MEDIZIN: Originalarbeit

Epidemischer Vitamin-D-Mangel bei Patienten einer geriatrischen Rehabilitationsklinik

Epidemic Vitamin D Deficiency Among Patients in an Elderly Care Rehabilitation Facility

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(3): 33-8; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0033

Schilling, Stefan

Hintergrund: Dem Vitamin D werden neben seinen bekannten Einflüssen auf den Kalzium- und Knochenstoffwechsel zahlreiche weitere Effekte zugeschrieben. So scheint sich zum Beispiel durch eine suffiziente Vitamin-D-Versorgung und eine dadurch bedingte Wirkung auf die Muskulatur auch die Sturz- und damit die Frakturgefahr älterer Patienten reduzieren zu lassen. Gerade die ältere Bevölkerung gilt aufgrund der im Alter geringeren Vitamin-D-Syntheseleistung der Haut und eines meist selteneren Aufenthalts in der Sonne als Risikogruppe.

Methode: Um konkrete Zahlen über die tatsächliche Vitamin-D-Versorgung eines hochaltrigen Patientenkollektivs in Deutschland zu gewinnen, wurde bei 1 578 konsekutiv in der Zeit von 07/2009 bis 3/2011 in einer geriatrischen Rehabilitationsklinik in Trier aufgenommenen Patienten der 25-OH-Vitamin-D-Spiegel gemessen (Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung). 72 % der
Patienten waren Frauen, 28 % Männer; das Durchschnittsalter und der Altersmedian lagen bei 82 Jahren.

Ergebnis: Ein 25-OH-Vitamin-D-Mangel mit Werten < 20 ng/mL lag bei 89 % der Patienten vor, ein schwerer Mangel < 10 ng/mL bei 67 %. Nur 4 % lagen in dem Zielbereich von 30–60 ng/mL. Kein Patient hatte einen erhöhten Wert > 100 ng/mL.

Schlussfolgerung: Die Patienten einer geriatrischen Rehabilitationsklinik in Trier weisen in erheblichem Umfang einen Vitamin-D-Mangel auf. Schon aus Gründen der Knochengesundheit und zur Reduktion des Sturz- und Frakturrisikos sollte daher in der hochaltrigen Bevölkerungsgruppe die Vitamin-D-Versorgung verbessert werden.

Daten zum Vitamin-D-Status der älteren Bevölkerung liegen aus zahlreichen internationalen Studien vor (1). So wurde zum Beispiel bei einer britischen Untersuchung im Jahr 2005 bei über 65-Jährigen ein geringerer Vitamin-D-Spiegel gemessen als in der Gesamtbevölkerung. In Pflegeeinrichtungen versorgte Patienten hatten niedrigere Werte als die, die zu Hause lebten (2).

Auch frühere Untersuchungen der Vitamin-D-Versorgung der deutschen Bevölkerung haben häufig erniedrigte 25-OH-Vitamin-D-Spiegel ergeben. So hat zum Beispiel eine Studie des Robert-Koch-Institutes (RKI) im Jahr 2008 bei mehr als 14 000 Probanden im Alter zwischen 1 und 79 Jahren ergeben, dass insgesamt 62 % der Jungen, 64 % der Mädchen sowie 57 % der Männer und 58 % der Frauen 25-OH-Vitamin-D-Spiegel < 20 ng/mL aufwiesen (3). Besonders häufig war in der Untersuchung des RKI der Vitamin-D-Mangel bei Jugendlichen, insbesondere bei denen mit Migrationshintergrund, sowie bei älteren Frauen. Insgesamt 75 % der Frauen im Alter von 65 bis 79 Jahren hatten in dieser Untersuchung sogar im Sommer einen Spiegel < 20 ng/mL (4). Eine Studie bei 200 älteren Pflegeheimbewohnern in Deutschland in den Jahren 2007/2008 ergab bei 68,3 % einen erheblichen 25-OH-Vitamin-D-Mangel mit Werten < 10 ng/mL (e1). Eine Untersuchung aus dem Jahr 2007 fand bei 205 Patienten in Bonn zum Zeitpunkt der Aufnahme in einer akut-geriatrischen Abteilung einen durchschnittlichen 25-OH-Vitamin-D-Spiegel von 14 ng/mL (e2).

