MEDIZINREPORT

Morbus Alzheimer: Nach Jahren Auftrieb für die Aluminiumhypothese

Dtsch Arztebl 2013; 110(6): A-222 / B-208 / C-208

Ehgartner, Bert

Nach einer aktuellen Studie ist der Proteinkomplex Ferritin bei Alzheimerpatienten nicht mit Eisen-, sondern vorwiegend mit Aluminiumionen beladen. Dadurch wird die kontrovers diskutierte Rolle des Edelmetalls für die Pathogenese neu belebt.

Bislang galt der Proteinkomplex Ferritin im Organismus als Eisenspeicher. Nun zeigt eine italienische Studie, dass bei Alzheimerpatienten dieses Molekül nicht mit Eisen, sondern mehrheitlich mit Aluminiumionen beladen ist. Eine hochinteressante Entdeckung, welche der alten Hypthese, dass Aluminium bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit eine Schlüsselrolle spielt, ein unerwartetes Comeback verschafft.

Ferritin-Modell: ein acht Nanometer großes, mit Eisenhydroxidoxid gefülltes scheibenförmiges Protein aus 24 gleichen Untereinheiten aufgebaut (violett: eine einzelne Untereinheit) Foto: Wikimedia Commons

Während der 70er und 80er Jahre galt Aluminium als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Pathogenese der Alzheimer-Krankheit. Zahlreiche epidemiologische Arbeiten schürten diesen Verdacht. Etwa der in mehreren Ländern erhobene Befund, dass in Regionen, wo das Trinkwasser mit Hilfe von Aluminiumverbindungen von Schmutzteilchen gesäubert wurde, das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung in der Bevölkerung signifikant stieg.

Für großes Interesse sorgten auch prominent publizierte Arbeiten des Neuropathologen Daniel Perl von der Mount Sinai School of Medicine in New York, der in einem hohen Prozentsatz von Neuronen in den zerstörten Gehirnbereichen von Menschen, die an der Alzheimer-Krankheit gestorben waren, Aluminiumionen identifizierte. „Die normal erscheinenden Neuronen der Patienten waren hingegen weitgehend frei von Aluminium“, heißt es dazu in einer „Science“-Publikation von 1980 (2).

Mit neuer Technik den alten Verdacht prüfen

Doch in den 90er Jahren mehrten sich Stimmen, die zum Rückzug bliesen: „Da ist nichts dran“, konstatierte etwa der einflussreiche New Yorker Alzheimerforscher Henry Wisniewski: „Jeder Dollar, der hier in Forschung investiert wird, ist ein verlorener Dollar.“ Als Wisniewski im September 1999 starb, attestierte der Nachruf-Schreiber in der „New York Times“: „Mit seiner Arbeit trug er viel dazu bei, die Hypothese zu begraben, dass die Verwendung von Aluminium im Haushalt oder zur Aufbereitung von Trinkwasser die Alzheimer-Krankheit auslösen kann.“ (3)

Inzwischen ist jedoch eine neue Generation von Wissenschaftlern mit ihren Arbeiten nachgerückt. Und sie prüft mit neuen technischen Verfahren den alten Verdacht. Dazu zählt auch die Arbeitsgruppe von Pasquale de Sole von der Abteilung für klinische Biochemie an der Katholischen Universität Rom mit ihrem Fokus auf Ferritin.

Ferritine sind etwa sechs Nanometer große Proteinkomplexe und bieten Raum für bis zu 4 500 Eisenatome. Der Großteil des Ferritins befindet sich innerhalb der Zellen, vor allem in Leber, Milz, Knochenmark und Muskeln, und wurde bisher vor allem als „eiserne Reserve“ für Zeiten eines Eisenmangels angesehen. Die Eisenmangelanämie ist eine relativ häufige Form der Unterversorgung mit Eisen. Ein Eisenüberschuss kann jedoch ebenso dramatische Folgen haben. Es gibt zahlreiche Schutzmechanismen im Organismus, welche dem möglichen toxischen Effekt von Eisen vorbeugen.

Ferritin: ein Regulator chemisch aktiver Ionen?

