MEDIZIN: Originalarbeit

Prävention des Tabakkonsums bei Schülern

Positive Effekte eines klinikbasierten Interventionsprogramms

Smoking prevention in school students—positive effects of a hospital-based intervention

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(44): 746-52; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0746

Stamm-Balderjahn, Sabine; Groneberg, David A.; Kusma, Bianca; Jagota, Anita; Schönfeld, Nicolas

Hintergrund: Obwohl der Zigarettenkonsum bei Jugendlichen in den letzten Jahren rückläufig ist, rauchten im Jahr 2011 noch immer 11,7 % der 12- bis 17-Jährigen. Im jungen Erwachsenenalter von 18–25 Jahren ist die Prävalenz des Rauchens mit 36,8 % weiterhin sehr hoch. Daher wurde das Interventionsprogramm „Schüler in der Klinik“ entwickelt, das mit einer interaktiven Informationsveranstaltung über gesundheitliche, individuelle und gesellschaftliche Aspekte des Rauchens aufklärt. Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit des Programms zu überprüfen.

Methode: Von September 2007 bis Juli 2008 wurde in Berlin eine anonyme Fragebogenerhebung im quasi-experimentellen Kontrollgruppen-Design zwei Wochen vor (t1) und sechs Monate nach (t2) der Intervention durchgeführt, an der 760 Schüler teilnahmen.

Ergebnisse: Die Raucherquote unter den Teilnehmern lag bei 40,8 %, davon rauchten 79 % Wasserpfeife. In der Interventionsgruppe begannen im Beobachtungszeitraum deutlich weniger Schüler mit dem Rauchen als in der Kontrollgruppe (6 [3,3 %] versus 26 [13,1 %], p < 0,001). Die Chance, abstinent zu bleiben, war für am Programm teilnehmende Schüler viermal höher als für diejenigen, die nicht teilnahmen (Odds Ratio [OR]: 4,14; 95-%-Konfidenzintervall [KI]: 1,66–10,36). Weibliche Teilnehmer profitierten stärker von der Intervention als männliche (OR: 2,56; 95-%-KI: 1,06–6,19). Mit dem Rauchen aufgehört hatten in der Interventionsgruppe 22 (16,1 %), in der Kontrollgruppe 19 (17,6 %) Schüler (p > 0,05).

Schlussfolgerung: Für das Interventionsprogramm konnte ein primärpräventiver Effekt nachgewiesen werden, es bewirkte aber keinen Rauchstopp bei Tabakkonsumenten.

Der Tabakkonsum ist weltweit die Hauptursache für vermeidbare Todesfälle (1). In Deutschland ist das Rauchen noch immer verbreitet. An den Folgen starben im Jahr 2007 fast 107 000 Menschen (2). Zwar ist der Anteil der erwachsenen Raucher in den letzten Jahren zurückgegangen, im Jahr 2009 rauchten jedoch noch immer 26,1 % der Frauen und 33,9 % der Männer (3). Der Einstieg in den Tabakkonsum findet überwiegend im frühen Jugendalter statt (4) und wird von sozialen Faktoren beeinflusst (5). Bei einer Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Jahr 2011 gaben 11,7 % aller 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 36,8 % aller 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen an, dass sie gegenwärtig rauchten. Diese Angaben beziehen sich auf das Rauchen von Zigaretten. In den letzten Jahren wird zudem vermehrt Wasserpfeife (Shisha) geraucht. Innerhalb der letzten 30 Tage vor der Befragung (30-Tage-Prävalenz) hatten 8,7 % der 12- bis 17-Jährigen und 11,2 % der 18- bis 25-Jährigen mindestens einmal Wasserpfeife geraucht. Männliche Befragte rauchten häufiger Wasserpfeife als weibliche (6). Nach Maziak (7) erleichtert das Rauchen von Wasserpfeife den Einstieg in das Zigarettenrauchen und hat ähnlich schädliche Wirkungen.

