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Deutsche Stiftung Organtransplantation: Stiftungsrat zieht Konsequenzen aus der Kritik

Dtsch Arztebl 2012; 109(20): A-996 / B-860 / C-852

Siegmund-Schultze, Nicola

Das Image ist angekratzt: Die DSO steht seit Monaten in der Kritik. Foto: DSO

In der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die bundesweit die postmortale Organspende koordiniert, müssen Transparenz, Führungs- und Organisationskultur verbessert werden. Der Stiftungsrat der DSO hat mit einem Eckpunktepapier für ein Bündel von Maßnahmen auf die anhaltende Kritik der vergangenen Monate reagiert (dazu auch „Ein Gutachten und seine Folgen“ in DÄ, Heft 18/2012).

Die öffentlichen Diskussionen über die DSO waren ausgelöst worden durch einen anonymen, offenen Brief von DSO-Mitarbeitern. Im Zentrum der Kritik standen der medizinische und der kaufmännische Vorstand der DSO, Prof. Dr. med. Günter Kirste und Dr. rer. pol. Thomas Beck. Ihnen wurde Vetternwirtschaft und ein teilweise unangemessener Umgang mit Krankenkassengeldern vorgeworfen, aus denen sich die DSO finanziert. Außerdem mangele es an Strategien, um die Rate der postmortalen Organspenden zu erhöhen.

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Nachdem ein externes Wirtschaftsprüfungsunternehmen zwar kein strafrechtlich relevantes Verhalten und keine persönliche Bereicherung des Vorstands, wohl aber einen Verstoß gegen die Geschäftsordnung der DSO bei den Ausgaben festgestellt hatte, kündigte der Stiftungsratsvorsitzende, Prof. Dr. med. Wolf-Otto Bechstein von der Universitätsklinik Frankfurt am Main, Strukturveränderungen in der DSO an. Nun hat der Stiftungsrat „Eckpunkte für einen „Masterplan für die weitere Entwicklung der DSO“, vorgelegt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung. Danach soll die Satzung der DSO im Hinblick auf mögliche Veränderungen in der Zusammensetzung des Stiftungsrats geprüft werden. Unter anderem wird diskutiert, einen Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit in den Stiftungsrat aufzunehmen. Zu prüfen seien Änderungen bei der Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Stiftungsrat, Kompetenzen des Vorstands und die Regelungen zur Zusammenarbeit und mit den Geschäftsführenden Ärzten. Die Wirtschaftsergebnisse sollten künftig transparenter dargestellt werden.

Der kaufmännische DSO-Vorstand Beck ist inzwischen zurückgetreten. nsi

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