Projektförderung der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung – verliehen an Prof. Dr. med. Triantafyllos Chavakis und Dr. Eun Young Choi vom Universitätsklinikum Dresden. Damit will das Kuratorium der Stiftung ein Zeichen setzen für die Erforschung der multiplen Sklerose. Die Projektförderung läuft über zwei Jahre und ist mit 120 000 Euro dotiert.
Bernd-Tersteegen-Preis – verliehen vom Verband Deutsche Nierenzentren, Dotation: 8 000 Euro, an Prof. Dr. med. Michael Zeisberg, Universitätsmedizin Göttingen. Ausgezeichnet wurde er für seine herausragende Arbeit „Methylation determines fibroblast activation and fibrogenesis in the kidney“. In dieser Arbeit konnte erstmalig gezeigt werden, dass epigenetische Veränderungen – und dabei insbesondere die Methylierung spezifischer Gene – eine wichtige Rolle bei der Progression der chronischen Niereninsuffizienz spielen.
Förderpreis – verliehen von der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“, Dotation: 10 000 Euro, an Dr. med. Heiko Bugger, Arzt der Abteilung Kardiologie/Angiologie der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Freiburg. Bugger konnte in seiner Arbeit „Impairment in Mitochondrial Dynamics: A Novel Mechanism in Lipotoxic Heart Disease“ eine Störung der mitochondrialen Teilungs- und Verschmelzungsprozesse als neuen Pathomechanismus von Herzerkrankungen identifizieren.

1. Niedersächsischer Gesundheitspreis – verliehen von dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, der AOK Niedersachsen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Dotation: Preisgeld insgesamt: 15 000 Euro. Den ersten Preis (3 000 Euro) in der Kategorie Optimierung von Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung erhielt Prof. Dr. med. Hermann Müller, Klinikum Oldenburg, als Koordinator für den Verbund PädOnko Weser-Ems. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Vereinbarung zur Integrierten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen im Verbund PädOnko Weser-Ems“.
Förderpreis – verliehen von der Sophia-und-Fritz-Heinemann-Stiftung, Dotation: 15 000 Euro, gestiftet von der Commerzbank, an Dr. med. Stephanie Joachim, Assistenzärztin für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. Sie wird für ihre Forschungsarbeit mit dem Titel: „Die Bedeutung der T-Zell-Antwort für Ganglienzelltod im autoimmunen Glaukom-Modell“ ausgezeichnet.
UEGF-Forschungspreis – verliehen von der United European Gastroenterology Federation (UEGF), Dotation: 100 000 Euro, für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Grundlagenforschung, translationaler oder klinischer Studien. Der Preis ging an Prof. Dr. med. Pierre-Alain Clavien, Universitätsklinik Zürich, Schweiz. Im Brennpunkt seiner Forschungsarbeiten stehen die Untersuchung der Mechanismen, die der Leberregenerierung zugrunde liegen, und die Suche nach Möglichkeiten, das Wachstumspotenzial der Leber nach größeren chirurgischen Eingriffen anzuregen.
Maternité-Preis – verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin an Prof. Dr. med. Christian F.
Poets, Leiter der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin der Universität Tübingen. Der von der Firma Humana gestiftete Preis ist verbunden mit einer eigens für diesen Zweck geschaffenen Bronzeplastik einer Schwangeren.

Christa-Lorenz-ALS-Forschungspreis – verliehen von der Stiftung für medizinische Wissenschaft, Dotation: 15 000 Euro, an Prof. Dr. med. Michael T. Heneka, Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Neurowissenschaften, Universitätskliniken Bonn. Er erhielt die Auszeichnung für Studien, die sich mit der Charakterisierung und Modulation entzündlicher Mechanismen bei neurodegenerativen Erkrankungen wie amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Alzheimer beschäftigen. So gelang es seiner Arbeitsgruppe, komplexe Regulationsmechanismen der Neuroinflammation zu entschlüsseln und insbesondere die Bedeutung des noradrenergen Locus caeruleus für den Neuronenuntergang in den Projektionsarealen aufzuklären. EB
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