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BERUF

Krankenhäuser: Fortschreitende Digitalisierung

Dtsch Arztebl 2012; 109(13): [83] / [83] / [83]

EB

Der IT-Report Gesundheitswesen 2012 der Hochschule Osnabrück gibt zum fünften Mal einen Überblick über die IT-Welt der Krankenhäuser. Diese umfasst nicht nur administrative Buchungs- und klinische Dokumentationssysteme, sondern auch medizintechnische Geräte und liefert Gesamtlösungen für die Kernprozesse der Krankenversorgung in einer Einrichtung sowie einrichtungsübergreifend.

Laut IT-Report hat die Verbreitung von IT-Systemen für die verschiedensten Aufgaben deutlich zugenommen. Hatte noch 2005/2006 nur jedes zwölfte Krankenhaus eine elektronische Patientenakte (ePA) implementiert, sind inzwischen in fast jedem vierten Krankenhaus elektronische Akten komplett und in jedem dritten Haus mindestens in einer Einheit verfügbar. Darüber hinaus wird in jedem dritten Haus vollständig elektronisch archiviert, und ein gutes weiteres Drittel befasst sich intensiv mit der Thematik. Aber noch nicht einmal jedes 20. Krankenhaus setzt elektronische Signaturen für den Großteil der primär elektronischen Dokumente ein.

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Nach Angaben der befragten IT-Leiter werden künftig die ePA und die Aktualisierung bestehender Systeme beziehungsweise die Einführung neuer IT-Systeme die Aktivitäten dominieren. Dabei binden Supportaufgaben sowohl im Hard- wie im Softwarebereich die meisten Personalkapazitäten. Der Bedarf an Systemintegration bleibt konstant hoch. Mehr als 40 Prozent der Krankenhäuser besitzen ein Krankenhausinformationssystem (KIS), das sich aus Teilsystemen unterschiedlicher Hersteller zusammensetzt und seine Daten überwiegend dezentral speichert. Selbst diejenigen Häuser, die ihr KIS als technisch homogen mit zentraler Datenhaltung bezeichnen, setzen zusätzlich einen Kommunikationsserver ein.

Zur Herausforderung wird die Systemintegration dann, wenn nicht genug IT-Personal vorhanden ist. Diesen Punkt beklagen die IT-Leiter an erster Stelle. So haben die meisten Krankenhäuser hierfür weniger als fünf Vollzeitstellen zur Verfügung. Dabei hängt die Zahl der Vollzeitstellen von der Größe des Krankenhauses ab. Aber selbst bei Krankenhäusern mit 500 bis 1 000 Betten hat die Mehrzahl weniger als zehn Vollzeitstellen zur Betreuung einer IT-Landschaft. Insgesamt betreut über alle Häuser gemittelt ein Vollzeitmitarbeiter 70 Betten IT-mäßig.

Der IT-Report wird in der Schriftenreihe des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr veröffentlicht. Seine Ergebnisse sind frei verfügbar unter www.it-report-gesundheitswesen.info. Für teilnehmende Krankenhäuser besteht die Möglichkeit, sich hinsichtlich ihrer Bezugsgruppe benchmarken zu lassen. EB


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