Und einer davon könnte eben die Auslagerung von zu viel Eisen im Ferritin sein, vermutete de Sole. Seine These: Neben seiner Rolle als Eisenspeicher könnte Ferritin auch noch die Aufgabe haben, den Organismus generell vor einem Überschuss an toxischen Metallionen zu bewahren. Bei einer Untersuchung an Nierenpatienten im Jahr 2009 (4) entdeckte die römische Arbeitsgruppe, dass Ferritin auch andere Metalle einlagern kann. Vor allem handelt es sich dabei um Aluminium- und Zinkionen. „Der hohe Gehalt dieser Ionen führte uns zur Erkenntnis, dass Ferritin nicht nur ein Eisenspeicher ist, sondern insgesamt ein Regulator chemisch aktiver Ionen“, erklärt de Sole.

In zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten wird beschrieben, dass im Zentrum zerstörter Alzheimergehirne ein überraschend hoher Gehalt an Ferritinmolekülen gefunden wird. Das legte den Schluss nahe, dass Eisen toxisch wirken kann. Andererseits war die Anwesenheit von Ferritin im Gehirn auch wieder keine Überraschung, erfüllt Eisen doch im Gehirnstoffwechsel vorwiegend sinnvolle Aufgaben. Für De Sole und seine Kollegen eröffnete sich nun aber eine neue spannende These: Was wäre, wenn diese Aluminiumionen gleichsam als blinde Passagiere im „Bauch“ des Ferritins ins Gehirn gelangen?

Um diese Frage zu klären, plante de Sole die aktuell im Journal „Clinical Biochemistry“ publizierte Studie (5). Ausgangsfrage war, wie hoch der Gehalt an Aluminium im Ferritin von Alzheimerpatienten im Vergleich mit anderen Personengruppen sein würde. Dazu rekrutierten die Forscher 21 Patienten mit Alzheimerdiagnose. Sieben von ihnen befanden sich im Anfangsstadium der Krankheit. Zum Vergleich wurde unter anderem ein Sample von 200 gesunden Blutspendern genommen.

Die Resultate waren spektakulär: Während in den Kontrollgruppen das Ferritin ganz klar von seinem Gehalt an Eisenatomen definiert war – mit Anteilen bis zu 75 Prozent – war es in der Gruppe der Alzheimerpatienten umgekehrt: Hier lag der Anteil des Aluminiums im Schnitt bei 62 Prozent. Die Aluminiumlast war damit fast doppelt so hoch wie der Gehalt an Eisen.

„Ich denke, dass wir mit dieser Arbeit eine Art Missing Link zum Verständnis der Entstehung der Alzheimer-Krankheit geleistet haben“, stellt de Sole selbstbewusst fest. Und auch die wissenschaftliche Community zeigt Interesse. „Trotz der geringen Anzahl an Probanden klingen die Resultate überzeugend“, sagt Kurt Jellinger, der als emeritierter Direktor des Instituts für Klinische Neurobiologie der Universität Wien mehrere Jahrzehnte Forschung überblickt. „Die kontroverse Beurteilung der Rolle von Aluminium in der Pathogenese der Alzheimer-Krankheit ist noch immer ein Thema reger Diskussionen, die Klärung dieser Frage über weitere Untersuchungen sicherlich notwendig.“

Bert Ehgartner

3 Fragen an . . .

Prof. Dr. rer. nat. Konrad Beyreuther, Direktor des Netzwerks Altersforschung an der Universität Heidelberg

Foto: DZNE

Wie schätzen Sie die Relevanz dieser Entdeckung ein?

Beyreuther: Aluminium wirkt auf isolierte Nervenzellen und Glia neurotoxisch und führt zum Untergang dieser Zellen. Die Frage ist daher, ob Aluminiumionen die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Ich habe vermutet, dass dies bei Alzheimerpatienten der Fall sein kann, die eine Schrankenstörung aufweisen. Dass Ferritin eine vergleichbare Wirkung haben könnte, ist ein neuer Befund.

Könnte die Messung der Aluminiumbeladung von Ferritin ein diagnostischer Test für das Risiko einer bevorstehenden Erkrankung sein?

Beyreuther: Das ist durchaus denkbar. Es muss aber zunächst in größeren Studien untersucht werden, ob der Befund verallgemeinerbar ist. Besonders interessant ist die Frage, ob der Effekt nur bei Patienten mit leichter Form der Krankheit beobachtet wird oder bereits früher, das heißt bei Personen mit präklinischer Pathologie erfasst werden kann.