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für eine Osteoporose, ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel kann eine Osteomalazie auslösen. Die Osteomalazie ist klinisch und auch radiologisch nicht leicht zu diagnostizieren und wird daher häufig nicht erkannt. Histopathologisch fanden sich allerdings in einer Autopsiestudie klinisch knochengesunder Verstorbener aus dem Jahr 2009 Zeichen für eine Osteomalazie bei Vitamin-D-Werten < 30 ng/mL bei 25 % aller Knochenproben. Bei Vitamin-D-Werten > 30 ng/mL war dagegen keine Osteoidveränderung mehr nachweisbar (5).

Auch das Sturz- und Frakturrisiko kann sich nach vorliegenden Metaanalysen aus dem Jahr 2009 durch einen Vitamin-D-Mangel erhöhen (6, 7, e3).

Die geografische Lage Deutschlands bedingt nur in den Sommermonaten eine ausreichende körpereigene Vitamin-D-Produktion durch Sonneneinstrahlung in der Haut; in den Herbst- und Wintermonaten findet kaum noch eine Vitamin-D-Synthese statt (8). Ältere Menschen setzen sich meist seltener als junge Personen der Sonne aus, auch sollte wegen der Hautkrebsgefahr die Sonnenbestrahlung in Grenzen gehalten werden (9).

Um die Frage zu klären, wie sich die Versorgung mit Vitamin D bei hochaltrigen Patienten in Deutschland darstellt, wurde bei Patienten einer geriatrischen Rehabilitationsklinik der Vitamin-D-Status bei Aufnahme bestimmt. Zudem interessierte die Frage, ob bei der Vitamin-D-Versorgung geriatrischer Patienten ein Unterschied zwischen Winter- und Sommerhalbjahr vorliegt. Die Frage der Vitamin-D-Versorgung gewinnt insbesondere angesichts der demografischen Entwicklung und des dadurch bedingten zunehmenden Anteils hochaltriger Menschen in der Bevölkerung an Bedeutung.

Methode

Zwischen Juli 2009 und März 2011 wurde bei insgesamt 1 578 konsekutiv aufgenommenen Patienten der Geriatrischen Rehabilitationsklinik St. Irminen in Trier nach der Aufnahmeuntersuchung das 25-OH-Vitamin-D im Serum gemessen, dabei wurden bis auf wenige Ausnahmen alle Patienten dieses Zeitraums berücksichtigt (die Blutentnahme wurde in der Regel am der Aufnahme folgenden Werktag durchgeführt). Die 25-OH-Vitamin-D-Bestimmung erfolgte durch Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung; LC-MS/MS Methode für die Plattformen 3 200 und 4 000; lineare Messgenauigkeit von 4–100 ng/mL 25-OH-Vitamin-D.

72 % der Patienten waren Frauen, 28 % Männer, das Durchschnittsalter und der Altersmedian lagen bei 82 Jahren. Die Altersspanne lag zwischen 46 und 105 Jahren. Eine Erfassung einer eventuell schon vor der Aufnahme durchgeführten Vitamin-D-Substitution wurde nicht durchgeführt. Eine solche Erfassung wäre durch die häufig vorliegenden Probleme der Medikamentenanamnese bezüglich der frei verfügbaren Vitamin-D-Präparate in Apotheken, Drogerien, Supermärkten und dem Internet sehr fehleranfällig und damit kaum aussagefähig.

Die Patienten kamen meist nach Krankenhausbehandlung typischer geriatrischer Erkrankungen in die Rehabilitationsklinik (zum Beispiel Frakturen, elektiver Gelenkersatz, Apoplex, Multimorbidität). Sie lebten vor der Akutkrankenhausbehandlung und der Rehabilitation zu 95 % im häuslichen Umfeld; 5 % wurden vorher in einer stationären Pflegeeinrichtung versorgt.

