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SPEKTRUM: Bücher

Stressechokardiographie

Dtsch Arztebl 1998; 95(33): A-1944 / B-1640 / C-1534

Haug, Günter

Kardiologie
Grundlagen
Günter Haug (Hrsg.): Stressechokardiographie. Praktischer Leitfaden für die Klinik und Praxis, Rehabilitation, Sozialmedizin und Sportmedizin, 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt, 1998, XX, 439 Seiten, gebunden, 168 DM
Die Streßechokardiographie ist unter den kardiologischen Methoden ein "shooting star", welcher innerhalb kürzester Zeit zum Renner wurde. Die Gründe hierfür sind vielfältig: die gute Aussagekraft, die leicht zu erlernende Technik, die Aussicht, auf nuklearmedizinische Methoden verzichten zu können. Die "Belastung" mit Dobutamin als Stressor hat insbesondere zur Verbreitung der Methode beigetragen. Um so wichtiger sind Grundlagen und kritische Beurteilungshilfen. Diese sind in diesem Band in großem Umfang gegeben. Im deutschsprachigen Bereich gibt es kein vergleichbares Buch.
Behandelt werden die pathophysiologischen Grundlagen sowie die verschiedenen methodischen Ansätze bis hin zur Gewebe-Doppler-Technik. Die Beurteilung ist ebenso ausführlich dargestellt wie die Liste der Indikationen, Kontraindikationen und die vergleichende Wertung zu anderen diagnostischen Verfahren. Wichtig ist vor allem auch ein Abschnitt über die Qualitätssicherung, wenngleich hier die aktuellen Bemühungen der nationalen und internationalen Gremien nicht oder nur unzureichend beachtet werden. Hilfreich wiederum sind die abschließenden Empfehlungen und Hilfen für die Praxis.
Der Band ist sicher für jeden, der diese Methode anwendet, eine große Hilfe. Einige kritische Anmerkungen sind aber notwendig: Der Aufbau des Buches mit mehreren Kapiteln zur Methodik ist verwirrend, unnötige Wiederholungen sind recht häufig. Die klassischen aktuellen nationalen und internationalen Standardrichtlinien zu Belastungsuntersuchungen sollten ergänzend erwähnt werden. Wer weiterführende Literatur sucht, findet zwar ein umfangreiches Literaturverzeichnis, die Angaben sind aber selten im Text selbst, sondern überwiegend am Ende eines Abschnittes oder Kapitels zu finden. Diese Form der Literaturangaben ist allgemein nicht üblich und wenig hilfreich.
Bei einer neuen Auflage sollte der Aufbau vor allem im Hinblick auf das methodische Vorgehen gestrafft werden. Abgesehen von diesen Anmerkungen, ist dies ein Buch, das jedem, der Streßechokardiogramme vornimmt, sehr empfohlen werden kann.
Herbert Löllgen,
Remscheid
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