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BERUF

Praxisführung: Teamwork will gut organisiert sein

Dtsch Arztebl 2011; 108(40): [66] / [66] / [66]

Krüger-Brand, Heike E.

Studie zur besten Teamzusammensetzung

Mehr als 70 Prozent der Deutschen arbeiten regelmäßig im Team – nahezu 60 Prozent von ihnen mit Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichen Alters. Wenn Beschäftigte Altersunterschiede in ihrem Team stark wahrnehmen und Diskriminierung erleben, wirkt sich das negativ auf ihre Gesundheit aus. Das hat eine Analyse des iga-Barometers – einer repräsentativen Telefonbefragung der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) unter 2 000 Beschäftigten – ergeben (abrufbar unter www.iga-info.de).

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An der Umfrage waren Beschäftigte unterschiedlicher Betriebsgrößen beteiligt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kleinerer Unternehmen berichteten weniger häufig von Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen aufgrund des Alters als die in größeren Unternehmen. Sie weisen im Durchschnitt auch einen besseren Gesundheitszustand auf als die Beschäftigten in mittelständischen und Großunternehmen.

Foto: iStockphoto

Die meisten Vorurteile gegenüber Älteren gibt es der Studie zufolge in der Gruppe der jüngeren Mitarbeiter (unter 20 bis 40 Jahre). Mit zunehmendem Alter nimmt die Wertschätzung von altersgemischten Teams zu. Frauen nehmen altersbedingte Unterschiede zudem weniger stark wahr als Männer. Sie haben weniger Vorurteile und sehen eher die positiven Effekte altersgemischter Gruppen.

Die Autoren der Studie empfehlen daher, die Zusammenarbeit in altersgemischten Teams aktiv zu gestalten und nicht dem Zufall zu überlassen. Unternehmen könnten dafür sorgen, dass Mitarbeiter aller Altersstufen sich wohlfühlten und konstruktiv zusammenarbeiteten. Altersgemischte Teams böten viele Chancen für eine fruchtbare Zusammenarbeit, müssten jedoch gut organisiert sein. Der Schlüssel liege in einer guten Führung und kontinuierlichen Begleitung der Teams. So sei es wichtig,

  • die Bedeutung von Altersunterschieden im Team zu verringern, zum Beispiel durch eine gleichmäßige Besetzung über alle Altersspannen hinweg;
  • allgemeinen Vorurteilen durch ehrliche Kommunikation über die Veränderung der Leistungsfähigkeit im Alter entgegenzuwirken;
  • Diskriminierungen aufgrund des Alters nicht zuzulassen, sondern junge und ältere Mitarbeiter zum Beispiel bei Fortbildungen und in ihrer persönlichen Weiterentwicklung gleichzubehandeln;
  • darauf zu achten, dass das Arbeitsumfeld gesundheitsförderlich gestaltet ist sowie
  • grundsätzlich eine Wertschätzung der Kompetenzen jedes Alters zu vermitteln.

Heike E. Krüger-Brand


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