
Für eine spezielle Versorgung von Frühgeborenen und mehr familiäre Unterstützung macht sich das Portal www.ene-mene-mini.eu stark, das die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) gemeinsam mit den nationalen Elternverbänden Europas und dem Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmen Dräger gestartet hat.
Auch wenn das medizinische Versorgungsniveau für Babys in Deutschland und den meisten europäischen Ländern hoch sei, würden die speziellen Anforderungen bei Frühchen oft nur unzureichend berücksichtigt. Ebenfalls fehle es an einer umfassenden Aufklärung zum Thema, heißt es in einer Erklärung des EFCNI. Nach einer europaweiten Erhebung über Prävention und Versorgung von Frühchen (EU Benchmarking Report 2009/2010 „Too Little, Too Late?“) könnten viele Todesfälle im Kindesalter, chronische Leiden und andere Beschwerden, die auf eine zu frühe Geburt zurückgehen, durch eine verbesserte Schwangeren- und Neugeborenenversorgung vermieden werden.
Die Initiatoren der Website fordern daher die Verankerung eines europäischen Qualitätsstandards für die Frühchenversorgung. Für Deutschland sieht der EFCNI-Report ebenfalls Handlungsbedarf. Einheitliche Qualitätsstandards zur Versorgung von Frühgeborenen in Kliniken fehlten. Auch mangele es an einer entwicklungsfördernden Betreuung ehemaliger Frühchen, lautet die Kritik. Die Webseite ist eine Informationsplattform zum Thema. Neben Wissenswertem zu Frühgeborenen und Möglichkeiten zur besseren Vorbeugung einer Frühgeburt liefert sie auch Informationen zur Versorgung auf der Frühchenstation und der Zeit nach dem Krankenhaus. EB
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