THEMEN DER ZEIT

Kriegskinder: Erst im Alter wird oft das Ausmaß der Traumatisierungen sichtbar

Dtsch Arztebl 2013; 110(14): A-656 / B-577 / C-577

Jachertz, Norbert; Jachertz, Adelheid

Seit einem Jahrzehnt wird erforscht, was aus den zwischen 1930 und 1945 Geborenen geworden ist. Ein Thema für alle, die Senioren behandeln und pflegen. Ein Kongress in Münster über Kindheit im Zweiten Weltkrieg

Kinder in den Ruinen von Nürnberg, um 1946, Foto: ullstein bild

Jeder Krieg hinterlässt Kriegskinder – eine Generation, die im Krieg geboren und aufgewachsen ist und ihn samt seiner Folgen miterlebt hat und, bei den neuen Kriegen, immer noch miterlebt. Solche Erlebnisgenerationen zeitigten die beiden Weltkriege. Aber auch die ungezählten Kriege in Vietnam, Exjugoslawien, Ruanda, der Golfregion und Afghanistan, um nur einige zu nennen, haben ihre Kriegskinder. Von ihnen (und ihren Müttern und Verwandten) und ihren Traumata ist öffentlich wenig die Rede. Weniger jedenfalls als von den Kämpfern und deren posttraumatischen Belastungsstörungen, die sie zum Beispiel am Golf oder in Afghanistan erlitten haben.

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Besser steht es um die (deutschen) Kriegskinder des Zweiten Weltkrieges. Seit gut einem Jahrzehnt wird erforscht, was aus ihnen geworden ist, welche Spätfolgen ihre Kriegs- und Nachkriegserlebnisse hatten und wie sie gegebenenfalls behandelt werden können. Eine Fülle von wissenschaftlicher Literatur, von Sachbüchern, Dokumentationen und Reportagen zeugten vom Interesse an den Söhnen und Töchtern ohne Väter. Ein erster Kongress führte 2005 etwa 600 Experten in Frankfurt am Main zusammen (siehe „Kollektive Aufarbeitung notwendig“, DÄ, Heft 17/2005). Nun folgte ein zweiter, in Münster am 22. und 23. Februar mit circa 300 Teilnehmern. Es hätte nach Auskunft des Veranstalters, Prof. Dr. med. Gereon Heuft, dem Direktor der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster, die doppelte Zahl sein können. Doch die Tagungskapazitäten in der Katholischen Akademie in Münster reichten einfach nicht. Das Interesse war jedenfalls überwältigend, der Kongress ein interdisziplinäres Unterfangen, an dem Ärzte und Psychologen, insbesondere Psychotherapeuten, Zeithistoriker und Sozialwissenschaftler beteiligt waren. Dazu kamen Autoren und Autorinnen (diese vor allem), die zum Schicksal ihrer Eltern und damit auch dem eigenen recherchieren oder dem zunehmenden Trend zur Erforschung der jüngeren Vergangenheit folgen. Im Mittelpunkt des Kongresses stand die sogenannte Erlebnisgeneration der 1930 bis 1945 Geborenen und deren Nachkommen.

Die Kriegskinder-Forschung begegnete anfangs vielen Vorbehalten. Der schlichteste, inzwischen längst widerlegte Einwand, war noch der, es gebe keine sich nach Jahrzehnten manifestierende Traumatisierung. Politisch brisanter war der Vorwurf von Shoa-Überlebenden, der Blick auf die Kriegskinder führe dazu, den Mord an den Juden zu relativieren. Noch auf dem Frankfurter Kongress 2005 verwahrte sich Dr. Dieter Graumann von der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main gegen ein „Einebnen der Unterschiede“, vor allem dürfe die „Frage der Schuld nicht ausgeblendet werden, wenn Deutsche als Opfer des Krieges thematisiert werden“.

