Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) werben derzeit im Rahmen ihrer Präventionsinitiative verstärkt für die Teilnahme an der Grippeschutzimpfung. Zu Recht, wie eine Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) belegt. Danach haben sich im Jahr 2008 lediglich 41 Prozent der Bürger, für die eine Grippeimpfung empfohlen wird, auch tatsächlich impfen lassen. Nachholbedarf bei den Impfungen gibt es nach ZI-Angaben hauptsächlich in den alten Bundesländern. In den östlichen Bundesländern liegen die Impfraten nahe an den Zielvorgaben der WHO.
Diese Zahlen stammen aus den Abrechnungsdaten der niedergelassenen Ärzte und können auf dem Internetportal www.versorgungsatlas.de nachgelesen werden. Den Versorgungsatlas gibt es seit Ende August dieses Jahres. Er gibt Einblick in die Daten zur medizinischen Versorgung und deren Auswertungen. Mit drei weiteren Beiträgen weist das ZI dort aktuell auf regionale Unterschiede in der Inanspruchnahme von Früherkennungsleistungen hin. Bei der Darmspiegelung beispielsweise zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. In Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Berlin und den neuen Bundesländern lag die Teilnehmerrate um etwa ein Drittel höher als im Süden Deutschlands. Dr. med. Carl-Heinz Müller, der für Präventionsfragen zuständige KBV-Vorstand, weist auf einen besonderen Aspekt hin: „Generell nehmen deutlich mehr Frauen als Männer die Beratung zur Darmkrebsfrüherkennung in Anspruch, aber regionale Schwerpunkte deuten darauf hin, dass lokale Initiativen zur Förderung der Prävention Wirkung zeigen.“ JM
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