Eine Nord-Süd-Tour ist wegen der Berg-Etappe im mittleren Landesteil (Höhenunterschied bis zu 700 m) nur
sportlich durchtrainierten Bikern zu empfehlen. Flach-Etappen-Rad-Wanderer sollten sich also lieber
entscheiden für Regionen wie
1 Neusiedler-See-Weinstraße (Westufer): Rust empfiehlt sich als Ausgangspunkt für einen Kurzaufenthalt mit je
einem Tagesausflug nach Eisenstadt (Schloß Esterhazy, Haydn-Mausoleum, Landes-, Diözesan- und Jüdisches
Museum) und am See entlang zum Römer-Steinbruch (schöner Blick über den See). Unterkünfte: "Ruster Hof",
kleines, altes Haus; Betreiber sind Salzburger, deshalb gibt’s in ihrer anspruchsvollen Küche leider keine
pannonischen Spezialitäten; trotzdem: das schönste Hotel im Burgenland. Oder "Hotel Seeblick", der Name sagt
alles: herrlicher Blick auf den See - vor allem in der Dämmerung.
1 Seewinkel-Weinstraße (Ostufer Neusiedler See): Empfohlen für Kurzaufenthalt: "Hotel Wende", Neusiedl.
Wegen Tips für Tagesausflüge ins Vogelschutzgebiet oder zu einem Weinkeller - den
Koarl fragen.
1 Süd-Ost-Burgenland: Die Stille in dieser Region ist hörbar, beinahe körperlich spürbar. Die Ursache: Güssing
ist einziger Bezirk in Österreich ohne Autobahn- und Gleis-Anschluß. Was die Güssinger beklagen, macht ihre
Region zu einem Reservat des sanften Tourismus. Der "Schwabenhof" (tolle Strudel und die beste
Knoblauchsuppe zwischen Wien und Graz) der Familie Luisser in
Hagensdorf ist der ideale Ausgangspunkt für jeweils eine Tages-Rad-Tour zur
1 St. Emmerich-Kirche im Niemandsland zwischen Österreich und Ungarn. Im Kalten Krieg zur Ruine
verkommen, entwickelt sich die renovierte Kirche zum "Europa-Friedenstreffpunkt". Aber Elfriede Jaindl (die
südburgenländische "Koarla") kann das viel besser erzählen.
1 Eisenberg. Auf diesem Weg durch die Wein-Idylle - mit weitem Blick hinein in die pannonische Tiefebene -
wohnen die freundlichsten Burgenländer. Wanderer und Radfahrer sollten sich unbedingt Zeit für ein paar
Gespräche nehmen - über das Wetter, über den Wein und überhaupt.
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