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Arzneimittelversorgung: Apotheker wollen mehr Honorar
Dtsch Arztebl 2012; 109(15): A-736 / B-640 / C-636


Die Fixpauschale pro Packung muss sich nach Meinung der Apotheker erhöhen. Foto: Fotolia
Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fordert eine Anpassung des Apothekerhonorars. 624 Millionen Euro wären den Apothekern zufolge insgesamt nötig, um die wirtschaftlichen Defizite der vergangenen Jahre auszugleichen. Ein Grund sei der durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz erhöhte Zwangsabschlag. „Wir betreiben Apotheke 2012 zu den Kosten von heute und den Einnahmen von vor acht Jahren“, beklagte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf Ende März in Berlin.
Konkret fordern die Apotheker eine Erhöhung ihrer festen Vergütungspauschale (Fixpauschale) von derzeit 8,10 Euro auf 9,14 Euro pro abgegebener Packung. Außerdem müssten eine pauschale Vergütung für Nacht- und Notdienste eingeführt und die Rezepturzuschläge angepasst werden, da gerade bei den Bereitschaftsdiensten in ländlichen Regionen den geringen Erträgen hohe Kosten gegenüberstünden.
Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands, wies auf die Entkoppelung der Ertragssituation von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung hin: „Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung sind zwischen 2001 und 2011 um 35 Prozent gestiegen – die gleichen Zuwächse sehen wir bei den Kosten für die Krankenhausbehandlung und den Honoraren der Ärzte. Das Apothekerhonorar hingegen weist im selben Zeitraum ein Plus von mageren 2,4 Prozent auf.“ ER
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