Supplement: Praxis Computer
Endodruck: Endoskopie-Programm
Dtsch Arztebl 1998; 95(19): [26]


Das endoskopische Befundungs-, Archivierungs- und Auswertungsprogramm Endodruck, bislang nur
als DOS-Version in der gastroenterologischen Endoskopie im Einsatz, ist nun auch als Windows-Version
erhältlich. Das Programm wurde durch einen endoskopisch tätigen Arzt aus der täglichen Erfahrung heraus im
Laufe mehrerer Jahre schrittweise weiterentwickelt - entstanden ist ein praxisnahes Instrument, das den
Arbeitsablauf in der Endoskopie beschleunigt und vereinfacht.
Die Software ist für die gastroenterologisch tätige Praxis ebenso geeignet wie für die Klinik. Neben der
einfachen Bedienung und der übersichtlichen Benutzeroberfläche bietet die Windows-Version viele neue
Funktionsmerkmale:
n Die Befunde können durch klar strukturierte Abfragen einfach und schnell eingegeben werden - auch
schwierigere endoskopische Befunde lassen sich bearbeiten.
n Zuweisende Ärzte, Namen von Untersuchern, Indikation usw. können aus individuell erstellten Auswahllisten
eingelesen werden. Patientendaten lassen sich per Chipkarte oder über den Zentralrechner durch Barcode-Leser
oder Personen-Kennziffer erfassen.
n Die Befundtexte werden in fließendem Deutsch, einem diktierten Befundtext vergleichbar, und bei Bedarf mit
zusammenfassender Beurteilung abgefaßt. Dem Patienten kann daher der fertige Befund unmittelbar nach
Abschluß der Untersuchung mitgegeben werden.
n Die Befunde werden ungekürzt als Textdateien gespeichert (Befundarchivierung) und stehen optional zur
weiteren Bearbeitung und individuellen Gestaltung mittels Textverarbeitungsprogrammen zur Verfügung. Auf
diese Weise lassen sich die Befunde zum Beispiel in Arztbriefe einarbeiten.
n Es besteht die Möglichkeit, einen Endoskopiekalender zu führen. Später eintreffende Befunde (zum Beispiel
Histologie, H.pylori) lassen sich problemlos nachtragen.
Die archivierten Befunde können in vielfältiger Weise statistisch ausgewertet werden: nach Art der
Untersuchung, Untersucher, Zeitraum, Alter oder Geschlecht des Patienten, Diagnose bzw.
Diagnosekombinationen. Die Erfassung von Untersuchungsart und Kosten (Verbrauchsmittel) nach
anfordernden Stellen ist ohne großen Arbeitsaufwand möglich.
Der Einsatz von Endodruck führt letztlich zu erheblichen Kosteneinsparungen: Kurzbefund und Befunddiktat
entfallen, ebenso die Befundniederschrift - das Schreibbüro wird entlastet, Korrekturdurchgänge werden
reduziert. Außerdem wird dadurch, daß Vorbefunde sekundenschnell abzurufen sind, Arbeitszeit eingespart.
H.-P. Lohrmann
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