Jahrzehntelang Tabuthema

Beim Münsteraner Kongress erinnerte Prof. Dr. med. Hartmut Radebold, einer der frühen Protagonisten der Kriegskinder-Forschung, jetzt daran, dass man sich noch in den Jahren 2000 bis etwa 2003 die Frage stellte, ob eine Forschung zu deutschen Kriegskindern „erlaubt“ sei. Das Thema galt auch den über Jahrzehnten intellektuell tonangebenden „68ern“ als tabu. Die Autorin Sabine Bode („Die vergessene Generation. Kriegskinder brechen ihr Schweigen“, 2004) berichtete in Münster, dass sie sich gegenüber ihren 68er Gesinnungsgenossen – sie ist Jahrgang 1947 – wegen ihres Interesses rechtfertigen musste. Ihre Argumentation: Auch wenn die Deutschen als Tätervolk unendliches Unrecht verursacht hätten und sich dessen bewusst sein müssten, so hätten doch die deutschen Kinder ihrerseits viel Leid erfahren, das es wert sei, gehört und erkannt zu werden. Leid gegen Leid könne, so die Autorin, niemals aufgerechnet und durch das Befassen mit den Kriegskindern nicht die Täterschuld relativiert werden.

Dem Vorwurf Graumanns von 2005, die „Holocaust-Kinder abgedrängt“ zu haben, begegneten die Kongressmacher des Jahres 2013 unter anderem, indem sie die Sozialpsychologin Prof. Zahava Solomon, Tel Aviv, prominent zu Wort kommen ließen. Das bot sich auch von der Sache her an. Denn Solomon, eine renommierte Traumaforscherin, hat sich mit den Folgen der von Israel geführten Kriege 1973 und 1982 sowie dem Golfkrieg von 1991 für die Gesellschaft und den Einzelnen differenziert auseinandergesetzt. Das auch mit Bezug zur Shoa. Bei Überlebenden der nationalsozialistischen Judenverfolgung, die im Alltag lange unauffällig gelebt hatten, brachen beim Golfkrieg alte Erinnerungen auf. Sie reagierten mit Stress und Ängsten, von denen sie sich nur schwer erholen konnten. Die Kinder seien von den Verletzungen ihrer Eltern mittelbar betroffen (secondary traumatization). In den Familien sei über die Vergangenheit zwar nicht gesprochen worden (conspiracy of silence), man habe sich mit dem Aufbau des jungen Staates beschäftigt, doch seien die Ängste der Eltern spürbar gewesen und hätten sich in einer übertriebenen Besorgnis für die Kinder ausgedrückt. Erst die Enkelgeneration stehe dem Geschehen unbefangener gegenüber. Sie informiere sich und reise zum Beispiel nach Polen. Das Schweigen sei nun gebrochen. Die Frage, ob bei Überlebenden von Krieg oder Völkermord – der Shoa oder des Genozids in Ruanda etwa – ein signifikant höheres psychopathologisches Risiko zu beobachten ist, kann Solomon zufolge nicht eindeutig beantwortet werden: Bei einigen ja, bei anderen nein. Aber da seien natürlich die flashbacks, siehe die Reaktionen auf den Golfkrieg.

Folgen erst im Alter sichtbar

Solomons Ergebnisse gleichen denen anderer Traumaforscher. Das lange Schweigen der Betroffenen, die unauffälligen Zeiten mit dem Blick nach vorn, die aufblitzenden Erinnerungen (flashbacks) bei akuten Ereignissen, das Aufflammen traumatischer Erlebnisse im Alter, die stillschweigende Weitergabe der Traumatisierung an die Kinder, deren Ahnen, aber Nichtwissen vom Leid der Eltern.