Der 25-OH-Vitamin-D-Spiegel wird in der Literatur meist in ng/mL oder in der SI-Einheit nmol/L angegeben (Umrechnungsfaktor ng/mL × 2,5 = nmol/L). 1 μg Vitamin-D3-Zufuhr mit der Nahrung entspricht 40 IE.

Einheitlich akzeptierte Kategorisierungen des Vitamin-D-Spiegels gibt es bisher leider nicht. Bei ausgeprägten Mangelzuständen < 10 ng/mL droht eine Osteomalazie, für einen physiologischen Knochenstoffwechsel wird ein Spiegel von mindestens 20 ng/mL benötigt (5, 10, e4). Allerdings kommt es erst bei Werten ab 30 ng/mL zu einer völligen Normalisierung des bei Vitamin-D-Mangel bestehenden sekundären Hyperparathyreoidismus (10) und der osteomalazietypischen Knochenveränderungen (5). Daher wird dieser Bereich meist als „optimal“ angesehen. Das Institute of Medicine (IOM) aus den USA hat im Jahr 2010 dagegen schon einen 25-OH-Vitamin-D-Spiegel > 20 ng/mL für die Knochengesundheit als ausreichend erachtet (11) – der Autor hat daher beide Grenzwerte bei der Auswertung berücksichtigt. Toxische Reaktionen bei erhöhten 25-OH-Vitamin-D-Spiegeln zeigen sich meist erst ab Werten > 150 ng/mL (1), der zur Vermeidung toxischer Reaktionen möglichst nicht zu überschreitende 25-OH-Vitamin-D-Wert wurde mit einem zusätzlichem Sicherheitspuffer bei 100 ng/mL angesetzt. Ein oberer Grenzwert von 60 ng/mL sollte nach derzeitigem Kenntnisstand nicht überschritten werden, da in verschiedenen epidemiologischen Studien negative Effekte sowohl bei sehr niedrigen als auch bei erhöhten 25-OH-Vitamin-D-Werten beobachtet wurden. So zeigte sich eine solche U-förmige Beziehung in einer Studie mit einer Steigerung der Gesamtmortalität sowohl bei erhöhten 25-OH-Vitamin-D-Werten > 60 ng/mL als auch bei erniedrigten Werten < 30 ng/mL (e5). Als „optimal“ wurde daher für die vorliegende Untersuchung der Bereich zwischen 30–60 ng/mL 25-OH-Vitamin-D definiert (Tabelle 1).

Klassifikation der 25-OH-Vitamin-D-Werte
Tabelle 1
Klassifikation der 25-OH-Vitamin-D-Werte

Ergebnisse

Der 25-OH-Vitamin-D-Mittelwert aller 1 578 Patienten lag bei 10,2 ng/mL (Spanne von 1–77 ng/mL; Median 8 ng/mL). Es zeigte sich beim Mittelwert kein Unterschied zwischen Frauen und Männern, der Median bei den Frauen lag bei 8 ng/mL, bei den Männern bei 7 ng/mL. Bei den wenigen unter 60-jährigen Patienten (n = 19) lag der Mittelwert bei 13,84 ng/mL, bei den über 90-Jährigen (n = 104) bei 8,63 ng/mL. Die größten Gruppen waren die 71- bis 80-Jährigen (n = 501) mit im Mittel 10,48 ng/mL und die 81- bis 90-Jährigen (n = 881) mit im Mittel 10,36 ng/mL (Tabelle 2).

25-OH-Vitamin-D-Verteilung
Tabelle 2
25-OH-Vitamin-D-Verteilung

Ein 25-OH-Vitamin-D-Mangel mit Werten < 20ng/mL lag bei insgesamt 89 % der Patienten vor, 96 % der Messwerte lagen unterhalb eines Grenzwertes von 30 ng/mL. Ein schwerer 25-OH-Vitamin-D-Mangel < 10 ng/mL war bei 67 % der Patienten festzustellen. Nur 4 % aller Messwerte lagen in dem Zielbereich von 30 bis 60 ng/mL, drei Messwerte (< 1 %) lagen zwischen 60 bis 100 ng/mL, kein einziger gemessener Wert lag im toxischen Bereich > 100 ng/mL, der höchste insgesamt gemessene Wert war 77 ng/mL (Grafik).

