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Weltnichtrauchertag: Deutsche Filme haben die meisten Rauchszenen
Dtsch Arztebl 2012; 109(22-23): A-1118 / B-962 / C-954

Unter dem Motto „Lass dich nicht einwickeln“ machten die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen, beide Bonn, anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai darauf aufmerksam, dass vom Rauchen letztlich nur die Tabakindustrie profitiert. „Wir wollen diesmal vor allem junge Menschen dafür sensibilisieren, dass Rauchen kein Symbol für Freiheit und Genuss ist, wie die Werbung vermittelt, sondern abhängig und krank macht“, sagte Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Krebshilfe. 160 000 von 490 000 Krebsneuerkrankungen seien vermeidbar, wenn nicht geraucht würde.

Ein Drittel der Krebsneuerkrankungen wäre durch den Verzicht auf das Rauchen vermeidbar. Foto: Fotolia/ricky_68fr
Handlungsbedarf sehen Aktionsbündnis und Krebshilfe bei Filmen und Fernsehsendungen. Dort solle auf Szenen verzichtet werden, in denen geraucht werde. „In deutschen Filmen wird mehr als doppelt so häufig geraucht wie in Filmen aus anderen Ländern“, fand Prof. Dr. Rainer Hanewinkel, Institut für Therapie und Gesundheitsforschung, Kiel, in einer Studie heraus. Die wenigsten Rauchszenen zeigten große Hollywood-Produktionen. Die Studie ermittelte einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Tabakkonsum und der Anzahl der gesehenen Tabakszenen.
Das Aktionsbündnis und die Krebshilfe fordern außerdem in allen Bundesländern Nichtraucherschutzgesetze nach dem Vorbild in Bayern oder im Saarland. PB
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