Mit Hilfe des Fagerström-Tests wurde in einer Erhebung die Nikotinabhängigkeit quantifiziert (8). Demnach waren 50,8 % der 15- bis 17-jährigen und 41,8 % der 18- bis 24-jährigen Raucher nikotinabhängig. Einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Tabakkonsums und dem Alter konnten Laucht und Schmid (9) bei 15-jährigen Jugendlichen nachweisen. Je jünger diese waren, als sie ihre erste Zigarette probierten, desto häufiger und mehr Zigaretten rauchten sie gegenwärtig und desto abhängiger waren sie.

Der frühzeitigen Prävention des Tabakkonsums kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, wobei gerade Gesundheitsberufe konsequenter für die Notwendigkeit einer Tabakabstinenz eintreten sollten (10).

Das Tumorzentrum Berlin e.V. entwickelte in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung das multi-modale Präventionsprogramm „Schüler in der Klinik“, das Jugendliche über gesundheitliche, individuelle und gesellschaftliche Aspekte des Tabakkonsums aufklärt.

Um die Wirksamkeit des Programms zu untersuchen, sollten zwei Fragestellungen beantwortet werden:

  • Können Nichtraucher durch das Programm bestärkt werden, abstinent zu bleiben?
  • Kann das Programm bei Rauchern einen Rauchstopp initiieren?

Methode

Design

Es wurde eine Befragung als prospektive Fall-Kontroll-Studie im quasi-experimentellen Design durchgeführt. Für beide Studiengruppen (Interventions- und Kontrollgruppe) fand die Erhebung jeweils zwei Wochen vor der Intervention (t1) und ein halbes Jahr danach (t2) statt. Aus organisatorischen Gründen musste auf eine Randomisierung verzichtet werden. Um mögliche Störgrößen klein zu halten, wurde die Parallelklasse der jeweiligen Interventionsklasse für die Kontrollgruppe ausgewählt.

Teilnehmer und Stichprobe

Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren des Schultypus Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium sowie Auszubildende im Alter von 17 bis 21 Jahren, die eine Berufs- oder Berufsfachschule besuchten, konnten an der Interventionsstudie teilnehmen. Ihre Lehrer waren zuvor mit einem Flyer über das Projekt informiert worden und konnten sich mit der Klasse zur Teilnahme anmelden. Die Teilnahme an der Studie war freiwillig und konnte ohne Angabe von Gründen jederzeit widerrufen werden. Ein positives Ethikvotum wurde von der Ethikkommission der Charité – Universitätsmedizin Berlin erteilt. Die rekrutierte Stichprobe umfasste 760 Schüler aus 32 Berliner Schulklassen.

Fragebogen

Der standardisierte Fragebogen enthielt neben demografischen Daten (Alter, Geschlecht, besuchter Schultyp) Angaben zum aktuellen Rauchstatus und Rauchverhalten. Die Fragen waren für Nichtraucher und Raucher verzweigt. Die Befragung wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung genehmigt und erfolgte anonym (selbstständige Generierung eines persönlichen Kennworts der Studienteilnehmer). Die Datenerhebung fand in der Zeit von September 2007 bis Juli 2008 statt.

Intervention

Während einer etwa zweistündigen interaktiven Veranstaltung in einer Berliner Lungenklinik wurden die Schüler der Interventionsgruppe über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens aufgeklärt. Die Veranstaltung bestand aus folgenden Programmpunkten:

