MEDIEN

NS-Medizinverbrechen: Virtuelle Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“

Dtsch Arztebl 2013; 110(6): A-230 / B-215 / C-215

EB

Eine Ausstellung über die NS-Medizinverbrechen an Kindern und Jugendlichen ist anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus ins Internet gestellt worden. Die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin konzipiert und umgesetzt. Seit 2010 war die stetig erweiterte Dokumentation bereits in Potsdam, Berlin, Hamburg und Vechta zu sehen. Jetzt ist sie auch unter www.im-gedenken-der-kinder.de verfügbar.

Der Internet-Besucher bewegt sich per Mausklick durch zwei virtuelle Räume und entlang von 28 Text- und Bildtafeln, die den Weg der „Medizin zwischen Vernichten und Heilen“ darstellen. Der Betrachter kann Informationen über einzelne Einrichtungen, Versuchsreihen und Experimente abrufen oder sich per Zoom den Beschreibungen der Kinder nähern und Profile der verantwortlichen Mediziner aufrufen. Eine Hördatei vertont den Briefwechsel zwischen Eltern und Ärzten. Die Ausstellung dokumentiert die Verwicklung der Kinderheilkunde in die NS-Medizinverbrechen. Sie will eine Antwort darauf geben, wie das heute Unfassbare geschehen konnte, was in den „Kinderfachabteilungen“ geschah und welche Wissenschaftler, Kliniken und Institute an den Experimenten mit Kindern beteiligt waren. EB

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