AKTUELL
Radiologie: Initiative „Medizin mit Durchblick“
Dtsch Arztebl 2012; 109(8): A-345 / B-301 / C-297

Mit Broschüren und Plakaten für das Wartezimmer sowie Informationen im Internet (www.medizin-mit-durchblick.de) wollen die Radiologen Patientinnen und Patienten über ihr Leistungsspektrum informieren. „Die Radiologie ist eine Schlüsseldisziplin in der Patientenversorgung“, erklärte der Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft, Prof. Dr. med. Michael Forsting. Rund 80 Prozent aller schwerwiegenden Erkrankungen würden durch die medizinische Bildgebung diagnostiziert. Doch bei den Patienten sei das Leistungsspektrum der Radiologen weitgehend unbekannt. Mit ihrer Informationsinitiative wollen die Radiologen nun über ihre Arbeit, ihre diagnostische Kompetenz, die verschiedenen Bildgebungsmethoden und die Risiken der Strahlenbelastung aufklären. Es gehe auch darum, den Patienten die Angst vor Strahlung in der Medizin zu nehmen, ergänzte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie, Prof. Dr. med. Jürgen Dunst.
Auslöser für die Informationsinitiative war eine Umfrage, die die Deutsche Röntgengesellschaft gemeinsam mit den Fachgesellschaften für Nuklearmedizin und Strahlentherapie im vergangenen Herbst in Auftrag gegeben hatte. Danach identifizierten nur 37 Prozent der Befragten die Röntgenaufnahme als radiologische Leistung. Schnittbildverfahren wie die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie klassifizierten lediglich 13 Prozent als radiologische Leistung. HK
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