BRIEFE
Bürokratie: Auskommen für Theoretiker
Dtsch Arztebl 2012; 109(22-23): A-1187 / B-1022 / C-1014

Neben dem immer komplizierteren Abrechnungssystem, wie in diesem Artikel sehr richtig beschrieben, ist es zusätzlich in den letzten Jahren zu einer Inflation von Qualitätsmanagement- und Evaluationsverfahren im Gesundheitswesen gekommen. Diese Verfahren werden häufig von patientenfernen Dienstleistern induziert, die erforderliche Datenerfassung wird aber von ärztlichen Leistungserbringern erwartet und erbracht. Aber führen diese bürokratischen Maßnahmen überhaupt zu einer Verbesserung der Behandlungsqualität? Sicher ist nur, dass kostbare Zeit der Ärzte, Geld der Beitragszahler verbraucht werden und viele patientenferne Theoretiker ihr Auskommen haben.
Dr. med. Thomas Friedrich Weigel, 65193 Wiesbaden,
Dr. med. Matthias Kamm, 51069 Köln
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