  • Ein Arzt (eine Ärztin) informierte im Rahmen eines interaktiven Gesprächs mit den Schülern über Ursachen, Mechanismen und Risiken des Tabakkonsums. Wichtige Aspekte dabei waren die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens, wie: körperliche Beeinträchtigungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Erkrankungen der Lunge und Nikotinabhängigkeit. Ein weiterer wesentlicher Punkt betraf die Verführung zum Rauchen durch Werbung.
  • Ein Patient (eine Patientin), der (die) unter einer tabakbedingten Erkrankung litt, wurde den Schülern vorgestellt. Er führte mit ihnen ein Gespräch, das der Arzt moderierte. Hier wurde der meist jahrelange Tabakkonsum mit den jeweiligen Folgen für den Patienten thematisiert.
  • Für zwei bis drei Schüler der Klasse bestand die Möglichkeit, in einer Funktionseinheit der Klinik die Lungenfunktion durch eine Bodyplethysmografie messen zu lassen. Alternativ wurde die Bestimmung des Blutsauerstoffgehalts mit einem Finger-Oximeter angeboten.
  • In einer abschließenden Diskussionsrunde wurden die ermittelten Werte der Lungenfunktionsprüfung beziehungsweise der Oximetermessung besprochen und Fragen der Schüler beantwortet.

Voraussetzung für den Besuch in der Klinik war eine intensive Vorbereitung des Themas Rauchen im Rahmen des Schulunterrichts.

Statistische Analysen

Um die Daten der Interventions- mit denen der Kontrollgruppe zum ersten Messzeitpunkt zu vergleichen, wurde der Exakte Fisher-Test für binäre Daten und der χ2-Test für Variablen mit mehr als zwei Kategorien durchgeführt. Die Veränderungen des Rauchstatus im Zeitverlauf wurden innerhalb der Studiengruppen mit dem McNemar-Test und zwischen diesen mit dem χ2-Test analysiert. Um signifikante Prädiktoren für den Rauchstatus sechs Monate nach der Intervention zu identifizieren, wurde eine schrittweise rückwärtsgerichtete binäre logistische Regressionsanalyse (adjustiert für Geschlecht, Alter, besuchten Schultyp und Studiengruppe) angewendet. Das Signifikanzniveau wurde auf α = 0,05 festgelegt. Sämtliche Analysen wurden mit SPSS 16.0 durchgeführt.

Ergebnisse

Zum Zeitpunkt t1 beantworteten 760 Schüler den Fragebogen. Davon waren 382 (50,3 %) in der Interventionsgruppe und 378 (49,7 %) in der Kontrollgruppe. Ein halbes Jahr nach der Intervention (t2) nahmen 625 Schüler an der Befragung teil (Grafik 1), dies entspricht einer Ausschöpfungsquote von 82,2 %. Die Analyse der Studienausfälle zeigte in Bezug auf die Studiengruppenzugehörigkeit und den Rauchstatus keinen systematischen Bias (p = 0,61).

Grafik 1
Flussdiagramm zu den Studienteilnehmern

Daten zum ersten Messzeitpunkt (t1)

Von den Schülern waren 444 (58,4 %) weiblich und 316 (41,6 %) männlich. Der Altersdurchschnitt betrug 16, der Median 15 Jahre. Im Hinblick auf die Vergleichbarkeit der Variablen der Interventions- und Kontrollgruppe zeigten sich keine deutlichen Unterschiede (Tabelle 1). Beide Studiengruppen können somit als ausbalanciert gelten.

Tabelle 1
Charakteristika der Schüler von Interventions- und Kontrollgruppe zum ersten Messzeitpunkt (t1)

Von den 760 Schülern waren 59,2 % (n = 450) Nichtraucher. Von diesen hatten 80,9 % (n = 364) noch nie geraucht, 6,9 % (n = 31) hatten das Rauchen vor weniger und 12,2 % (n = 55) vor mehr als einem halben Jahr aufgegeben. Die Raucherquote betrug 40,8 % (n = 310). Von den Schülern, die rauchten, konsumierten 61,9 % (n = 192) Zigaretten, 79,0 % (n = 245) Wasserpfeife und 41,0 % (n = 127) beides.

