MEDIZIN: Diskussion
Wärmetherapie – einfache Akutbehandlung
Heat Therapy —Simple Treatment for Acute Insects Stings
Dtsch Arztebl Int 2012; 109(27-28): 494; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0494a


In dem umfassenden Beitrag (1) vermisse ich einen Hinweis auf die sehr einfache und gefahrlose Akutbehandlung von Insektenstichen durch den Patienten selbst oder seine Begleiter: Die Wärmetherapie. Als Hausarzt habe ich in 25 Jahren damit immer Erfolg gehabt. Offensichtlich verhalten sich die meisten Insektengifte thermolabil bereits bei Temperaturen um 50 °C an der Einstichstelle. Die praktische Durchführung ist denkbar einfach; man hält ein Geldstück mit Daumen und Zeigefinger so lange in eine offene Flamme (zum Beispiel Feuerzeug), wie es erträglich ist und drückt die Münze dann unverzüglich für circa zehn Sekunden auf die Einstichstelle. Der Vorgang wird wiederholt. Innerhalb von zwei bis drei Minuten sind die Symptome beseitigt. Für empfindliche Patienten und vor allem für Kinder ist ein batteriebetriebener Wärmestift auf dem Markt, mit dem sich eine gut reproduzierbare punktuelle Erwärmung der Einstichstelle von 50 °C erzielen lässt. Theoretisch sollte diese Behandlung möglichst zeitnah nach dem Stich durchgeführt werden. Ich habe aber auch noch 20 Minuten nach zwei Hornissenstichen den vollen Effekt gesehen.
DOI: 10.3238/arztebl.2012.0494a
Dr. med. Axel Tobüren
Dülmen, a.tobueren@t-online.de
Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.
1.
Przybilla B, Ruëff F: Insect stings: clinical features and management. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(13): 238–48.
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