MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Tourette-Syndrom und andere Tic-Störungen in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter

Tourette syndrome and other tic disorders in childhood, adolescence and adulthood

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(48): 821-8; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0821

Ludolph, Andrea G.; Roessner, Veit; Münchau, Alexander; Müller-Vahl, Kirsten

Hintergrund: Das Tourette-Syndrom ist eine chronisch verlaufende kombinierte motorische und vokale Tic-Störung mit Beginn im Kindesalter. Es tritt bei etwa 1 % aller Kinder mit sehr unterschiedlichem Schweregrad auf. Vorübergehende, meist nur leicht ausgeprägte Tics kommen sogar bei bis zu 15 % aller Kinder im Grundschulalter vor. Bis zur Diagnose vergehen oft mehrere Jahre.

Methode: Diese Übersicht basiert auf einer selektiven Literaturrecherche unter Berücksichtigung der Leitlinien zur Diagnose und Therapie von Tic-Störungen der European Society for the Study of Tourette Syndrome.

Ergebnisse: Der Verlauf von Tic-Störungen ist überwiegend gutartig. In der Adoleszenz gehen bei ungefähr 90 % der Patienten die Tics spontan zurück. Eine Psychoedukation ist die Basis jeder Therapie und führt fast ausnahmslos zu einer deutlichen Entlastung der Patienten. Eine spezifische Behandlung ist nur bei stärker ausgeprägten Tics oder erkennbarer psychosozialer Beeinträchtigung notwendig. Bei 80–90 % aller Patienten mit Tourette-Syndrom bestehen zusätzlich Komorbiditäten (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, Zwänge, Depression, Ängste, emotionale Dysregulation und Autoaggression), die die Lebensqualität häufig stärker beeinträchtigen als die Tics, und deren Behandlung oft vorrangig ist. Die Evidenz für die Wirksamkeit der Therapie der Tics ist gering. Für einige Neuroleptika liegen kleinere, kontrollierte Studien mit kurzer Nachbeobachtung vor. Vor einer Pharmakotherapie sollte ein Behandlungsversuch mittels Verhaltenstherapie stehen. Für schwerst betroffene erwachsene Patienten besteht die Option einer tiefen Hirnstimulation.

Schlussfolgerung: Wegen der geringen Evidenz kann keine eindeutige Therapieempfehlung zur Behandlung von Tics gegeben werden.

Das Tourette-Syndrom ist eine in der Kindheit beginnende neuropsychiatrische Störung, die durch motorische und vokale Tics gekennzeichnet ist. Das Syndrom wurde benannt nach Georges Albert Édouard Brutus Gilles de la Tourette (18571904), einem Schüler Charcots an der Salpetrière, der die erste Fallserie von Patienten mit dieser Störung publizierte. Die motorischen und vokalen Tics des Syndroms fluktuieren typischerweise im Verlauf in ihrer Anzahl, Frequenz, Intensität und Komplexität. Bis in die jüngste Vergangenheit hinein wurde das Tourette-Syndrom zu den sehr seltenen Erkrankungen gezählt („orphan disease“). Neuere epidemiologische Studien belegen eine deutlich höhere Prävalenz von Tic-Störungen, aber immer noch werden sie mit erheblicher Verzögerung diagnostiziert (e1). Patienten mit Tics sind daher oft jahrelanger Diskriminierung ausgesetzt.

Für diese Übersichtsarbeit wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, PsycINFO und EMBASE mit den Stichwörtern „Tourette Syndrome“ und „tic disorder“ durchgeführt, zurückgehend bis zum Jahr 2000. Die im Frühjahr 2011 erschienenen europäischen Leitlinien der European Society for the Study of Tourette Syndrome (ESSTS) wurden dabei berücksichtigt. Die Diagnosekriterien nach ICD-10, Symptomatik, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten des Tourette-Syndroms werden aus gemeinsamer kinder- und jugendpsychiatrischer, neurologischer und psychiatrischer Perspektive dargelegt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für dieses komplexe neuropsychiatrische Störungsbild mit seinen häufigen Komorbiditäten zu ermöglichen.

