TECHNIK
Smartphone-App: Wie fit bin ich?
Dtsch Arztebl 2012; 109(5): A-224


Mobile Geräte zur Gesundheitskontrolle (Medi sana), die die Telekom anbietet. Foto: Deutsche Telekom
Ein Health Score zwischen 1 und 1 000 soll künftig Auskunft darüber geben, wie fit und gesund jemand ist. Je höher die Zahl, desto besser dabei die Gesundheit. Das Testverfahren ist eine gemeinsame Entwicklung von dem Schweizer Unternehmen Quentiq, der Deutschen Telekom sowie Wissenschaftlern des Universitätsspitals Zürich und des Massachusetts Institute of Technology in Boston.
Über eine kostenfreie App, ein Smartphone und andere vernetzte Geräte, wie etwa eine Digitalwaage oder ein Blutdruckmessgerät, zeichnen die Anwender ihr Ernährungsverhalten, Stresssituationen, Schlafphasen oder sportliche Aktivitäten auf. Die Fitness-App bietet beispielsweise eine Auswahl von Sportarten an und errechnet anhand gemessener Dauer und Strecke in Echtzeit, wie intensiv die Aktivität gewesen ist. Wer dabei zusätzlich einen kompatiblen Pulsfrequenzmesser trägt, kann seine Werte dadurch noch ergänzen. Die Apps sollen für mehrere Smartphone-Betriebssysteme zur Verfügung gestellt werden.
Die jeweils gemessenen Werte laden die Nutzer auf www.quentiq.com hoch. Das System wertet die Daten aus und fügt sie dem persönlichen Profil hinzu. Aus allen Daten errechnet das System den Health Score. Dieser stellt jedoch keine statische Größe dar: Sind die Nutzer aktiv und treiben Sport, steigt der Wert, ansonsten fällt er.
Die Quentiq-Software berechnet den Wert auf einer Vergleichsbasis, die nach Angaben des Unternehmens einen Umfang von rechnerisch 70 Millionen Jahren klinisch ermittelter Daten hat. Sie berücksichtigt neben Vitaldaten wie Alter, Körpergröße, Geschlecht, Gewicht oder Blutdruck auch die Lebensweise des Anwenders (Tabak- und Alkoholkonsum), seine sportlichen Aktivitäten sowie eine Selbsteinschätzung. Da es sich hier um sensible Angaben handelt, werden sämtliche Daten sicher und verschlüsselt übertragen und gespeichert.
Um auf spielerische Weise eine gesunde Lebensweise zu fördern, sind auch soziale Einsatzmöglichkeiten integriert. So können die Mitglieder beispielsweise Freunde aus sozialen Netzwerken auf die Seite einladen, sich mit Freunden vergleichen oder sie zu Wettbewerben herausfordern. Grundsätzlich entscheiden die Nutzer dabei selbst, wer ihre Daten einsehen darf. Für das Erreichen besonders guter Werte sollen die Nutzer künftig auch Preise gewinnen können. EB
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