70 Artikel im Heft, Seite 8 von 70

AKTUELL

US-Gesundheitsreform: Obama erringt Sieg vor Gericht

Dtsch Arztebl 2012; 109(27-28): A-1402 / B-1214 / C-1194

Schmitt-Sausen, Nora

Befürworter der Gesundheitsreform hatten sich zur Urteilsverkündung in Washington versammelt. Foto: picture alliance

Der Oberste Gerichtshof in den USA hat am 28. Juni die Verfassungsmäßigkeit der Gesundheitsreform betätigt. Für die Regierung von Barack Obama ist dies ein wichtiger Sieg. Der Präsident hatte sein gesamtes politisches Gewicht in die Waagschale geworfen, um die hochumstrittene Reform vor zwei Jahren durch den Senat zu bringen. Das Ringen um Obamas Prestigeprojekt hatte die politischen Lager in den USA tief gespalten.

Herzstück des Gesetzes ist, von 2014 an eine Pflicht zur Krankenversicherung einzuführen. 32 Millionen nichtversicherten US-Amerikanern soll damit der Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglicht werden, teils mit staatlicher Unterstützung. 26 Bundesstaaten hatten gegen das Gesetz geklagt. Die Politik überschreite mit dem Zwang zur Krankenversicherung ihre Kompetenzen, lautete die Argumentation.

Anzeige

Obama bezeichnete das Urteil als Sieg für alle US-Bürger. Die Entscheidung des Obersten Gerichts gebe den Amerikanern mehr Sicherheit. Allerdings begrenzt das Gericht den Umfang der Ausweitung von Medicaid, dem staatlichen Versicherungsprogramm für sozial Schwache. Durch eine Aufnahme in das Programm sollte der Großteil der Nichtversicherten künftig Versicherungsschutz erhalten.

Die Republikaner haben angekündigt, die Reform weiter politisch zu bekämpfen. Mitt Romney, Herausforderer von Barack Obama bei der Präsidentschaftswahl am 6. November, will das Gesetz im Falle eines Wahlsiegs zurücknehmen. Die Reform sei ein Jobvernichter, führe zu Steuererhöhungen und belaste den ohnehin maroden US-Haushalt. nos


Drucken Versenden Teilen Leserbrief
70 Artikel im Heft, Seite 8 von 70

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

geodom
am Sonntag, 12. August 2012, 17:47

Halbwahrheiten

"32 Millionen nichtversicherten US-Amerikanern soll damit der Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglicht werden"..
Die 32 Millionen haben auch ohne Versicherung sehr wohl einen Zugang zur Versorgung. Ebenso wie hier in der BRD, wird auch in den USA kein Kranker vor der Tür dem Tod überlassen. Die Behauptung das Menschen in den USA nicht behandelt werden entspringt wohl eher der Propaganda, als vielmehr der Realität. Sicher bezieht sich die Behandlung auf das Notwendigste, die ist aber in vielen anderen Ländern auch nicht anders. Als Beispiel sei hier nur mal Zometa genannt, was auch nicht jeder Kassenpatient im Rahmen seiner Chemotherapie bezahlt bekommt.
 Zeitraum HTML PDF 
5 / 2013 6 0
4 / 2013 12 0
3 / 2013 13 0
2 / 2013 25 3
1 / 2013 4 0
12 / 2012 9 0
2013 60 3
2012 185 33
Total 245 36

Leserbriefe

Alle Leserbriefe zum Thema

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in