MEDIZIN: Diskussion
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Dtsch Arztebl Int 2012; 109(7): 132; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0132b


Wie in unserem Artikel ausgeführt, steht die Möglichkeit zum Erwerb der EMAH (Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern)-Zusatzqualifikation sowohl Kinderkardiologen wie Erwachsenenkardiologen offen. Die Betreuung dieser Patienten erfordert fraglos die enge Zusammenarbeit von Erwachsenenkardiologen und Kinderkardiologen in einer definierten Struktur, wie das in den Kriterien für EMAH-Zentren und Schwerpunktpraxen von den Fachgesellschaften auch festgelegt wurde. Mit der „nahtlosen Überführung“ war die Übernahme der Betreuung durch eine solche Einrichtung, wo immer angesiedelt, gemeint. In jedem Fall sollen hier kinderkardiologische und erwachsenenkardiologische Expertise zusammenfließen. Weder eine kinderkardiologische noch eine erwachsenenkardiologische Einrichtung erfüllt per se die Kriterien eines EMAH-Zentrums. Deshalb hat jetzt auch der Prozess der Zertifizierung überregionaler EMAH-Zentren durch die Fachgesellschaften begonnen, in dem überprüft wird, ob tatsächlich alle Voraussetzungen für die leitliniengerechte Betreuung von EMAH-Patienten gegeben sind. Überregionale EMAH-Zentren sollen in Netzwerken mit regionalen EMAH-Zentren und niedergelassenen EMAH-Kardiologen (Kinder- und Erwachsenenkardiologen mit EMAH-Zusatzqualifikation) fungieren.
Herr Kollege Riedel hat völlig recht, dass es erhebliche Probleme bei der Abrechnung der Leistungen für Kinderkardiologen bei der Betreuung von EMAH-Patienten gibt, deren sich die Interdisziplinäre Task Force bewusst war (1). Hier ist bisher leider kein einheitliches Vorgehen in Sicht. Wir hoffen, dass wir damit etwaige Missverständnisse klären konnten.
DOI: 10.3238/arztebl.2012.0132b
Dr. Dr. med. Gerhard-Paul Diller
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Günter Breithardt
Prof. Dr. med. Helmut Baumgartner
Kardiologisches Zentrum für Erwachsene mit
angeborenen (EMAH) und erworbenen Herzfehlern
Universitätsklinikum Münster
helmut.baumgartner@ukmuenster.de
Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.
1.
Kaemmerer H, Breithardt G; Kommission für Klinische Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie: Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung der interdisziplinären Versorgung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern. Clin Res Cardiol 2006; 95 Suppl 4: 76–84
MEDLINE
2.
Diller GP, Breithardt G, Baumgartner H: Congenital heart defects in adulthood. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(26): 452–9
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