72 Artikel im Heft, Seite 43 von 72

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Burn-out: Wo bleibt die Arbeitsmedizin?

Dtsch Arztebl 2012; 109(22-23): A-1189 / B-1023 / C-1015

Piontkowski, Kordula

Herr Prof. Dr. Berger et al. geben in ihrem Artikel eine weitgehend korrekte Zusammenfassung des Positionspapiers der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde zum Thema Burn-out wieder. Leider unterschlagen sie die wichtige Rolle der Betriebsärzte beziehungsweise Fachärzte für Arbeitsmedizin. Im Positionspapier wird berechtigterweise festgestellt, dass „die Belastung am Arbeitsplatz . . . in dieser Konstellation begleitend zur störungsspezifischen Therapie Gegenstand der Behandlung sein“ muss. Darüber hinaus wird betont, dass „Therapie . . . darauf hinwirken“ soll, „dass Menschen mit Burn-out-Beschwerden ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird, der ein arbeitsbedingtes Wiedererkrankungsrisiko minimiert. Zu diesem Zweck ist eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsstellen erforderlich“.

Genau an dieser Schnittstelle sind die zuständigen Betriebsärzte von zentraler Bedeutung. Nur sie können in Kenntnis der Arbeitsplatzbedingungen und der Erkrankungshintergründe auf dieser Ebene präventiv eingreifen und die Wiedereingliederung belastbar gestalten.

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Prävention ist das primäre Ziel der Arbeitsmedizin – sowohl personen- wie systembezogen. Zur Erzielung eines nachhaltigen Therapieerfolges ist aus meiner langjährigen Erfahrung die Zusammenarbeit von Arbeitsmedizinern und Psychotherapeuten dringend erforderlich. Auch diesem Gedanken wird das Positionspapier erfreulicherweise gerecht, indem es „eine Stärkung der Position und der Einflussmöglichkeiten der Betriebsärzte“ für „wünschenswert“ hält. Arbeitsmediziner sind somit unverzichtbare Partner für die Therapie von „Burn-out“ . . .

Dr. Kordula Piontkowski, BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH,
48155 Münster


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