Die Agentur deutscher Arztnetze ist zufrieden mit der Entwicklung ihrer Mitgliederzahlen. Bei der Gründung im Juli 2011 zählten 14 Kooperationen dazu, nun sind es 20 Netze. Weitere haben ihr Interesse bekundet. „Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz“, sagte der Vorsitzende, Dr. med. Veit Wambach, am Rande der Versorgungsmesse der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin.
Wambach, selbst Netzarzt, und seine Kollegen verfolgen derzeit mit Interesse die Umsetzung einer Regelung aus dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz (VStG), die Arztnetzen mehr Spielraum geben soll. Danach muss die KBV Richtlinien entwickeln, die die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vor Ort verwenden können, um förderungswürdige Netze zu identifizieren und ihnen Honoraranteile für die Versorgung von Patienten zu überlassen. Die Richtlinie soll bis zum Herbst fertig sein und am 1. Januar 2013 in Kraft treten.
Anzeige
„Erstmals würdigt der Gesetzgeber damit das Potenzial vernetzter Strukturen“, lobte Wambach. Die Unterstützung der Netze geschehe zudem nicht in Konkurrenz zur Regelversorgung, sondern ergänze die bestehenden Strukturen. Fachleute gehen gleichwohl davon aus, dass die Umsetzung der Regelung im VStG noch viele Diskussionen nach sich ziehen wird. Während einige KVen offen für die Förderung von Netzen sind, gelten andere als eher ablehnend. Unterschiedliche Auffassungen gibt es auch dazu, wie weit Netze entwickelt sein müssen, damit sie Budgetverantwortung übernehmen können. Rie
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.