum Abschluss zur Tagungsreihe „Gesundheit für Menschen mit Behinderung“ in Berlin. Im Gegensatz zu den von November 2010 bis Juni 2011 veranstalteten Workshops fand die Abschlussveranstaltung nicht im Haus des Behindertenbeauftragten, sondern im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages statt. „Wir wollen mit unseren Anliegen dahin, wo sie entschieden werden“, erläuterte Hüppe.

Der barrierefreie Zugang zu allen Praxen und Kliniken ist in Deutschland noch nicht verwirklicht. Foto: Fotolia

Konzentriert kamen auf diese Weise die von Menschen mit Behinderungen in den Workshops benannten Defizite auf den Tisch: Benachteiligungen beim Arztbesuch und Klinikaufenthalt sowie mangelnde Versorgung mit Hörgeräten, Inkontinenzmitteln oder mit Sportrollstühlen, fehlende Barrierefreiheit von Praxen und Kliniken und unzureichend angepasste Beratungsgespräche für Lernbehinderte, gehörlose, blinde und taubblinde Menschen. Hüppe betonte erneut, dass er erwarte, dass die von der Bundesregierung angekündigten Initiativen in den Bereichen „barrierefreie Arztpraxen“ und „Sensibilisierung des medizinischen Personals für die Belange behinderter Menschen“ zu spürbaren Verbesserungen führen. ER

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