70 Artikel im Heft, Seite 4 von 70

AKTUELL

Schmerzmittel: Packungsgröße soll begrenzt werden

Dtsch Arztebl 2012; 109(27-28): A-1400 / B-1212 / C-1192

Hibbeler, Birgit

Höchstens zehn Gramm Paracetamol können Patienten ohne Rezept kaufen. Grund ist die leberschädigende Wirkung. Foto: dpa

Die Packungsgröße von Schmerzmitteln im freien Verkauf soll beschränkt werden. Das hat der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 26. Juni gefordert. Apothekenkunden ohne Rezept sollen von den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen künftig nur noch die Menge von höchstens vier maximalen Tagesdosen erhalten. Größere Packungen sollen verschreibungspflichtig werden. Den Vorschlag muss nun das Bundesgesundheitsministerium prüfen.

BfArM-Präsident Prof. Dr. Walter Schwerdtfeger begrüßte das Votum des Ausschusses als Beitrag zum Verbraucherschutz: „Für uns als Überwachungsbehörde steht außer Frage, dass eine übermäßige Anwendung von Schmerzmitteln im Einzelfall schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann.“ Risiken bestünden, wenn Schmerzmittel ohne ärztliche Kontrolle mehr als vier Tage eingenommen würden. „Vielen Patienten sind diese Risiken aber nicht ausreichend bewusst“, sagte Schwerdtfeger.

Anzeige

Die Obergrenze für den freien Verkauf von Paracetamol soll unterdessen bestehen bleiben. Wegen seiner leberschädigenden Wirkung ist die rezeptfrei erhältliche Menge bereits auf zehn Gramm beschränkt. Dem Sachverständigenausschuss lag ein Antrag vor, Paracetamol generell der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Das lehnte das Gremium aber ab. BH


Drucken Versenden Teilen Leserbrief
70 Artikel im Heft, Seite 4 von 70

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

geodom
am Sonntag, 12. August 2012, 17:34

Logik?

Es ist ja schön, dass es eine Obergrenze gibt. Nur wie sieht das in der Praxis aus? Wenn ich 10 Apotheken aufgesucht habe und 10 X die Obergrenze gekauft habe, dann bin ich ja wohl 10 X in Besitz der Obergrenze. Und davon ab, was ist mit dem Verkauf im europ. Ausland? Also sowohl das Ideal der Vorstellung, wie auch die Alltäglichkeit lässt sich wohl kaum unter einen Hut bringen.
 Zeitraum HTML PDF 
5 / 2013 15 1
4 / 2013 15 0
3 / 2013 18 0
2 / 2013 17 0
1 / 2013 11 0
12 / 2012 6 0
2013 76 1
2012 248 16
Total 324 17

Leserbriefe

Alle Leserbriefe zum Thema

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in