Das Rauchverhalten der Zigaretten- und Wasserpfeifenkonsumenten ist in Grafik 2 dargestellt. Die Mehrzahl der Zigarettenraucher rauchte täglich (n = 124), am häufigsten 6–10 Zigaretten pro Tag (Daten nicht ausgewiesen). Die meisten Wasserpfeifenraucher (n = 145) rauchten monatlich, meistens einmal pro Monat (Daten nicht ausgewiesen). Männliche Studienteilnehmer rauchten häufiger Wasserpfeife als weibliche (durchschnittlich 2 versus 1,5 Wasserpfeifen pro Monat).

Grafik 2
Rauchverhalten der Zigaretten- (n = 192) und Wasserpfeifenraucher (n = 245)

Follow-up nach sechs Monaten (t2)

Sechs Monate nach der Intervention ergaben sich folgende Veränderungen im Rauchstatus der Studienteilnehmer (Grafik 3): Insgesamt hatten 32 Schüler im halbjährigen Beobachtungszeitraum mit dem Rauchen begonnen. In der Interventionsgruppe fingen 6 (3,3 %), in der Kontrollgruppe 26 (13,1 %) Schüler an zu rauchen (p < 0,001). Der Anteil der Nichtraucher stieg in der Interventionsgruppe um 5 %, wohingegen er in der Kontrollgruppe um 2,3 % abnahm. Die „Neuraucher“ beider Studiengruppen zeigten das typische Rauchverhalten von Rauchanfängern mit überwiegend seltenem Konsum von Zigaretten und/oder Wasserpfeife.

Grafik 3
Veränderungen des Rauchstatus beider Studiengruppen im Zeitverlauf (a = Interventionsgruppe, b = Kontrollgruppe)

Mit dem Rauchen aufgehört hatten insgesamt 41 Schüler. In der Interventionsgruppe gaben 22 (16,1 %), in der Kontrollgruppe 19 (17,6 %) Schüler das Rauchen auf (p > 0,05).

Prädiktoren der Verhaltensänderung bei Nichtrauchern und Rauchern

Um die Rauchabstinenz von Nichtrauchern und Rauchern vorherzusagen (abhängige Variable), wurde eine binäre logistische Regressionsanalyse durchgeführt. Mit dieser Analyse sollte geklärt werden, ob im Zeitverlauf eine Veränderung des Rauchstatus von der Studiengruppe, dem Geschlecht, dem Alter und dem Schultyp abhängt. Dazu wurden Nichtraucher und Raucher zum Zeitpunkt t1 getrennt betrachtet.

Nichtraucher – Analysiert wurde der Anteil derjenigen Nichtraucher zum Zeitpunkt t1, der zum Zeitpunkt t2 weiterhin nicht geraucht beziehungsweise in diesem Zeitraum mit dem Rauchen angefangen hatte. Von den 380 Nichtrauchern zum Zeitpunkt t1 (n = 70 waren Studienausfälle) hatten 32 Schüler zum Zeitpunkt t2 mit dem Rauchen begonnen, 348 Schüler blieben abstinent.

In Tabelle 2 ist die vorgenommene Rückwärtsselektion der Variablen für den ersten und letzten Regressionsschritt dargestellt. Die Variablen „Alter“ und „Schultyp“ wurden durch die Prozedur entfernt, da ihr Einfluss auf die vorhergesagte Variable nicht deutlich ist (p > 0,05).

Tabelle 2
Zusammenfassung der logistischen Regressionsanalyse (Haupteffekte) zur Vorhersage der Rauchabstinenz von Nichtrauchern (n = 380)

Verglichen mit der Kontrollgruppe hatten Nichtraucher in der Interventionsgruppe eine um den Faktor 4 erhöhte Chance, abstinent zu bleiben (Odds Ratio [OR]: 4,14; Standardfehler [SE]: 0,47; 95-%Konfidenzintervall [95-%-KI]: 1,66–10,36). Im Vergleich zu männlichen Schülern (Referenzgruppe) hatten weibliche eine doppelt so hohe Chance, abstinent zu bleiben (OR: 2,26; SE: 0,39; 95-%-KI: 1,05–4,88).

