Rote-Hand-Brief zu neuen Kontraindikationen für Strontiumranelat (Protelos®) – Strontiumranelat ist zugelassen zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen, um das Risiko von Wirbelsäulen- und Hüftfrakturen zu reduzieren.
Der Hersteller (Servier) informiert in einem Rote-Hand-Brief, dass Strontiumranelat jetzt kontraindiziert ist bei Patientinnen mit akuten venösen Thromboembolien (VTE) oder VTE in der Vorgeschichte, einschließlich tiefer Venenthrombose und Lungenembolie. Auch bei vorübergehender oder dauerhafter Immobilisierung, zum Beispiel aufgrund von postoperativer oder sonstiger längerer Bettruhe, sollte es nicht – und bei Patientinnen über 80 Jahre mit Risiko für VTE nur mit Vorsicht – angewandt werden. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur hat im Rahmen eines europäischen Bewertungsverfahrens alle verfügbaren Daten zu VTE aus klinischen Studien, epidemiologischen Studien und Untersuchungen nach der Markteinführung von Strontiumranelat überprüft. Um das Risiko von VTE zu minimieren, wurde die Produktinformation um die neuen Kontraindikationen ergänzt.
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Lieferunfähigkeit für Hepatitis-A-Typhus-Kombinationsimpfstoff Hepatyrix® – Derzeit bestehen weltweite Lieferengpässe bei den Typhusimpfstoffen Typherix® (Typhus-Vi-Polysaccharid-Impfstoff, seit August 2011) und nun auch bei Hepatyrix (kombinierter Hepatitis-A- und Typhus-Vi-Polysaccharid-Impfstoff, ab April 2012) bis voraussichtlich Mitte 2014.
Die Lieferengpässe sind nicht durch Probleme mit der Qualität oder Sicherheit verursacht, sondern durch Verzögerungen bei der Fertigstellung einer neuen Impfstoff-Produktionsstätte des Herstellers. Es sind alternative Impfstoffe verfügbar, zum Beispiel Typhim Vi und Typhoral L als Typhus-Monoimpfstoffe sowie Viatim als Hepatitis A-Typhus-Kombinationsimpfstoff. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Typhusausbruchs hat Glaxosmithkline kleine Mengen der Impfstoffe als Notfallbestand vorrätig. Informationen unter: www.gesundheit.gsk.com. EB
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