BRIEFE
Endoprothesen: Gut und besser
Dtsch Arztebl 2012; 109(9): A-430 / B-370 / C-366


Das „Bessere“ ist der Gegner des „Guten“. „Gut“ ist ohne Zweifel die Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC) und verschiedener Beteiligter für ein Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). Dieses haben wir natürlich im Gegensatz zu der Annahme des Autors des Leserbriefs „Mit Sicherheit mehr Qualität“ durchaus zeitgerecht zur Kenntnis genommen! „Besser“ aber noch könnte ein Hüftgelenksendoprothesenregister vom Typ einer völlig unabhängigen, selbstständigen Institution wirken, das am besten mit allen Informations- und Zugriffsmöglichkeiten des schwedischen Registers als ganz unabhängige und selbstständige in jeder Hinsicht für jedermann von außen erkennbar eigenständige Einrichtung, zum Beispiel als nachgeordnete selbstständige Institution des Gemeinsamen Bundesausschusses/G-BA über seinen eigenen Haushalt verfügt, für den – wie in Schweden – zum Beispiel außer den derzeitigen Trägern des EPRD auch alle anderen tangierten Gruppierungen ihren finanziellen Beitrag an den G-BA leisten. Mit Blick auf das schwedische Implantatregister lässt sich in etwa ermessen, welche Einsparungen in Deutschland möglich wären. Aus diesem enormen Rückbehalt könnte weit mehr als eine ausreichende Finanzierung eines Endoprothesenregisters sichergestellt werden durch die betroffenen Kostenträger. Mit Nebenwirkungen und Problemen bei Implantaten und Endoprothesen befassen wir uns seit 40 Jahren. Denn an der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München liegt es nahe, sich mit medizinischen Fragen zu befassen, die mit „Technik“ zusammenhängen.
Prof. Dr. med. Dr. phil. Siegfried Borelli, Dr. med. Peter Schnabel, Noxenkatalog-Datenbank/Krankheiten des gesamten Menschen durch Schadenskontakte aller Art bei der TU München, c/o Klinik für Dermatologie und Allergologie, 80802 München
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