Ein Einfluss von Aluminium auf die Entstehung der Alzheimer-Krankheit wird kontrovers diskutiert. Auf der Homepage der Internationalen Alzheimer-Gesellschaft steht sogar, dass Aluminium keine Rolle spielt und es sich dabei um einen „Mythos“ handelt. Was meinen Sie dazu?

Beyreuther: Diese Argumentation bezieht sich auf Befunde, die vor 20 und mehr Jahren erhoben wurden. Die heutigen Methoden zur Bestimmung von Aluminiumionen sind viel genauer. So konnte 2009 überzeugend gezeigt werden, dass Aluminium im Zentrum der – für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen – Amyloidplaques in einer Konzentration von 35–50 ppm vorliegt. Außerdem wurden bei Alzheimerpatienten die gleichen Tau-Aggregatformen gefunden, wie sie nach Aluminiumintoxikation bei Kaninchen beobachtet werden.

1.
www.keele.ac.uk/aluminium/keelemeetings/2013/
2.
Perl DP, Brody AR: Alzheimer’s disease: X-ray spectrometric evidence of aluminum accumulation in neurofibrillary tangle-bearing neurons, Science 1980; 208: 297–9 CrossRef MEDLINE
3.
Nachruf von Nick Ravo, New York Times, 20. 9. 1999.
4.
Spada PL, et al.: Iron, zinc and aluminium ferritin content of hemodialysis hyperferritinemic patients: comparison with other hyperferritinemic clinical conditions and normoferritinemic blood donors. Clinical Biochemistry 2009; 42: 1654–7 CrossRef MEDLINE
5.
De Sole P, et al.: Possible relationship between Al/ferritin complex and Alzheimer’s disease. Clinical Biochemistry 2013; 46: 89–93 CrossRef MEDLINE
1.www.keele.ac.uk/aluminium/keelemeetings/2013/
2.Perl DP, Brody AR: Alzheimer’s disease: X-ray spectrometric evidence of aluminum accumulation in neurofibrillary tangle-bearing neurons, Science 1980; 208: 297–9 CrossRef MEDLINE
3.Nachruf von Nick Ravo, New York Times, 20. 9. 1999.
4.Spada PL, et al.: Iron, zinc and aluminium ferritin content of hemodialysis hyperferritinemic patients: comparison with other hyperferritinemic clinical conditions and normoferritinemic blood donors. Clinical Biochemistry 2009; 42: 1654–7 CrossRef MEDLINE
5.De Sole P, et al.: Possible relationship between Al/ferritin complex and Alzheimer’s disease. Clinical Biochemistry 2013; 46: 89–93 CrossRef MEDLINE

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EEBO
am Sonntag, 27. Juli 2014, 14:55

Es ist Sonntag,

... das Mittagessen (alufrei auf Porzellangeschirr aufgetragen) wird gerade in extenso verdaut, stimmt mich milde...

Auch wenn es etwas her ist, daß der Herr Ehgartner seinen Beitrag im ÄB veröffentlichen durfte, bin ich immer noch etwas erstaunt hierüber. Ehgartner ist für seine kontroversen Ansichten ja bekannt (und die - sagen wir mal - recht emotionalen Kommentare in diesem Forum bweisen, daß er keinen kalt läßt). Objektivität ist ebenfalls seine Sache nicht, wie der Film Akte Aluminium und sein Interview unter dem Titel Alu - Schmutziges Geheimnis der Impfstoffhersteller belegen (http://www.youtube.com/watch?v=_xtHe0y6RBY; http://www.youtube.com/watch?v=DfpY-_ecdfA&feature=youtu.be). Unfreiwillig komisch wird sein Akte-Aluminium-Film, wenn im Verlauf der Vergleich zwischen Maalox und den brennenden, Aluminum enthaltenden Trägen des World Trade Centers gezogen wird: Vade retro, Satanas Aluminium? Oder ging es darum, dass auch ein einstürzender Träger dauerhafte Kopfschäden verursachen kann? Wie auch immer, das interessanteste an diesem Artikel ist das nachfolgende Interview mit Prof. Beyreuther, der nachdrücklich auf die Erfordernis weiterer Forschungen hinweist.
Faszinierend an den ganzen Kommentaren ist für mich allerdings, wie sich (wie auf Bestellung) der Fokus auf das Thema Impfen verschiebt, inklusive der Angabe der üblichen Links der Impfgegner, die keinerlei fundierte Substanz enthalten. Zwischendrin noch der Verweis auf psiram, ehemals esowatch: Ein Portal, das überwiegend von streng rationalistisch argumentierenden Atheisten betrieben wird (und sich leider auch in seinem Wiki die eine oder andre Polemik nicht verkneifen kann), dennoch - zumindest, was medizinische Themen anbelangt - insgesamt objektiv daherkommt. Dazwischen noch die besorgten Nachfragen der Frau Patricia - Tip: Selbst recherchieren auf pubmed.gov und beim zuständigen Wasserwerk. Vor allem sich nicht auf andere verlassen, die mit angefaulten Äpfeln daherkommen.
bertgartner
am Dienstag, 22. Juli 2014, 12:19