Spiele inmitten einer in Trümmern liegenden Stadt. Foto: SZ Photo

Erinnern kennzeichnet zwar ohnehin das Alter – das sagt jenseits aller Forschung schon die Lebenserfahrung –, doch bei den Kriegskindern wird „oft erst im Alter das ganze Ausmaß der Folgen sichtbar“, erläutert die Entwicklungspsychologin Prof. Dr. phil. Insa Fooken, Siegen. Und dann treffen, ergänzt Heuft, die alten Bedrohungen auf die Bedrohungen des Alters. Man schätzt, dass etwa ein Drittel der Kriegskinder traumatisiert ist, etwa fünf Prozent schwer. Es gebe zwar unendlich viele hilfsbedürftige Kriegskinder, doch nicht alle gingen zum Arzt, auch wenn sie psychopathologisch auffällig seien, vermutet Fooken und fordert Aufklärung durch die Medien. Radebold und Heuft fordern zudem von (Haus-)Ärzten und Psychotherapeuten, bei Patienten der einschlägigen Jahrgänge an mögliche Kriegsfolgen zu denken – und nachzufragen (siehe „Drei Fragen an . . .“). Dazu bedarf es Geduld. Denn ein Kennzeichen von Kriegskindern scheint das beharrliche Schweigen zu sein. Der Psychoanalytiker Dr. phil. Werner Bohleber, Frankfurt am Main, spricht von innerem Rückzug und nennt als Beispiel Kinder, die merkten, dass ihnen ihre Mutter, eigentlich der Inbegriff der Zuflucht, bei einem Bombenangriff keinen Schutz bieten konnte. „Je jünger das Kind war, desto eher der Rückzug“ – und damit auch das Nichtverarbeiten der Vergangenheit.

Wiederbelebte Kriegserlebnisse können eine posttraumatische Belastungsstörung im Sinne von ICD 10/ F 43.1 hervorrufen, Depressionen, Ängste, Panikattacken, Alpträume, psychosomatische Erkrankungen. Als Therapieziele empfahlen in Münster mehrere Referenten, die alten Erfahrungen aufzuarbeiten, zu akzeptieren und in das Leben einzubeziehen, gemäß dem Merksatz: „So ist mein Leben gewesen“ (Heuft).

Übertragung der Lebensangst

Den Kindern und Enkeln der Kriegskinder kommt eine besondere Rolle zu. Auch sie sollten geduldig nachfragen. Und das auch im eigenen Interesse, denn sie können so „geahntes Wissen“ (Bohleber) ans Licht bringen und noch dazu einiges über sich erfahren. Das geht sehr berührend aus den Büchern von Anne-Ev Ustorf („Wir Kinder der Kriegskinder, 2008) und Katja Thimm („Vatertage“, 2011) hervor. Sie behandeln die Probleme der Kriegs„enkel“. Laut Ustorf fordert die traumatisierte Elterngeneration von ihren Kindern besonders viel familiären Zusammenhalt und überträgt einen Teil ihrer Lebensangst auf die nachfolgende Generation, von der sie Leistung erwartet und deren Misserfolge sie ignoriert oder verdrängt. Thimm schildert eindrucksvoll den Lebenslauf ihres Vaters, der als Kriegskind und zudem Heimatvertriebener doppelt belastet war. Sie als Tochter nahm die Folgen seiner Verletzungen im Kindesalter allenfalls als Merkwürdigkeiten und Marotten wahr. Erst als er alt, krank und hinfällig war, brach er der beharrlich fragenden Tochter gegenüber sein Schweigen.

Solches Fragen und Zuhören wäre zwar allgemein wünschenswert, kann aber häufig weder von Therapeuten mit ihrem vorgegebenen Zeitbudget geleistet werden noch von den pflegenden Angehörigen, die ständig mit organisatorischen Dingen überrollt werden. Erst recht kann es nicht im Altenheim, der Endstation vieler alter „Kriegskinder“, erwartet werden, selbst wenn es sich um eine teure Seniorenresidenz handelt. Das Personal steht unter großem Zeitdruck, ist gesprächstherapeutisch zumeist wenig qualifiziert und oft nicht einmal der deutschen Sprache mächtig. Da bleibt es wohl weiterhin bei dem der Öffentlichkeit selten bewussten Zustand: „In deutschen Altenheimen tobt der Zweite Weltkrieg“ (Katja Thimm).