Definition und Symptomatik

Ein Tic ist eine rasche, wiederholte, nicht rhythmische Bewegung oder eine Lautproduktion, die plötzlich einsetzt, keinem Zweck dient und als bedeutungslos erlebt wird. Tics werden in Abhängigkeit von ihrer Qualität (motorisch/vokal) und Komplexität (einfach/komplex) eingeteilt. Sie können einzeln, aber auch in Serien auftreten, vorübergehend sein oder chronisch verlaufen.

Im Grundschulalter auftretende Tics sind oft nur gering ausgeprägt, vorübergehend und nicht beeinträchtigend, so dass kaum von einer Erkrankung im engeren Sinne gesprochen werden kann. Um die Eltern aber aufklären sowie Vorurteilen und Hänseleien vorbeugen und Fehlbehandlungen vermeiden zu können, ist die korrekte Diagnose einer Tic-Störung unerlässlich. Auch heute noch vergehen bis dahin oft 5–10 Jahre (1, e1).

Typischerweise geht dem Tic ein Vorgefühl (engl. „premonitory urge“) voraus, anhand dessen die Patienten meist erkennen können, dass ein bestimmter Tic eintreten wird (e2). Nach dem Tic klingt dieses als unangenehm empfundene Vorgefühl vorübergehend ab. Charakteristisch ist darüber hinaus die (meist aber nur kurzzeitige) willentliche Unterdrückbarkeit. Beide Phänomene – das Vorgefühl und die willentliche Unterdrückbarkeit – sind altersabhängig und bei Kindern geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen (2).

Motorische Tics

Einfache motorische Tics betreffen nur wenige Muskelgruppen und führen zu kurzen, umschriebenen Bewegungen. Am häufigsten treten sie im Gesicht und am Kopf auf. Besonders typisch sind Tics der Augen. Komplexe motorische Tics sind durch die Beteiligung verschiedener Muskelgruppen gekennzeichnet oder erscheinen zweckgerichtet. Als Sonderformen komplexer motorischer Tics gelten die Kopropraxie, die Echopraxie und die Palipraxie (Kasten 1).

Kasten 1
Beispiele für einfache und komplexe motorische Tics

Vokale Tics

Räuspern und Schniefen sind die häufigsten vokalen Tics, deutlich seltener kommen Ausrufe oder Schreie vor. Gerade bei Kindern werden vokale Tics oft fehlgedeutet, etwa als Erkrankungen der Atemwege, Asthma oder Allergien. Als komplexe vokale Tics bezeichnet man die Koprolalie, Echolalie und Palilalie (Kasten 2).

Kasten 2
Beispiele für einfache und komplexe vokale Tics

Die Koprolalie ist das Symptom, das in der Öffentlichkeit am häufigsten mit dem Tourette-Syndrom in Verbindung gebracht wird, obwohl es nur bei 19–32 % der Patienten auftritt (3). Mehrheitlich werden dabei kurze, oft obszöne Schimpfwörter gebraucht (Kasten 2). Eine Koprolalie findet sich häufiger bei schweren Verläufen des Tourette-Syndroms mit mehreren Komorbiditäten (3).

Diagnosekriterien für Tic-Störungen nach ICD-10

Tourette-Syndrom – Das Tourette-Syndrom, die kombinierte vokale und motorische Tic-Störung, ist durch das Vorkommen (mindestens zwei) motorischer und mindestens eines vokalen Tics gekennzeichnet. Zudem werden in den Diagnosekriterien nach ICD-10 ein Erkrankungsbeginn im Kindes- oder Jugendalter, eine Dauer von mindestens einem Jahr (mit möglicher mehrmonatiger Unterbrechung) und Fluktuationen der Tics im Verlauf gefordert. Die Diagnose eines Tourette-Syndroms setzt keinen besonderen Schweregrad der Tics voraus.

Chronische motorische Tic-Störung – Die chronische motorische Tic-Störung unterscheidet sich vom Tourette-Syndrom formal lediglich durch das Fehlen vokaler Tics. Meist sind die Tics geringer ausgeprägt und auch Komorbiditäten sind seltener und verlaufen weniger schwer.

