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Supplement: Praxis Computer

Praxisbericht: Dokumentenarchivierung in einer Gemeinschaftspraxis

Dtsch Arztebl 1998; 95(19): [29]

Schmitt-Landherr, Klaus

Sonographie-, Arthroskopie-, Endoskopiebilder, Briefe, Gutachten, ... - all dies sind Dokumente, die in unserer allgemeinärztlichen Gemeinschaftspraxis täglich in großer Anzahl anfallen. Diese müssen sortiert und patientenorientiert abgelegt werden. Seit einiger Zeit setzen wir dazu das Archivierungsprogramm mediDOK ein, das uns eine individuelle Konfiguration ermöglicht. Das bedeutet:
n einfache Patientenübernahme und Integration aus unserer elektronischen Karteikarte (Programm Sysmed S1),
n Netzwerkfunktionalität (12 Arbeitsplätze unter Novell 4.11),
n praxisindividuelle Einstellung der Ablagekästen innerhalb des Patienten,
n Intergration der vorhandenen Hardware wie Scanner/Videokamera/Digitalkamera/Sonographiegerät,
n praxisindividuelle Gestaltungsmöglichkeit der Bildanordnung,
n Jahrgangsarchivierung von Bildern (Dateiauslagerung),
n Exportfunktion der Bild- und Dokumentendaten (Briefschreibung, Befundübermittlung).
Was für uns früher eine zeitraubende Arbeit war, nämlich das Heraussuchen der Fremdbefunde, erweist sich heute als problemlos. Die Art des Befundes ist in unserer Patientenkartei vermerkt. Auf Tastendruck wird er automatisch aus dem im Hintergrund laufenden Programm auf dem Bildschirm dargestellt.
Daher sind wir auch dazu übergegangen, alle anderen Untersuchungsdokumentationen in unser Archiv einzubinden, etwa EKG-Streifen aus EKG-Apparaten, die keine PC-Ansteuerung haben, Lungenfunktionsgeräte und andere. Sollte das Praxisprogramm einmal nicht in Betrieb sein, so kann das Archivierungsprogramm auch alleine betrieben werden.
Mit wenigen Tasten- oder wahlweise Mausklicks erhält man einen Überblick über alle archivierten Dokumente. Das geöffnete archivierte Bild läßt sich bearbeiten und auch nachträglich in die Textverarbeitung integrieren. Arztbriefschreibung und Befundübermittlung werden somit nicht nur stilistisch und optisch aufgewertet, sondern teures Bildmaterial und Videoprinterpapier lassen sich überdies einsparen. Letztlich nutzen wir in unserer Praxis alle Vorteile, die eine PC-gestützte Praxis aufweisen soll. Wir schätzen es, daß wir jederzeit eine umfassende Information zu unserem Patienten zur Verfügung haben und uns voll auf die eigentliche Praxisarbeit konzentrieren können.
Klaus Schmitt-Landherr
Anschrift des Verfassers: Dr. med. Klaus Schmitt-Landherr, Facharzt für Allgemeinmedizin/Phlebologie, Alemannenstraße 29, 72124 Pliezhausen
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