Bei den Kriegskindern verfolgen Medizinberufe und Historiker unterschiedliche Interessen. Historiker sind bei oral history auf nachprüfbare Fakten aus, das Zeitzeugeninterview soll ihnen Material liefern, sie vernachlässigen dabei die Empathie mit dem Befragten. Umgekehrt die Mediziner: Im Blick das Individuum, der historische Hintergrund fehlt (oft). Doch benötigen auch sie gerade bei der Therapie von Kriegskindern die historischen Zusammenhänge, denen die Kriegserlebnisse zuzuordnen sind.

Immerhin, Therapie kann manchmal auch einfacher sein: eine Nachfrage, das Gespräch im Miteinander der Generationen, Erfahrungsaustausch in (moderierten) Gruppen. Was aber, wenn das alt und sehr alt gewordene „Kriegskind“ kaum noch ansprechbar ist? „Auch der Schwerstdemente hat Gefühle“, versichert der Gerontologe Prof. Dr. med. Rolf. Hirsch, Bonn, und ergänzt: „Umarmen kann man auch noch im Alter lernen.“

Norbert und Adelheid Jachertz

3 Fragen an . . .

Prof. Dr. med. Gereon Heuft, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Foto: UKM

Wann sollte der Arzt an frühere Kriegstraumata denken?

Heuft: Wenn er Patienten der Jahrgänge 1930 bis 1945 vor sich hat, soweit sie zeitgeschichtliche Erfahrungen haben. Etwa ein Drittel dieser Jahrgänge hat schwere Erlebnisse hinter sich. Viele dieser Kriegskinder haben ihr Leben bewältigt, indem sie aktiv nach vorne dachten. Aber jetzt, im Alter, besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Traumatisierungen wieder zutage treten und sich in psychischen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten äußern. Ängste, Depressionen, auch funktionelle Körpersymptome, zum Beispiel nach einer als lebensbedrohlich empfundenen Krankheit können mit Kriegstraumata zusammenhängen. Die Symptome können sehr unspezifisch sein.

Wer übernimmt sodann die Abklärung?

Heuft: Der normale Hausarzt könnte im Verdachtsfall erste Fragen nach der Kriegsbelastung stellen. Dazu bedarf es jedoch bei den Hausärzten weiterer Sensibilisierung, etwa im Rahmen der Weiterbildung zur „Psychosomatischen Grundversorgung“.

Wie ist das weitere Vorgehen?

Heuft: Bei manchen Betroffenen können Gespräche im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung ausreichen. Wenn die Symptome persistieren oder schlimmer werden, dann sollte an einen Spezialisten überwiesen werden. Allerdings haben auch die Psychotherapeuten oft noch erheblichen Informationsbedarf bezüglich der Psychotherapie Älterer. Es ist empfehlenswert, sich in der Region, in der man arbeitet, nach ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten für Ältere mit Trauma-Reaktivierung im Alter umzuhören. Denn den Betreffenden ist mit traumafokussierenden Techniken oft gut zu helfen.

Leserkommentare

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normalerdoktor
am Montag, 15. April 2013, 22:43

@Skrziepietz

Woher nehmen Sie eigentlich immer diese Gewissheiten? Anstelle Ihrer ewig miesepetrig nörgelnden Misanthropie suchen Sie sich doch einfach ein Umfeld, in dem Sie Ihre (Er-) Kenntnisse zum Nutzen Anderer (Patienten vielleicht?) einsetzen können. Damit wäre dann Ihnen und denen gedient.
Andreas Skrziepietz
am Donnerstag, 11. April 2013, 14:18

leider wird es niemand lesen

weil die Autorin keine Fernsehprominente ist. Sonst könnte sie sich nämlich auf eine Endlostournee durch die TV-Talkshow begeben, um auf Kosten der Zwangsgebührenzahler des Parteibuchrundfunks Werbung zu machen. Dafür sind sie nämlich da, die Zwangsgebühren.
Schreib
am Donnerstag, 11. April 2013, 13:25

Wie gut, dass das Thema heute wieder hochkommt!

