MEDIZIN: Diskussion
70 Prozent sind andere Methoden
More Than 70% Delivered by Other Methods
Dtsch Arztebl Int 2011; 108(43): 741-2; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0741a


In dem Artikel habe ich den Hinweis vermisst, dass im Bereich der ambulanten Versorgung die Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen zu über 70 % durch andere Methoden wie zum Beispiel die tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie, und nicht durch die Verhaltenstherapie allein erbracht wird. Diesen Hinweis hätte ich als wissenschaftlich seriös angesehen, zumal sich die Psychoanalyse bereits seit einhundert Jahren sich mit der Theorie und der Behandlung von Zwangsstörungen beschäftigt. Aktuell ist noch zu erwähnen, dass es im Bereich der psychodynamischen Behandlungsformen seit dem Jahr 2007 auch einen Diskussionsentwurf für eine psychoanalytische Leitlinie gibt (Zeitschrift für „Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ Heft 134, 2/2007).
DOI: 10.3238/arztebl.2011.0741a
Markus B. Heintzeler
Villingen-Schwenningen
MBHeintzeler@yahoo.de
Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.
1.
Walitza S, Melfsen S, Jans T, Zellmann H, Wewetzer C, Warnke A: Obsessive-compulsive disorder in children and adolescents. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(11): 173–9.
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