Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die Broschüre „Manuelle Arbeit ohne Schaden“ überarbeitet. In der neuen Ausgabe stellt die BAuA eine verbesserte und wissenschaftlich abgesicherte Fassung der Leitmerkmalmethode vor. Die Leitmerkmalmethode ist ein Ampelmodell, das in den Farben Grün, Gelb und Rot eine verlässliche Aussage über das gesundheitliche Risiko von manueller Tätigkeit liefert.
Laut BAuA klagt ungefähr jeder zehnte Bundesbürger über Beschwerden im Ellbogen-Unterarmbereich, im Hand-Arm-Bereich schmerzt es sogar zwölf Prozent der Menschen. „Nicht nur an Arbeitsplätzen in der Montage beanspruchen sich ständig wiederholende Arbeitsabläufe das Hand-Arm-System, sondern auch in der Textilindustrie, bei der Herstellung von Nahrungsgütern und in vielen anderen Bereichen“, heißt es dazu von den Autoren. Damit gehe ein hohes Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen einher. „Doch mit Hilfe einer einfachen und praktischen Methode lässt sich ab sofort bewerten, wie belastend die manuellen Arbeitsschritte für die Beschäftigten sind“, so die Autoren. Sie eigne sich deshalb besonders für Praktiker, denn sie komme ohne aufwendige Berechnungen aus und könne mit Formblatt und Bleistift durchgeführt werden.
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Beurteilt werden Tätigkeiten, die unter anderem mit überwiegender Belastung des Finger-Hand-Arm-Bereichs, mit häufigen Wiederholungen und Geschicklichkeit verbunden sind. Mit Hilfe eines Fragebogens wird erfasst, welche Handgriffe wie oft ausgeführt werden, um welche Art der Kraftausübung es sich handelt, wie die Hand-Arm-Stellung sowie die Körperhaltung ist. Je nach Eintrag ergibt sich am Schluss ein Punktwert. „Wer unterhalb der 25-Punkte-Grenze bleibt, muss keine körperliche Überbeanspruchung fürchten“, erklärten die Autoren. Ab einem Punktwert von 50 bestehe jedoch für alle Beschäftigten die Gefahr von gesundheitlichen Schäden. hil
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