Chronische vokale Tic-Störung – Die seltene chronische vokale Tic-Störung ist durch das anhaltende Auftreten ausschließlich vokaler Tics charakterisiert und geht genauso häufig mit Komorbiditäten einher wie das Tourette-Syndrom.

Transiente Tic-Störung – Die transiente Tic-Störung kommt nur bei Kindern vor. Kennzeichnend ist eine Dauer der Tic-Störung von weniger als einem Jahr. Meist bestehen nur gering ausgeprägte einfache motorische Tics, die von den Kindern oft gar nicht bemerkt werden (Kasten 3).

Kasten 3
Klassifikation der primären Tic-Störungen nach ICD-10

Epidemiologie und Verlauf

Für das Tourette-Syndrom wird weltweit eine Prävalenzrate von etwa 1 % angenommen (4). Man schätzt, dass einfache motorische, transiente Tics bei bis zu 10–15 % aller Grundschüler auftreten. Jungen und Männer sind etwa viermal häufiger betroffen als Mädchen und Frauen (4, e3).

Tics beginnen meist schleichend im Alter zwischen 6 und 8 Jahren (5, e1). Ein Zusammenhang zwischen dem Manifestationsalter und der Tic-Schwere besteht nicht (e3). Motorische Tics kommen im Mittel zwei bis drei Jahre früher vor als vokale Tics. Typischerweise konzentrieren sich anfangs nur einfache motorische Tics auf Gesicht und Kopf. Es sind bis heute keine Kriterien („Marker“) bekannt, die zu Beginn einer Tic-Störung eine Aussage über die Schwere und den Verlauf der Erkrankung erlauben (5). Die stärkste Ausprägung der Tics besteht im Mittel zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr (5, e4). Im weiteren Verlauf kommt es bei circa 90 % der Patienten zu einer spontanen Besserung. Dies zeigt sich auch in den deutlich niedrigeren Prävalenzzahlen bei Erwachsenen (6). Strittig ist allerdings, ob und wie oft chronische Tic-Störungen vollständig ausheilen (1, e3, e5e7). Stets treten im Verlauf spontane Fluktuationen hinsichtlich Lokalisation, Anzahl, Häufigkeit, Komplexität, Art und Schwere der Tics auf.

Die meisten Betroffenen berichten über eine Zunahme der Tics bei emotionaler Anspannung (e8, e9), hingegen über eine Verminderung bei Entspannung oder Konzentration (e10). Tics sind suggestibel und lassen sich manchmal durch externe Stimuli auslösen, zum Beispiel wenn in der Sprechstunde über Tics geredet wird. Im Rahmen sogenannter „Echophänomene“ werden zuweilen nicht nur Willkürbewegungen anderer Personen imitiert, sondern auch Tics von anderen Patienten übernommen (e11).

Diagnostik

Die Diagnose einer Tic-Störung ist klinisch anhand einer detaillierten Anamnese sowie einer neurologischen und psychiatrischen Untersuchung zu stellen. Nur selten – etwa bei untypischem Bild oder dem Verdacht auf eine sekundäre Tic-Störung – ist eine weiterführende Diagnostik notwendig (7).

Der Begriff Tic sollte nur für solche Hyperkinesen und Lautäußerungen gebraucht werden, die den genannten Kriterien entsprechen. Weder Konversionsstörungen mit „Tic-ähnlichen Bewegungen“ noch Bewegungsstörungen ungeklärter Ursache sollten als Tics bezeichnet werden.

In aller Regel gelingt eine sichere Unterscheidung von anderen hyperkinetischen Bewegungen wie:

  • Chorea
  • Dyskinesie
  • Spasmus hemifacialis
  • Restless-Legs-Syndrom
  • fokalen epileptischen Anfällen.

Differenzialdiagnosen

Die am schwierigsten zu stellenden Differenzialdiagnosen sind:

  • dissoziative Bewegungsstörungen
  • Zwangshandlungen
  • allgemeine Hyperaktivität
  • Manierismen
  • Stereotypien (e12, e13)
  • seltener auch Dystonien und Myoklonien (7).

