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Pflege: Arbeitgeberverband plädiert für Realismus

Dtsch Arztebl 2013; 110(35-36): A-1594 / B-1406 / C-1390

Richter-Kuhlmann, Eva

Gerade für junge Menschen muss die Pflege als Berufsfeld attraktiver werden. Foto: Caro

Während des Wahlkampfs würden immer vehementer umfangreiche Reformen in der Pflege gefordert, ohne dass es Ansätze für eine zügige Problemlösung gebe, kritisierte der Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege, Thomas Greiner.

„Statt derzeit nicht finanzierbare Reformen zu fordern, sollte die gesamte Pflegewirtschaft gemeinsam mit der Landes- und Bundespolitik realistisch das Mögliche zügig umsetzen“, sagte Greiner und verwies auf eine fehlende Umsetzung der „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege“, auf die sich Bund, Landesregierungen und Pflegeverbände Ende 2012 verständigt hatten. Die Kommunikation von Bund und Ländern funktioniere diesbezüglich nicht. „Wenn die Umsetzung dieser Vereinbarung nicht durch Trägheit der Behörden verschleppt würde, wäre der Fachkräftemangel nicht mehr so groß“, ist Greiner überzeugt.

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Um zusätzliches Personal in der Pflege zu gewinnen, plädiert der Arbeitgeberverband Pflege für eine Fortbildung von Pflegehilfskräften, die länger als drei Jahre in der Altenpflege tätig sind, zu Fachkräften. So könnten nach seiner Ansicht innerhalb von 15 Monaten zusätzlich 25 000 Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen. Ferner fordert er, die Zahl der Demenzpflegekräfte zu verdoppeln, die Pflegefachkräfte entlasten könnten. ER

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