25-OH-Vitamin-D-Spiegel
Grafik
25-OH-Vitamin-D-Spiegel

Entgegen der bei jüngeren Menschen zu beobachtenden Schwankung zwischen Sommer- und Winterhalbjahr (3) zeigte sich bei unseren geriatrischen Patienten kaum eine Jahreszeitabhängigkeit des Vitamin-D-Spiegels. Der maximale Halbjahresdurchschnittswert lag bei 10,71 ng/mL im Sommerhalbjahr 2010, der minimale Durchschnittswert bei 9,29 ng/mL im Winterhalbjahr 2010/2011 (Tabelle 2).

Diskussion

Vitamin D hat in erster Linie die bekannten Wirkungen auf den Knochen- und Kalziumstoffwechsel mit einer protektiven beziehungsweise therapeutischen Wirkung bei Osteoporose und Osteomalazie (5, 14).

Darüber hinaus befinden sich Vitamin-D-Rezeptoren aber auch in den Zellen zahlreicher weiterer Organsysteme. So gibt es zahlreiche epidemiologische Hinweise auf einen möglichen günstigen Effekt des Vitamin D auf den Immunstatus (15, 16), kardiovaskuläre Erkrankungen (17, 18), zahlreiche Tumorerkrankungen (9, e6, e7), multiple Sklerose (19) und viele andere Erkrankungen (1, e8, e9). Prospektive, randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studien zu diesen möglichen Zusatzeffekten des Vitamin D neben seinem Einfluss auf Knochen und Muskulatur stehen allerdings noch aus. Schon wegen der Schwierigkeit der Quantifizierung der individuellen UV-Exposition neben einer eventuellen Vitamin-D-Substitution sind solche Studien nicht einfach durchzuführen.

Bei alten Patienten spielt neben der Beeinflussung des Knochenstoffwechsels insbesondere die mögliche Senkung des Sturz- und Frakturrisikos durch eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung eine bedeutende Rolle (6, 7, e3). Hierbei haben nicht nur direkte Einflüsse auf den Knochen eine Bedeutung, sondern auch Effekte auf die Muskelkraft und das neuromuskuläre System (20). So steigert sich zum Beispiel die Gehgeschwindigkeit unter einer suffizienten Vitamin-D-Versorgung (21). Nach zwei Metaanalysen aus dem Jahr 2009 der bis dahin zum Thema „Sturz und Fraktur“ durchgeführten randomisierten kontrollierten Studien sinkt das Sturzrisiko durch eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung relativ um 19 % (allgemeines Sturzrisiko in der Kontrollgruppe 54,9 %) (6), das Hüftfrakturrisiko relativ um 18 % (allgemeines Hüftfrakturrisiko in der Kontrollgruppe 3,2 %) und das Risiko für jegliche nicht vertebrale Frakturen relativ um 20 % (allgemeines Frakturrisiko in der Kontrollgruppe 5,4 %) (e3). Allerdings zeigte sich eine Sturzreduktion in den Metaanalysen erst ab 25-OH-Vitamin-D-Spiegeln > 24 ng/mL (6, 20), eine Frakturreduktion erst ab 30 ng/mL (e3). Für die Beeinflussung der Sturzhäufigkeit scheint die Art der Dosierung der Vitamin-D-Substitution eine Rolle zu spielen, so führte nach einer Arbeit aus 2010 die einmalige Gabe von 500 000 IE/Jahr sogar zu einer Steigerung der Sturz- und Frakturrate bei über 70-jährigen Frauen in den ersten Monaten nach der Applikation (22). Welche Dosierungen und Dosierungsintervalle zur Sturz- und Frakturreduktion die optimalen sind, gilt es durch zukünftige Untersuchungen weiter zu klären.

