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PERSONALIEN

Michael Stückl: Nach Dienstschluss in den Jazzclub

Dtsch Arztebl 2012; 109(12): A-597 / B-517 / C-513

Protschka, Johanna

Michael Stückl, Foto: privat

Dass Ärzte nach Dienstschluss gemeinsam in einen Jazzclub gehen, ist sicher nicht alltäglich, für Michael Stückl aber nicht ungewöhnlich. Der Mediziner ist erster Vorsitzender des Förderkreises Jazz und Malerei München e.V., der den über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Münchner Jazzclub „Die Unterfahrt“ betreibt. Daher kann er ein Treffen mit Kollegen auch mal mit guter Musik verbinden.

Stückl schloss sein Medizinstudium 1997 an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab und begann 1998 seine Tätigkeit als Assistenzarzt an der Klinik Augustinum München. Seit 2001 arbeitet er im Bereich Medizincontrolling und Krankenhaus-IT. Seine Liebe zum Jazz hat Stückl schon früh entdeckt. Bereits als 17-Jähriger veranstaltete er Konzerte in seiner Heimatstadt Oberammergau. Als er in den 1980er Jahren zum Studieren nach München kam, hat er sich spontan in „Der Unterfahrt“ als Kellner beworben, um sein Studium zu finanzieren. Schließlich bot er dem damals in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Club an, sich um die Finanzen und die Werbung zu kümmern. Seither setzt er sich ehrenamtlich für das Fortbestehen „Der Unterfahrt“ ein. Für sein Engagement zeichnete die Stadt München Stückl 2008 mit der Medaille „München leuchtet“ aus. Auf die Frage, warum er diese Belastung auf sich nimmt, antwortet Stückl: „Ich empfinde das gar nicht als eine Belastung, sondern als eine Bereicherung.“ Es sei großartig, den Jazz immer wieder hautnah erleben zu können. „Die Unterfahrt“ existiert seit fast 35 Jahren und hat Musikergrößen aus der ganzen Welt zu Gast. Johanna Protschka

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