Selten treten Tics sekundär im Rahmen anderer Erkrankungen auf (etwa bei Morbus Wilson, Neuroakanthozytose, Fragilem X-Syndrom, Chorea Sydenham, Morbus Huntington) oder werden medikamentös induziert (etwa durch Carbamazepin, Phenytoin, Lamotrigin, Amphetamin, dopaminerg wirksame Substanzen oder Kokain). Durch Neuroleptika induzierte tardive Tics sind selten (7).

Komorbiditäten

Bei 80–90 % aller Patienten mit Tourette-Syndrom bestehen nicht nur Tics, sondern auch psychiatrische Symptome (8). Die Anzahl und Schwere der Begleiterkrankungen nimmt parallel mit dem Schweregrad der Tics zu (5).

Kinder leiden am häufigsten (50–90 %) zusätzlich unter einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) (8, e14, e15). Weitere häufige Komorbiditäten im Kindesalter, die das psychosoziale Funktionsniveau oft stark beeinträchtigen, sind

  • Zwänge und Ängste (e16)
  • Impulskontrollstörungen (nach DSM IV-TR „intermittent explosive disorder“)
  • emotionale Dysregulation
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Autismusspektrumstörungen (ASD)
  • Teilleistungsstörungen (e17e21).

Bei Erwachsenen findet man neben Zwangssymptomen oft Autoaggressionen, Depression und Schlafstörungen, seltener auch Suchterkrankungen und Autismusspektrumstörungen (1, 5, 8).

Studien zur Lebensqualität haben gezeigt, dass die Beeinträchtigung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Patienten mit Tourette-Syndrom in erster Linie durch die psychiatrischen Störungen bedingt ist: Bei Kindern besonders durch Zwänge und eine ADHS, bei Erwachsenen durch eine zusätzlich bestehende Depression (9, 10).

Ätiologie

Strukturelle und funktionelle bildgebende Untersuchungen konnten Auffälligkeiten in motorischen und somatosensorischen Anteilen der corticostriatalen-thalamocorticalen Schaltkreise nachweisen (11, 12, e22, e23). Neuere Studien zeigen darüber hinaus die Beteiligung von Hirnstrukturen jenseits dieser Schaltkreise, insbesondere des limbischen Systems (13). Seit der Entdeckung der Tic-reduzierenden Wirkung der Dopaminrezeptor-Antagonisten wird dem dopaminergen System eine wesentliche pathophysiologische Rolle zugeschrieben. Am ehesten ist eine präsynaptisch lokalisierte Fehlregulation anzunehmen mit einer funktionellen, phasisch auftretenden Dysfunktion der dopaminergen Transmission (14). Darüber hinaus scheinen aber auch weitere Transmitter-Systeme beteiligt zu sein, insbesondere wird eine Minderfunktion des serotoninergen Systems postuliert (15).

Genetik und Umweltfaktoren

Familien- und molekulargenetische Untersuchungen belegen, dass die genetische Komponente in der Entwicklung von Tic-Störungen erheblich ist (e24e29). Derzeit geht man davon aus, dass Angehörige ersten Grades ein Risiko von 5–15 % haben, selbst an einem Tourette-Syndrom zu erkranken. Für das Eintreten von Tics allgemein wird das Risiko auf 10–20 % geschätzt (16). Die Identifizierung zahlreicher Kandidatengene weist auf ein komplexes Vererbungsmuster hin (Kasten 4) (1719, e29, e30). Neben genetischen Faktoren scheinen äußere Einflüsse wesentlich zu sein, die vermutlich bei entsprechender genetischer Vulnerabilität zur Entwicklung der Tic-Störungen beitragen (20, e24, e26, e28) (Kasten 5).