Vollpfosten

Das ist natürlich eine tolle Masche:
Menschen über eine anonyme Hetzer-Plattform im Netz zu verleumden und dann so intrigant und blöd sein, diesen Link als seriösen Beleg zu präsentieren.
dr.peter
am Montag, 24. März 2014, 23:22

Psiram

Zum Thema Psiram:

http://anti-psiram.com/
Es gibt viele weitere solcher Anti-Seiten.
dr.peter
am Montag, 24. März 2014, 23:05

Aluminium

Hallo,

ich würde sehr davon abraten Magensäureblocker wie Talcid oder Maaloxan einzunehmen. Es gibt etliche Hausmittel, die ebenfalls Linderung verschaffen können. Sodbrennen und weitere Magenprobleme bekommt man ganz wunderbar mit Apfelessig weg. Dazu einen Teelöffel Bio-Apfelessig in ein Glas Wasser füllen und weg damit. Ein geriebener Apfel, den man braun werden bzw. oxidieren lässt, soll ebenfalls Linderung verschaffen. Genauso wie Haferschleim (klingt eklig ich weiß) ohne Milch und Zucker, Kamillentee oder ein Teelöffel Bio-Senf. Ich habe den Fehler gemacht und jahrelang eben diese Medikamente wie Maaloxan oder Talcid gegen Magenprobleme genommen, welche eine beachtliche Menge an Aluminium enthalten. Dabei gibt es soo viele natürlich Hausmittel, die mindestens genauso gut helfen. Man kann selbstverständlich Suchmaschinen im Internet benutzen und dort z.B. "Hausmittel Sodbrennen" eingeben. Dort finden sich etliche Alternativen.

2.) Wie die Trinkwasserreinigung in deutschen Städten aussieht wüsste ich selbst gerne. Kann ich leider nichts zu sagen.

3.) Ich bin nach einer Tetanus-Diphterie Impfung schwer erkrankt und lasse mich nicht mehr impfen. Es gibt gute Aufklärungsseiten im Internet:
http://www.impfkritik.de
http://www.impfschaden.info/impfsch%C3%A4den/impfschadensdatenbank.html?impfung=Tetanus&age=Alle&geschlecht=Alle&land=Alle&ausgang=Alle&einweisung=Alle&vollsuche=
tachy
am Dienstag, 18. Februar 2014, 21:23

Bert Ehgartner !?! Bei Psiram wohlbekannt!

Würden sich die Redakteure des Ärzteblattes vorher angemessen informieren, wüssten sie, was dieser Ehgartner sonst so verzapft. Von Impfgegnerschaft, Homöopathie, Verschwörungstheorien und sonstigen Humbug ist wirklich alles vertreten:

http://www.psiram.com/ge/index.php/Bert_Ehgartner

Für mich fällt dieser Artikel unter die Rubrik #vollpfostenjournalismus.
patricia.imprinzip
am Donnerstag, 29. August 2013, 21:32

zum Artikel: Morbus Alzheimer: Nach Jahren Auftrieb für die Aluminiumhypothese

Nach den neuesten Erkenntnissen im Hinblick auf Alzheimer und die Aluminiumhypothese stellen sich mir drei drängende Fragen:

1) Was ist von langanhaltenden Gaben an Magenmitteln zu halten? Sämtliche behandlungsrelevante Produkte enthalten nach wie vor Aluminiumoxid und werden auch älteren Patienten (die meist andere schwere Medikamente schlucken müssen) dauerhaft verabreicht. Inwieweit verstärken diese die Symptome von Morbus Alzheimer und wird an deren Wirkung/Nebenwirkung diesbezüglich entsprechend geforscht?