Ich habe nach dem Tod meiner Mutter an Hand ihrer Tagebuchaufzeichnungen von 1941 (da war sie zwölf Jahre alt und der Krieg mit Russland war plötzlich ganz dicht vor der Haustür im Ostpreußischen Gumbinnen) das Buch "Marjellchen" geschrieben. Es war mir natürlich ein wichtiges Anliegen, das Buch zu schreiben, es kam im letzten Herbst auf den Markt. Inzwischen ist schon die zweite Auflage gedruckt, denn mein Thema war plötzlich voll im Trend. Das freut mich natürlich sehr. Hier für alle Interessenten der Klappentext, mit freundlichen Grüßen, Gabriele Schreib M.A.

"Die Mutter stirbt und das ist immer ein gegebener Anlass, auf ihr Leben einen intensiven Blick zu werfen. 'Marjellchen' ist ein inzwischen schon fast ausgestorbener Begriff, das sagen die Leute in Ostpreußen zu einem 'Mädchen'. Marjellchen Irmgard, Jahrgang 1928, wächst behütet in ihrer Familie im ostpreußischen Gumbinnen auf. Mit zwölf Jahren, fast dreizehn, beginnt sie 1941, ein Tagebuch zu schreiben. Nach ihrem Tod liest die Tochter dieses Tagebuch. Schnell wird klar, welchem Druck das kleine Mädchen standhalten muss, als es zu schreiben beginnt: Der Krieg mit Russland hat gerade begonnen und die Bedrohung ist schon bald spürbar. Nach kurzer Zeit merken die Menschen selbst im ruhigen Ostpreußen, dass die ersten Todesfälle Lücken in die Familien reißen. Trotzdem vergehen noch Jahre, bis die kleine Familie, inzwischen ganz ohne Männer, auf abenteuerlichen Wegen nach Schleswig-Holstein flüchten muss. Das immer wieder eindringliche Dokument des Tagebuchs begleitet sie auf ihrem Weg.

In Schleswig an der Schlei angekommen, ist der Krieg schon nach wenigen Tagen vorbei. Die kleine Stadt in der Nähe vom völlig zerstörten Kiel nimmt tausende von Flüchtlingen auf. Sie bietet im ersten Sommer nach Kriegsende wieder ein wenig heile Welt: Badefreuden im Haddebyer Noor, Bekanntschaften mit anderen jungen Leuten, manchmal auch Treffen mit einigen Menschen aus der alten Heimat. Irgendwann geht dann auch die Schule wieder los und gibt dem aus den Fugen geratenen Leben neue Struktur. Doch die tiefen Wunden, die der Krieg aufgerissen hat, bleiben.

Selbst in der nächsten Generation, von der man sagt, sie hätten die 'Gnade der späten Geburt' gehabt, selbst dort ist noch viel von den niemals therapierten verwundeten Seelen der Elterngeneration zu spüren. So bietet dieses Buch einen Blick auf das Schicksal der Ostpreußenkinder, gesehen aus den Augen der Nachkriegsgeneration. Auch die deutsche Wissenschaft kümmert sich inzwischen verstärkt um das Schicksal dieser vielen Kriegskinder. So kann man dieses Buch als einen Beitrag sehen, der die wissenschaftlichen Forschungen mit den Erfahrungen der eigenen Kindheit der Autorin bereichert."

VAS-Verlag, Bad Homburg v.d.H., 2012, ISBN 978-3-88864-481-8, 14,80 Euro.

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