Kasten 4
Suszeptibilitätsgene, die mit der Entstehung von Tic-Störungen assoziiert sind
Kasten 5
Nichtgenetische Risikofaktoren

Therapie

Für viele Patienten und die betroffenen Familien stellt bereits die Diagnose eine deutliche Entlastung dar. Bei Kindern spielt die Aufklärung der Lehrer und anderer Bezugspersonen eine wichtige Rolle. Wichtige Aspekte der Behandlung sind Informationen zur Ursache ebenso wie zum Verlauf, inklusive einer Beratung zu sozialen Belangen wie etwa Nachteilsausgleichen, Anträgen zur Feststellung einer (Schwer-)Behinderung, Führerschein und Berufswahl (e31). Die Psychoedukation sollte daher stets der erste Schritt in der Therapie sein (Grafik). Tics werden nicht selten erst wegen der Reaktionen des Umfelds wie Intoleranz oder Hänseleien als belastend erlebt (e31).

Grafik
Flussdiagramm zur Behandlung von Tics

Tics können weder geheilt noch ursächlich behandelt werden. Ebenso wenig steht eine Therapie zur Verfügung, die alle potenziellen Symptome des Tourette-Syndroms inklusive der Komorbiditäten gleichzeitig erfasst. Eine symptomatische Behandlung der Tics sollte erfolgen, wenn die Tics zu einer deutlichen somatischen oder psychosozialen Beeinträchtigung führen. Keine der verfügbaren Therapien beeinflusst die Ursache oder den Verlauf der Tic-Störung. Bei der Beurteilung der Wirksamkeit einer Behandlung müssen die spontanen Fluktuationen der Tics berücksichtigt werden.

Die Evidenzbasis für die Wirksamkeit der Behandlung von chronischen Tic-Störungen ist trotz zahlreicher Publikationen zu diesem Thema noch immer als sehr gering anzusehen. Zwar liegen für einige typische (Haloperidol, Pimozid) und atypische Neuroleptika (Risperidon, Ziprasidon) kontrollierte Studien vor, diese wurden jedoch immer nur an kleinen Studienpopulationen über maximal 8 Wochen durchgeführt (2123). Ein angemeldetes Review von Cochrane konnte aufgrund der schlechten Datenlage nicht angefertigt werden (Pierce & Rickards, DOI: 10.1002/14651858.CD008151). Verhaltenstherapeutische Ansätze zeigten in kontrollierten Studien bei mittelgradig ausgeprägten Tics mittlere Effektstärken (bis zu EF 0,68) (24, 25).

Medikamentöse Behandlung

Dopaminrezeptor-Antagonisten (Neuroleptika) gelten in Deutschland als Substanzen der 1. Wahl bei der Therapie von Tics (26). Haloperidol ist das einzige in Deutschland für die Behandlung des Tourette-Syndroms zugelassene Medikament mit dem höchsten Evidenzgrad (EbM-Level I). Es wird wegen der bekannten Nebenwirkungen jedoch kaum mehr eingesetzt. Somit erfolgt praktisch ausnahmslos eine Off-Label-Behandlung mit atypischen Neuroleptika, für die bislang nur wenige kontrollierte Studien im Hinblick auf diese Indikation durchgeführt wurden (26). Die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Appetitsteigerung, Gewichtszunahme und Sexualfunktionsstörungen und auch Akathisie (26).

Alle Dopaminrezeptor-Antagonisten sollten einschleichend dosiert und langsam bis zum Eintritt einer positiven Wirkung oder nicht tolerabler Nebenwirkungen gesteigert werden. Im Verlauf ist gegebenenfalls eine Dosisanpassung an die spontanen Fluktuationen der Tics notwendig sowie – bei Kindern – eine Dosissteigerung bei zunehmendem Körpergewicht. Auch kann es zu einer Toleranzentwicklung kommen (26). Als Therapie der 1. Wahl gelten derzeit bei Kindern Tiaprid, Risperidon und Aripiprazol, bei Erwachsenen nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie Tiaprid, Sulpirid und Risperidon (jeweils Empfehlungsgrad A) und Aripiprazol (Empfehlungsgrad B) (Tabelle). Für Sulpirid liegt eine retrospektive Open-Label-Studie mit 63 Teilnehmern mit Tourette-Syndrom vor (27), wohingegen zu Amisulprid, das sich möglicherweise durch ein besseres Nebenwirkungsprofil auszeichnet, bislang keine Studie existiert (28).

