Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. hat auf der Online-Plattform Onkopedia eine Leitlinie zu venösen Thrombembolien bei Tumorpatienten veröffentlicht. Venöse Thrombembolien zählen zu den häufigen Komplikationen bei Tumorpatienten. Sie umfassen akute Venenthrombosen einschließlich der durch Katheter verursachten Thrombosen und Lungenembolien. Das individuelle Risiko ist abhängig von Art und Stadium der Grundkrankheit, von Art und Intensität der kausalen und der supportiven Therapie sowie von Faktoren der individuellen genetischen Veranlagung und der weiteren vorliegenden Erkrankungen.
Venöse Thrombembolien können mit den zugelassenen Medikamenten behandelt und bei der Mehrzahl der Patienten verhindert werden. Kritische Fragen sind die Identifikation der Risikopatienten, die Wahl der optimalen Therapie und die Abwägung des Blutungsrisikos.
Verschiedene Organisationen haben in den letzten Jahren Empfehlungen zur Prophylaxe und Therapie von venösen Thrombembolien publiziert. Die aktuelle Leitlinie fasst den Stand des Wissens zusammen. Sie gibt Empfehlungen auf der Basis der Evidenz unter Berücksichtigung der individuellen Situation der betroffenen Patienten.
Die Leitlinie wurde gemeinsam mit der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie erarbeitet. EB
@Die Leitlinie im Internet:
www.aerzteblatt.de/1235a
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