Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat seine Warnung vor gefährlichen Brustimplantaten erweitert. Betroffen sind ebenfalls Produkte des früheren Unternehmens GfE Medizintechnik. Die Implantate wurden unter dem Namen „TiBREEZE“ vermarktet. Auch sie enthalten das minderwertige Silikongel der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP). Das Unternehmen GfE Medizintechnik existiert nicht mehr. Die Nachfolgefirma ist pfm medical titanium.
„TiBREEZE“-Implantate enthalten das minderwertige Material der Firma PIP. Foto: dapd
Das BfArM empfiehlt nun auch für die TiBREEZE-Implantate eine vorsorgliche Entfernung. Bisher galt dies für Brustimplantate der Firmen PIP und Rofil. Der Hersteller Rofil hatte PIP-Implantate gekauft und unter seinem Namen vermarktet. Wie viele Frauen in Deutschland betroffen sind, ist nach wie vor unklar. Schätzungen zufolge könnten es bis zu 10 000 sein. Die Bundesländer erheben derzeit die Zahlen und liefern sie an das BfArM.
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Unterdessen hat eine Betroffene aus Deutschland zivilrechtliche Schritte eingeleitet. Sie hat den für die Aufklärung zuständigen Arzt verklagt, außerdem den deutschen Chemiehändler Brenntag, der das Silikon an PIP geliefert hatte, sowie den TÜV Rheinland. Der TÜV hatte PIP überprüft, so dass die Implantate das für den Verkauf von Medizinprodukten notwendige CE-Zeichen erhielten. Die Klägerin verlangt unter anderem Schmerzensgeld. Vertreten wird sie von einer Münchner Anwaltskanzlei, die mittlerweile nach eigenen Angaben rund 100 Patientinnen vertritt. Bei diesen Mandantinnen werde zunächst eine außergerichtliche Lösung angestrebt. BH
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