Ältere Menschen gehen meist selten in die Sonne, auch kann die Altershaut unter Sonneneinstrahlung deutlich weniger Vitamin D synthetisieren als die Haut jüngerer Menschen (23). Vermehrte Vitamin-D-Bildung über Sonneneinstrahlung ist für die meisten geriatrischen Patienten daher keine realistische Option. Dies zeigt sich bei den Daten auch dadurch, dass es im Gegensatz zu jüngeren Menschen mit entsprechender Sonnenexposition im Sommer bei Senioren offensichtlich kaum noch zu einem Anstieg des Vitamin-D-Spiegels in den Sommermonaten kommt. In unserer Nahrung ist Vitamin D nur in geringen Konzentrationen enthalten, über die Ernährung alleine ist eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung kaum möglich (24).

In der Untersuchung zeigte sich ein erheblicher Vitamin-D-Mangel; 89 % der Patienten hatten 25-OH-Vitamin-D-Spiegel < 20 ng/mL. Allerdings handelt es sich dabei um keine repräsentative Untersuchung der hochaltrigen Bevölkerung in Deutschland, die Daten wurden bei Patienten einer geriatrischen Rehabilitationsklinik im Einzugsbereich Trier mit ihrer Multimorbidität und der meist vorher stattgehabten Akutkrankenhausbehandlung gewonnen.

Bei einer früheren Untersuchung des RKI von 1996 wurde bei 75 % der 65- bis 79-jährigen Frauen ein Wert < 20 ng/mL gemessen (3). Eine Untersuchung bei Pflegeheimbewohnern ergab in einer anderen Untersuchung bei 68,3 % einen Wert < 10 ng/mL (e1); bei Patienten der vorliegenden Studie waren es 67 % < 10 ng/mL. Bei akut-geriatrischen Patienten wurde in einer weiteren Arbeit ein Mittelwert von 14 ng/mL gemessen (e2), nur wenig mehr als die 10,2 ng/mL der Patienten in der vorliegenden Studie.

Bei dieser großen Häufigkeit eines Vitamin-D-Mangels im Alter stellt sich die Frage, ob dieser Vitamin-D-Mangel überhaupt eine entsprechende klinische Relevanz hat. Wirkungen des Vitamin D auf Knochen und Muskulatur sind unstrittig, möglicherweise ist ein Teil der oft als altersbedingt angesehenen Probleme wie einer Muskelschwäche oder auch Schmerzen im Bewegungsapparat Ausdruck dieses häufigen Vitamin-D-Mangels im Alter. Auch dieser mögliche Zusammenhang sollte in Zukunft durch aussagekräftige Studien weiter untersucht werden.

Etwa 95 % der in dieser Studie untersuchten Patienten lebten vor der Krankenhausaufnahme noch zu Hause, nur wenige wurden vor der Akutbehandlung und Rehabilitation in einem Pflegeheim versorgt. Entgegen früherer Vermutungen sind also nicht nur Pflegeheimbewohner eine Hochrisikogruppe für einen Vitamin-D-Mangel, sondern nach den vorliegenden Daten auch ältere Patienten, die nach einer Akutkrankenhausbehandlung in eine geriatrische Rehabilitationsklinik kommen. Möglicherweise ist auch durch die Akutkrankenhausbehandlung und die damit einhergehende fehlende Sonnenbestrahlung der Vitamin-D-Spiegel bis zur Aufnahme in der Rehabilitationsklinik noch etwas weiter abgefallen.

In der untersuchten Klinik wurde bei Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel eine Aufsättigung mit in der Regel je 20 000 IE über zehn Tage durchgeführt, danach wurde eine regelmäßige Substitution mit Vitamin D 20 000 IE je nach Ausgangswert einmal pro Woche bis einmal pro Monat empfohlen. Die für einen suffizienten Anstieg des Vitamin-D-Spiegels notwendigen Dosierungen liegen deutlich höher als die zum Beispiel von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) allgemein empfohlene Vitamin-D-Zufuhr von 400 IE/Tag für Senioren. Die Leitlinien 2009 des Dachverbandes Osteologie (www.dv-osteologie.de) empfehlen für Patienten mit Osteoporose eine Vitamin-D-Substitution bis 2 000 IE täglich. Das Institute of Medicine (IOM) der USA empfiehlt 2010 für Menschen > 70 Jahre ohne vorherige 25-OH-Vitamin-D-Messung eine tägliche Zufuhr von 800 IE Vitamin D, als tägliche noch als unbedenklich eingestufte Höchstdosis in diesem Alter werden 4 000 IE angegeben (11).