2) In Paris soll die Trinkwasserreinigung von Aluminiumoxid auf Eisenoxid umgestellt worden sein. Wie sieht das in deutschen Städten aus - wo wird nach wie vor mit Aluminium gereinigt?

3) Auch Impflösungen soll als Wirkungsverstärker Aluminium beigemischt werden, einerseits logisch nach der Annahme, dass Aluminium eine Art Allergie = Überreaktion auch auf Lebensmittel erzeugt. Dieses Faktum wird sich in der Pharmakologie offensichtlich zu Nutze gemacht .... (klar, dass der Impfstoff weniger intensiv sein muss, wenn der Patient STÄRKER darauf REAGIERT) ..... Doch wie gefährlich ist dies im Hinblick auf Ihre im Artikel genannten neuen Studien?

Über eine Antwort auf meine Fragen bin ich sehr dankbar.
dr.peter
am Donnerstag, 15. August 2013, 00:55

Ehgartner ist kein genereller Impfgegner

Guten Abend Herr Max,

Herr Ehgartner ist kein genereller Impfgegner. Ich zitiere:

"Bert Ehgartner ist kein absoluter Gegner der Impferei, kritisiert aber besonders den Zusatzstoff Aluminium..."

Quelle (bitte unter "show more" nachsehen): http://www.youtube.com/watch?v=UXAPzh3RVPI

Mit freundlichem Gruß,
dr.peter
Wolfgang Max
am Donnerstag, 14. Februar 2013, 11:41

Impfgegner Ehgartner


Es ist ja erstaunlich, dass das Ärzteblatt einen Impfgegner als Autor engagiert.
Erstaunlich auch, weil Ehgartner in seinem neuen Buch den Impfexperten Paul Offit als Bullterrier an der Impffront beschimpt- und das noch dazu in einem Kapitel, welches er "im Reich der Impftaliban" nennt. Damit bringt er impfende Ärzte in direktem Zusammenhang mit terroristischen Taliban.

Als Beispiel Ehgartner in einem Elternforum zum Thema Impfen speziell die FSME Impfung:

Zitat"und das sind jetzt Argumente für FSME?....

Der beste Umgang mit manchen Krankheiten ist der, dass man sich am besten gar nicht damit beschäftigt.
Wenn ich mir von vornherein schon alle möglichen Pläne mache, und versuche das pharmazeutisch abzudecken und in den Griff zu kriegen, dann ist das ziemlich stressig.

Windpocken verlaufen übrigens bei Kindern, die zuvor nicht 6-fach geimpft worden sind, wesentlich komplikationsfreier, mit weniger Pusteln, kaum Fieber.


Die Schlaganfall-Gefahr nach Windpocken ist eine Folge der veränderten Immunreaktion, welche eine 6-fach-Impfung fast immer nach sich zieht.
Erst eine Windpocken-Erkrankung, eine RSV-Infektion, eine Rotaviren-Infektion - oder auch eine Masern-Mumps-Röteln-Impfung bringen die auf eine 6-fach-Impfung folgenden Fehl-Programmierungen des Immunsystems wieder halbwegs ins Lot.


Tja, das ist tatsächlich manchmal ein Problem: Wenn impfkritische Eltern ihre Kinder nicht mehr in die Wiese lassen, weil es nicht FSME geimpft ist.
Bei uns haben die Kinder dauernd Zecken, aber niemand pfeift sich was.

Nicht aus Ignoranz, sondern weil wir wissen, dass ein infizierter Zeck - wenn er FSME Viren überträgt - die Kinder besser und verträglicher impft als jede Impfung."


http://www.parents.at/forum/showpost.php?p=12568674
DrWoRa
am Sonntag, 10. Februar 2013, 13:39

Aluminium

Aluminium ist KEIN Edelmetall. Es ist ein Leichtmetall!
Früher wurde es auch der Gruppe der Erdmetalle zugeordnet, weil es so häufig vorkommt.

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