Tabelle
Therapie von Tics

Die überaus schlechte Studienlage erlaubt momentan leider keine eindeutigen Behandlungsempfehlungen (26). Aripiprazol scheint gegenüber anderen atypischen Neuroleptika den Vorteil eines besseren Nebenwirkungsprofils zu bieten (e32). Als weitere Alternativen gelten andere atypische Neuroleptika, Pimozid, Kombinationen der genannten Substanzen, Tetrabenazin, Topiramat sowie bei ausgewählten Patienten lokale Botulinumtoxin-Injektionen und Cannabinoide (Tabelle). Die Tic-unterdrückende Wirkung von Clonidin ist im Vergleich zu den genannten Neuroleptika eher gering (e33, e34), diese Substanz wird jedoch in den angloamerikanischen Ländern bevorzugt eingesetzt (29).

Verhaltenstherapie

Seit kurzem gilt die Verhaltenstherapie mittels „Reaktionsumkehr-Behandlung“ (HRT, „habit reversal training), bei der das Ausführen eines zuvor erlernten alternativen Verhaltens das Eintreten von Tics vermindern soll, als Behandlungsalternative zur medikamentösen Therapie (zu erwartende Tic-Reduktion etwa 30 %) (24, 25). Vergleichbare Ergebnisse konnten auch mittels „exposure and response prevention“ (ERP) erzielt werden, bei dem der oft von den Patienten beschriebene Automatismus unterbrochen werden soll, dass einem Vorgefühl immer auch ein Tic folgen muss. Von einer europäischen Expertenkommission wurde kürzlich empfohlen, einer medikamentösen Behandlung – sofern verfügbar – stets einen Behandlungsversuch mittels Verhaltenstherapie vorzuschalten (24). Dies scheitert aber nicht selten – besonders bei Kindern – an der mangelnden Motivation.

Tiefe Hirnstimulation

Bei schwerst betroffenen, therapieresistenten erwachsenen Patienten kann darüber hinaus eine tiefe Hirnstimulation in Betracht gezogen werden (30, 31). Ersten Ergebnissen zufolge – aus allerdings nur offenen unkontrollierten oder kleinen kontrollierten Studien – führt die tiefe Hirnstimulation nicht nur zu einer Reduktion der Tics, sondern auch von psychiatrischen Komorbiditäten wie Zwang, Depression, Angst und Autoaggression. Unklarheit besteht derzeit allerdings noch über den geeigneten Zielpunkt (30). Operationsbedingte Nebenwirkungen können gelegentlich Infektionen, in Einzelfällen auch Blutungen sein. Stimulationsbedingt treten am häufigsten Müdigkeit, Energieverlust, Sehstörungen und Schwindel auf (32) (Tabelle).

Behandlung der Komorbiditäten

Für die Behandlung begleitender psychiatrischer Störungen im Rahmen des Tourette-Syndroms gelten dieselben Empfehlungen wie für die Erkrankungen unabhängig vom Tourette-Syndrom. Psychotherapeutische Maßnahmen sind – besonders bei Kindern – neben der medikamentösen Behandlung ein wichtiger Baustein im multimodalen Therapiekonzept. Für die medikamentöse Behandlung von Zwängen, Ängsten und Depression können primär selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) empfohlen werden. Für Kinder ab 8 Jahren ist ausschließlich Fluoxetin zugelassen. Für die Behandlung einer ADHS gilt auch bei Patienten mit gleichzeitig bestehenden Tics die Gabe von Methylphenidat als Therapie der 1. Wahl. Mehrere unabhängige Studien und eine Metaanalyse haben eindeutig zeigen können, dass Methylphenidat nicht zu einer anhaltenden Verschlechterung der Tics führt (e33, e35). Alternativ kommt eine Behandlung mit Atomoxetin oder auch Clonidin (in Monotherapie oder in Kombination mit Methylphenidat) in Betracht (1, e35).