Eine weitere Analyse untersuchte, ob das Interventionsprogramm auf weibliche und männliche Schüler unterschiedlich gewirkt hat. Tabelle 3 bildet den Interaktionseffekt zwischen dem Geschlecht und der Zugehörigkeit zur Interventions- beziehungsweise Kontrollgruppe ab. In der Interventionsgruppe ergab sich für die weiblichen Teilnehmer im Vergleich zu den männlichen eine etwa doppelt so hohe Chance, abstinent zu bleiben (OR: 2,56; SE: 0,45; 95-%-KI: 1,06–6,19).

Tabelle 3
Zusammenfassung der logistischen Regressionsanalyse (Haupt- und Interaktionseffekte) zur Vorhersage der Rauchabstinenz von Nichtrauchern (n = 380)

Raucher – Analysiert wurde der Anteil derjenigen Raucher zum Zeitpunkt t1, der zum Zeitpunkt t2 weiterhin geraucht beziehungsweise in diesem Zeitraum mit dem Rauchen aufgehört hatte. Von den 245 Rauchern zum Zeitpunkt t1 (n = 65 waren Studienausfälle) hatten 41 Schüler zum Zeitpunkt t2 mit dem Rauchen aufgehört, 204 Schüler rauchten weiterhin. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte sich bei der Interventionsgruppe kein deutlicher Effekt der Intervention (OR: 0,85; SE: 0,36; 95-%-KI: 0,42–1,73).

Diskussion

Für das vorgestellte Interventionsprogramm zur Prävention des Tabakkonsums konnte eine primärpräventive Wirkung nachgewiesen werden. Im Vergleich zur Kontrollgruppe fingen in der Interventionsgruppe deutlich weniger Schüler an zu rauchen, sie hatten eine viermal so hohe Chance, abstinent zu bleiben. Hingegen ließen sich Raucher nicht zu einem Rauchstopp bewegen.

Insgesamt betrug die Raucherquote 40,8 % und ist höher als in anderen Studien. Zwei Faktoren sind dafür ursächlich: Die Erhebung berücksichtigte das Rauchen von Zigaretten und Wasserpfeife, üblich ist lediglich die Erhebung des Zigarettenrauchens. Zudem wurde die vorliegende Studie in Berlin durchgeführt, wo der durchschnittliche Raucheranteil der Bevölkerung um 7,2 % höher ist als im Bundesdurchschnitt (11). Die große Anzahl von Wasserpfeifenrauchern weist darauf hin, dass sich die Art des Konsumierens von Tabak verändert hat. Die Arbeit von Warren et al. (12), die den Tabakkonsum einer halben Million Jugendlicher im Alter von 13 bis 15 Jahren in 95 Ländern untersucht hat, unterstreicht diese These. In den Ländern, in denen die Häufigkeit des Zigarettenrauchens stabil geblieben oder gesunken ist, stiegen andere Formen des Tabakkonsums, vor allem die des Wasserpfeifenrauchens an.

Um dem Rauchen mit seinen erheblichen gesundheitsschädigenden Auswirkungen vorzubeugen, sind weltweit zahlreiche schulbasierte Präventionsprogramme entwickelt worden, deren Effektivität in kontrollierten Studien überprüft wurde. In Deutschland wird seit vielen Jahren die Teilnahme an „Klasse 2000“ und „Be smart – don’t start“ angeboten. Das für Grundschüler entwickelte Konzept von „Klasse 2000“ basiert auf der Förderung von Lebenskompetenzen, wobei unter anderem der kritische Umgang mit Tabak und Gruppendrucksituationen erlernt sowie die Suchtgefahr erkannt werden sollen. Bei einer Beobachtungszeit von einem Jahr konnte für Kinder am Ende des 4. Schuljahres eine positive Wirkung dieses Programms nachgewiesen werden. Das Risiko, mit dem Rauchen zu beginnen, war in der Interventionsgruppe um 3,7 Prozentpunkte geringer als in der Kontrollgruppe (13). „Be smart – don’t start“ richtet sich an Schüler der Klassenstufen 6 bis 8. Es handelt sich um einen Wettbewerb, bei dem Schulklassen belohnt werden, in denen die Schüler ein halbes Jahr lang nicht rauchen. Eine Wirksamkeitsanalyse zeigte, dass am Ende des Beobachtungszeitraums die Raucherquote der Interventionsgruppe bei 27,57 % und der Kontrollgruppe bei 35,91 % lag (OR: 0,65; 95-%-KI: 0,57–0,74; p < 0,001) (14).

