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EHEC-HUS-Erkrankte: Spätfolgen bei bis zu zehn Prozent der Patienten
Dtsch Arztebl 2012; 109(9): A-396 / B-343 / C-339


Enterohämorrhagische E. coli (EHEC) lösten im vergangenen Jahr schwere Erkrankungen aus. Foto: picture alliance/Manfred Rohde, HZI
Die meisten der im Sommer 2011 am Darmerreger EHEC erkrankten Patienten sind wieder völlig gesund. Nur wenige der 4 800 Betroffenen, die sich in Deutschland infiziert hatten, seien noch immer in Behandlung, sagte Prof. Dr. med. Joachim Röther, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Asklepios-Klinik Altona in Hamburg, auf einer Tagung der Neurointensiv- und Notfallmedizin. Dem Robert-Koch-Institut zufolge sind „nur“ 3 800 der Infektionen auf die von den Sprossen ausgelöste Epidemie zurückzuführen, da jedes Jahr ohnehin 1 000 Patienten an EHEC erkrankten.
Von den 852 Menschen, die im Rahmen der EHEC-Infektion als Komplikation das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) entwickelt hatten, leiden fünf bis zehn Prozent an bleibenden neurologischen Schäden wie Bewegungs- oder Sprachstörungen, wie Röther bemerkte. Damals wurden bei 50 Prozent der HUS-Patienten neurologische Störungen diagnostiziert, von diesen litten 20 Prozent an epileptischen Anfällen. Röther empfiehlt im Fall künftiger Epidemien die frühzeitige interdisziplinäre Behandlung mit Neurologen. mk
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