100 IE Vitamin D täglich lassen den Vitamin-D-Spiegel langfristig nur um etwa 1 ng/mL ansteigen. Mit der derzeit von der DGE empfohlenen Tageszufuhr von 400 IE würde der Wert also nur um etwa 4 ng/mL steigen – bei einem Mittelwert wie in der vorliegenden Erhebung von 10,2 ng/mL wäre man dann immer noch deutlich von dem anzustrebenden Zielbereich von 30–60 ng/mL entfernt, selbst der vom IOM in 2010 empfohlene Mindestwert von 20 ng/mL ist damit kaum zu erreichen.

Kontraindikationen einer Vitamin-D-Gabe wie eine vorbestehende Hyperkalzämie, ein primärer Hyperparathyreoidismus, eine Sarkoidose und andere sind natürlich zu beachten. In der untersuchten Klinik wurden während des im Mittel 22 Tage dauernden Aufenthaltes bei Routineelektrolytkontrollen keine durch das Vitamin D entstehende Hypercalcämie oder andere relevante Nebenwirkungen beobachtet. Calciumkontrollen sollten zur Sicherheit trotzdem unter einer Vitamin-D-Substitution regelmäßig durchgeführt werden. Eine solche Vitamin-D-Substitution ist sehr preiswert, selbst bei Gabe von 20 000 IE alle zehn Tage (entsprechend einer Tagesdosis von 2 000 IE) liegen die derzeitigen Jahrestherapiekosten bei nur etwa 15 Euro.

Relativ teuer ist dagegen die 25-OH-Vitamin-D-Bestimmung. Die Patienten müssen diese im ambulanten Bereich derzeit meist selbst bezahlen (nach GOÄ derzeit 27,98 Euro). Da in der vorliegenden Untersuchung > 90 % aller Alterspatienten einen 25-OH-Vitamin-D-Spiegel < 30 ng/mL hatten und keine Werte im toxischen Bereich gemessen wurden, ist alternativ zu überlegen, dieser Patientengruppe Vitamin D auch ohne vorherige Spiegelbestimmung zu geben. Ob es zwischen einer raschen Aufsättigung nach vorheriger Spiegelbestimmung oder einer Gabe von Vitamin D in der derzeit zum Beispiel vom IOM empfohlenen Dosierung von 800 IE/Tag einen Unterschied in der Beeinflussung von zum Beispiel Knochengesundheit oder auch der Sturz- und Frakturrate gibt, gilt es durch zukünftige Studien weiter zu klären.

Fazit

Vitamin-D-Mangel findet sich in der hochaltrigen Bevölkerung Deutschlands sehr häufig, bei 96 % der Patienten einer geriatrischen Rehabilitationsklinik liegen die Messwerte unterhalb des Zielbereiches von 30–60 ng/mL 25-OH-Vitamin-D. Diese erschreckende Zahl hat insbesondere angesichts der demografischen Entwicklung eine große gesundheitspolitische Bedeutung. Für einen regelrechten Knochenstoffwechsel ist ein suffizienter Vitamin-D-Spiegel erforderlich, darüber hinaus gibt es zahlreiche Hinweise, dass durch eine gute Vitamin-D-Versorgung bei älteren Patienten auch die Sturz- und Frakturhäufigkeit reduziert werden kann. Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung ist daher gerade für die hochaltrige Bevölkerungsgruppe anzustreben. Da derzeit in Deutschland eine ausreichende Aufnahme von Vitamin D allein über die Nahrung kaum möglich ist, sollte daher insbesondere bei älteren Menschen neben der natürlichen Vitamin-D-Quelle der moderaten Sonnenbestrahlung auch eine Vitamin-D-Substitution zur Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung genutzt werden. Die derzeit aktuellsten Empfehlungen liegen aus dem Jahr 2010 vom IOM aus den USA vor, danach wird für über 70-Jährige eine tägliche Zufuhr von 800 IE Vitamin D angeraten, als tägliche noch als unbedenklich eingestufte Höchstdosis in diesem Alter werden 4 000 IE angegeben.

