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Universität zu Köln: Bericht zu Vorfällen in Anatomie vorgelegt

Dtsch Arztebl 2012; 109(50): A-2496 / B-2046 / C-2002

Hillienhof, Arne

Falsch gelagert und vergessen: Die Missstände im Umgang mit Leichen wurden Anfang 2012 öffentlich bekannt. Foto: MedizinFotoKoeln

Die Universität zu Köln hat am 6. Dezember ihren Abschlussbericht zum Skandal um den unsachgemäßen Umgang mit Leichen im anatomischen Institut veröffentlicht. Darin räumte die Hochschule „nicht hinnehmbare Missstände im Umgang mit Körperspenden“ ein und entschuldigte sich bei den Angehörigen.

Der Abschlussbericht bestätigte den Verdacht, dass das Körperspendewesen an der Universität über mehrere Jahre nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde. So seien in einem Raum des anatomischen Instituts 32 Särge mit auspräparierten Leichen aus den Jahren 2004 bis 2010, auf dem Flur vor dem Institutsraum weitere 36 Särge mit Leichen aus den Jahren 2009 und 2010 gefunden worden.

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Insgesamt zehn Särge enthielten darüber hinaus laut Bericht Leichenteile von jeweils mindestens zwei Personen, die sich nicht mehr identifizieren ließen. Darüber hinaus bemängelt das Gutachten auch die Lagerung nicht fixierter Leichen, die offenbar nicht ausreichend gekühlt worden waren.

„Nach den Ergebnissen der Untersuchung ist allen Beteiligten Fehlverhalten vorzuwerfen“, räumte Universitätsrektor Prof. Dr. Axel Freimuth ein. Die Hauptverantwortung für die Missstände trägt laut Gutachten jedoch der frühere Institutsleiter, der sich im Februar 2012 das Leben genommen hatte.

Der Universität zufolge wurden inzwischen alle Toten bestattet. Die Abläufe im Körperspendewesen seien neu organisiert worden. hil

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