Die Übersichtsarbeit von Thomas und Perera (15) umfasst 94 randomisierte kontrollierte Studien, bei denen das Rauchverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 18 Jahren mindestens ein halbes Jahr lang untersucht wurde.

Die analysierten Programme enthielten neben Informationen zum Rauchen und Ansätzen sozialer Einflüsse und Kompetenz auch multi-modale Konzepte. Letztere kombinierten Inhalte, die der schulische Lehrplan vorsah mit weitergehenden Initiativen innerhalb und außerhalb der Schule, bei denen auch die Eltern einbezogen wurden. Um schulpolitische Veränderungen im Hinblick auf den Tabakkonsum zu erreichen, wurden Gemeindevertreter eingebunden. Die umfangreichste Studie dieser Übersichtsarbeit, The Hutchinson Smoking Prevention Project (16), die über einen Zeitraum von 15 Jahren durchgeführt wurde und vornehmlich soziale Einflüsse erfasste, konnte keinen langfristigen Effekt auf die Prävalenz des Rauchens nachweisen. Thomas und Perera (15) resümieren, dass eine Kombination von multi-modalen Konzepten und kommunalen Initiativen die Effektivität von schulbasierten Interventionen erhöhen könnte und sehen hier weiteren Forschungsbedarf.

Das in der vorliegenden Arbeit beschriebene Interventionsprogramm kombiniert schulpädagogische und ärztliche Ansätze, dargeboten im klinischen Kontext. Für nichtrauchende Schüler konnte eine präventive Wirkung nachgewiesen werden. Andere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Zwei Jahre nach Beendigung eines von Ärzten in deutschen Schulen gegebenen Nichtraucherunterrichts, der vier Doppelstunden umfasste, hatten in der Interventionsgruppe signifikant weniger Jugendliche mit dem Rauchen begonnen als in der Kontrollgruppe (17). Ein in den USA angebotenes Präventionsprogramm, das bei 13- bis 17-jährigen Patienten in pädiatrischen Stationen von Krankenhäusern durchgeführt wurde, konnte im 6-Monats-Follow-up nachweisen, dass nichtrauchende Teilnehmer der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe eine doppelt so hohe Chance (OR: 2,15) hatten, auch weiterhin nicht zu rauchen (18).

Das Verhalten von rauchenden Schülern konnte durch das vorliegende Interventionsprogramm jedoch nicht verändert werden. Dieses Ergebnis überrascht nicht. Zum Zeitpunkt der Baseline-Untersuchung rauchten fast zwei Drittel der Zigarettenraucher täglich, die meisten von ihnen 6–10 Zigaretten, etwa 25 % rauchten 1–5 Zigaretten pro Tag. Der Konsum von zwei Zigaretten, geraucht an einem Tag in der Woche, kann aber bereits zu Nikotinabhängigkeit führen (19). Das bedeutet, dass alle Zigarettenraucher der vorliegenden Studie suchtgefährdet waren. Um Jugendliche, die rauchen, zum Aufhören zu bewegen, müssen altersgerechte Tabakentwöhnungsprogramme angeboten werden. In ihrer Übersichtsarbeit fassten Sussman und Sun (20) die Ergebnisse von 64 kontrollierten Studien zur Wirksamkeit von Tabakentwöhnungsprogrammen für Jugendliche zusammen und kamen zu dem Schluss, dass effektive Programme im Minimum aus fünf Sitzungen bestehen müssen und in ein innerschulisches Konzept eingebettet sein sollten. Damit wird deutlich, dass das vorliegende Interventionsprogramm keine Entwöhnungsmaßnahme sein kann, sondern einen rein präventiven Charakter hat.