Fazit

Bei vielen Patienten mit chronischen Tic-Störungen und Tourette-Syndrom sind die Tics so leicht ausgeprägt, dass sie keiner weiteren Behandlung bedürfen. Die Psychoedukation des Patienten, seiner Familie und des gesamten Umfelds ist essenziell, um einer Stigmatisierung vorzubeugen. Ist eine Behandlung bei schwergradigen Tic-Störungen indiziert, sind die Optionen immer noch unbefriedigend. Von genetischen Untersuchungen werden Grundlagen für neue psychopharmakologische Therapieansätze erwartet.

Interessenkonflikt

Prof. Ludolph bekam Honorare für Beratertätigkeit von der Firma Shire Pharmaceuticals. Für sie wurden Kongressgebühren und Reisekosten erstattet von der Firma Shire. Sie erhielt Vortragshonorare von den Firmen Janssen-Cilag, Medice Pharma und Lilly. Studienunterstützung wurde ihr zuteil von der Firma Novartis. Klinische Studien führt(e) sie durch mit den Firmen Janssen Cilag, Otsuka, Shire und Boehringer Ingelheim.

Prof. Roessner wurde honoriert für Beratertätigkeiten und Autorentätigkeit von den Firmen Lilly, Novartis und Shire Pharmaceuticals. Er bekam Vortragshonorare von den Firmen Lilly, Novartis, Shire Pharmaceuticals und Medice Pharma. Studienunterstützung bekam er von den Firmen Shire und Novartis. Klinische Studien führt(e) er durch mit den Firmen Novartis, Shire und Otsuka.

Prof. Münchau erhielt Honorare für Beratertätigkeiten von der Firma Pharm Allergan. Es wurden für ihn Reisekosten und Kongressgebühren erstattet von den Firmen Merz Pharmaceuticals und Pharm Allergan. Für Vorträge wurde er honoriert von den Firmen Merz Pharmaceuticals, Pharm Allergan und Ipsen Pharma. Ferner bekam er finanzielle Studienunterstützung von den Firmen Merz Pharmaceuticals, Pharm Allergan, Ipsen Pharma und Medivation Inc.

Prof. Müller-Vahl erhielt Studienunterstützung von der Firma Lundbeck und führt(e) mit den Firmen Otsuka Pharma und Boehringer Ingelheim klinische Studien durch.

Manuskriptdaten
eingereicht: 27. 7. 2011, revidierte Fassung angenommen: 7. 8. 2012

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Andrea G. Ludolph
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Steinhoevelstraße 5, 89075 Ulm
andrea.ludolph@uni-ulm.de

Zitierweise
Ludolph AG, Roessner V, Münchau A, Müller-Vahl K: Tourette syndrome and other tic disorders in childhood, adolescence and adulthood.
Dtsch Arztebl Int 2012; 109(48): 821–8. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0821

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4812

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm: Prof. Dr. med. Ludolph
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Technische Universität Dresden:
Prof. Dr. med. Roessner
Klinik für Neurologie, Universitätsklinik Hamburg Eppendorf: Prof. Dr. med. Münchau
Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover:
Prof. Dr. med. Müller-Vahl
Grafik
Flussdiagramm zur Behandlung von Tics
Kasten 1
Beispiele für einfache und komplexe motorische Tics
Kasten 2
Beispiele für einfache und komplexe vokale Tics
Kasten 3
Klassifikation der primären Tic-Störungen nach ICD-10
Kasten 4
Suszeptibilitätsgene, die mit der Entstehung von Tic-Störungen assoziiert sind
Kasten 5
Nichtgenetische Risikofaktoren
Tabelle
Therapie von Tics
1. Müller-Vahl K: Tourette-Syndrom und andere Tic-Erkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter. 1st edition. Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2010.
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  • Ergänzungen zur Therapie
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(16): 285; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0285a
    Calia, Giulio
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(16): 285; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0285b
    Ludolph, Andrea; Roessner, Veit; Münchau, Alexander; Müller-Vahl, Kirsten

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