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Gesetzliche Krankenversicherung: 27,7 Milliarden Euro auf der hohen Kante

Dtsch Arztebl 2013; 110(37): A-1650 / B-1458 / C-1438

Flintrop, Jens

Der Gesundheitsfonds verbuchte im ersten Halbjahr 2013 ein Defizit in Höhe von 1,98 Milliarden Euro. Wegen des Weihnachtsgeldes und des daraus resultierenden höheren Beitragsaufkommens im zweiten Halbjahr dürfte dieses über das Gesamtjahr betrachtet jedoch wieder ausgeglichen werden. Die Krankenkassen weisen hingegen einen Überschuss in Höhe von 1,09 Milliarden Euro aus. In der Gesamtbetrachtung der Finanzergebnisse von Gesundheitsfonds und Kassen verzeichnete die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in den ersten sechs Monaten ein Minus in Höhe von 890 Millionen Euro. Gesundheitsfonds und Kassen verfügten damit rechnerisch am 31. Juli 2013 über Finanzreserven in einer Größenordnung von 27,7 Milliarden Euro: 11,1 Milliarden Euro beim Gesundheitsfonds und 16,6 Milliarden Euro bei den Kassen.

Trotz Überschüsse hat die Bundesregierung den GKVBeitragssatz stabil gehalten. Die Folge sind hohe Finanzreserven. Foto: dpa

„Die GKV geht mit einem soliden Fundament in die neue Legislaturperiode“, kommentierte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die Finanzentwicklung. Die Abschaffung der Praxisgebühr, die zur Haushaltskonsolidierung erfolgte Absenkung des Bundeszuschusses um 2,5 Milliarden Euro sowie die notwendigen Verbesserungen der Finanzsituation der Krankenhäuser und beim Apotheken-Notdienst seien somit solide finanziert. Bahr: „Die GKV wird trotz dieser Mindereinnahmen und Mehrausgaben auch 2013 Überschüsse erzielen.“

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Genauere Prognosen zur Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung wird im Oktober der gemeinsame Schätzerkreis von Bundesversicherungsamt, Bundesgesundheitsministerium und GKV-Spitzenverband vornehmen. Unter Berücksichtigung der Finanzergebnisse des 1. Halbjahres 2013 sowie der aktuellen Eckwerte zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden dann eine Aktualisierung der Prognose für 2013 und eine erstmalige Prognose für 2014 erfolgen. JF

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