Interessenkonflikt
Der Autor hält Vorträge für die Firma MerckSerono.

Manuskriptdaten
eingereicht: 5. 5. 2011, revidierte Fassung angenommen: 1. 8. 2011

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Stefan Schilling
Facharzt für Innere Medizin/Geriatrie, Geriatrische Klinik St. Irminen Trier
Krahnenufer 19, 54290 Trier
s.schilling@vereinigtehospitien.de

Summary

Epidemic Vitamin D Deficiency Among Patients in an Elderly Care Rehabilitation Facility

Background: Many benefits are ascribed to vitamin D beyond its well-known effects on calcium and bone metabolism. Vitamin D in adequate amounts is apparently beneficial to muscle, lessening the risk of falls and fractures in the elderly. The elderly produce less vitamin D in their skin than younger persons do, and they also spend less time in the sun; they are therefore at greater risk of vitamin D deficiency.

Methods: We used gas chromatography with mass spectrometry coupling to measure the 25-OH-vitamin D level of 1578 elderly persons (72% women) who were consecutively admitted to an elderly care rehabilitation facility in Trier, Germany, from July 2009 to March 2011. Their mean and median age was 82 years.

Results: 89% of the patients had 25-OH-vitamin D deficiency (defined as a level below 20 ng/mL), and 67% had a severe deficiency (below 10 ng/mL). Only 4% had levels in the target range (30–60 ng/mL); none had a level above 100 ng/mL.

Conclusion: Many of these patients were deficient in vitamin D. Persons of very advanced age need a better supply of vitamin D not only to keep their bones healthy, but also to lessen the risk of falls and fractures.

Zitierweise
Schilling S: Epidemic vitamin D deficiency among patients in an
elderly care rehabilitation facility. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(3): 33–8.
DOI: 10.3238/arztebl.2012.0033

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit0312

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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25-OH-Vitamin-D-Spiegel
Grafik
25-OH-Vitamin-D-Spiegel
Klassifikation der 25-OH-Vitamin-D-Werte
Tabelle 1
Klassifikation der 25-OH-Vitamin-D-Werte
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  • Appell für die Vitamin-D-Therapie
    Dtsch Arztebl Int 2012; 109(19): 359; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0359a
    Pilz, Stefan; Tomaschitz, Andreas; Kienreich, Katharina; Fahrleitner-Pammer, Astrid; März, Winfried
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2012; 109(19): 359-60; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0359b
    Schilling, Stefan

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D.Klingmueller
am Montag, 13. Februar 2012, 18:12

Vitamin D Bestimmung

S Schilling nennt für 25-OH-Vitamin D in Übereinstimmung mit der Literatur einen Schwellenwert von 30 ng/ml. Oberhalb sei die Konzentration optimal, unterhalb sei sie suboptimal bzw. mangelhaft.
Wie die „Ringversuche“ der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie zeigen, mit denen die Testverfahren der gängigen Messverfahren kontrolliert werden, besteht gerade in diesem Bereich eine ganz erhebliche Streuung sowohl in der Serumprobe A als auch B (Youdendiagramm VT1/11). Dies ist häufig nicht bekannt.
Jeder, der aus diesen Messwerten therapeutische Konsequenzen zieht, sollte sich dieser Tatsache bewusst sein.

PS Leider ist es offensichtlich nicht möglich die Abbildung der Ringversuche hier einzufügen! In der A Serumprobe streut Vitamin D von 25 bis 40 in B-Probe von 20 bis 60 ng/ml!

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