Limitationen

Aus organisatorischen Gründen konnte keine Randomisierung vorgenommen werden. Es konnte aber dadurch, dass den Klassen der Interventionsgruppe ihre jeweiligen Parallelklassen der Kontrollgruppe zugeordnet wurden, ein der Randomisierung nahe kommendes Ergebnis erzielt werden. Dies wird daran deutlich, dass sich die Merkmale der Teilnehmer der Interventions- und der Kontrollgruppe zum ersten Messzeitpunkt (t1) nicht deutlich voneinander unterschieden. Dennoch sind Clustereffekte nicht auszuschließen. Die Population der Raucher ist aufgrund der unterschiedlichen Konsummuster von Zigaretten- und Wasserpfeifenrauchern inhomogen. Seltenes Wasserpfeifenrauchen (82 % rauchten monatlich/jährlich) sollte bei der Interpretation der Ergebnisse, die sich auf Raucher beziehen, berücksichtigt werden. Die Beobachtungszeit betrug lediglich sechs Monate. Ob der präventive Effekt auch längerfristig nachweisbar wäre, müsste in weiteren Studien überprüft werden.

Fazit

Für das Interventionsprogramm „Schüler in der Klinik“ konnte eine primärpräventive Wirkung nachgewiesen werden. Es sollte möglichst zu einem Zeitpunkt eingesetzt werden, bevor Jugendliche mit dem Rauchen beginnen. Neben dem Zigarettenrauchen birgt das Rauchen von Wasserpfeife ein hohes gesundheitliches Risiko, das vielen Jugendlichen nicht bekannt ist. Dies sollte innerhalb von Tabakpräventionsmaßnahmen ausdrücklich berücksichtigt werden.

Danksagung
Die Autoren bedanken sich bei Prof. Dr. med. W. Pankow und Dres. med. C. Grah, B. Schmidt, T. Carstensen, C. Gogoll, M. Schönrock, H. Badakhshi, für die Durchführung des Interventionsprogramms in ihren Einrichtungen.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 8. 5. 2012, revidierte Fassung angenommen: 30. 8. 2012

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Sabine Stamm-Balderjahn, MPH
Abteilung für Versorgungssystemforschung und
Grundlagen der Qualitätssicherung in der Rehabilitation
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 13 A
10117 Berlin
sabine.stamm-balderjahn@charite.de

Zitierweise
Stamm-Balderjahn S, Groneberg DA, Kusma B, Jagota A, Schönfeld N: Smoking prevention in school students—positive effects of a hospital-based intervention. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(44): 746−52.
DOI: 10.3238/arztebl.2012.0746

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Lungenklinik Heckeshorn, HELIOS Klinikum Emil von Behring, Berlin: Dr. med. Schönfeld
Grafik 1
Flussdiagramm zu den Studienteilnehmern
Grafik 2
Rauchverhalten der Zigaretten- (n = 192) und Wasserpfeifenraucher (n = 245)
Grafik 3
Veränderungen des Rauchstatus beider Studiengruppen im Zeitverlauf (a = Interventionsgruppe, b = Kontrollgruppe)
Tabelle 1
Charakteristika der Schüler von Interventions- und Kontrollgruppe zum ersten Messzeitpunkt (t1)
Tabelle 2
Zusammenfassung der logistischen Regressionsanalyse (Haupteffekte) zur Vorhersage der Rauchabstinenz von Nichtrauchern (n = 380)
Tabelle 3
Zusammenfassung der logistischen Regressionsanalyse (Haupt- und Interaktionseffekte) zur Vorhersage der Rauchabstinenz von Nichtrauchern (n = 380)
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