VARIA: Preise
Verleihungen
Dtsch Arztebl 1998; 95(49): A-3165 / B-2453 / C-2229


Friedrich-Hartmut-Dost-Preis 1998 - verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Klinische
Pharmakologie und Therapie e.V., an Privatdozent Dr. med. Rainer H. Böger, Institut für Klinische
Pharmakologie der Medizinischen Hochschule Hannover, in Anerkennung seiner Habilitationsschrift mit dem
Titel "Antiarteriosklerotische Wirkungen von Stickstoffmonoxid (NO): Pathophysiologische Grundlagen und
therapeutische Effekte". Der Preis wird alle zwei Jahre für die Förderung der klinischen Pharmakologie in den
europäischen Ländern vergeben.
Felix-Hoppe-Seyler-Preis - verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin e.V., an Priv.Doz. Dr. med. Arnold von Eckardstein (38), Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der
Universitätsklinik in Münster. Den mit einer Dotation, gestiftet von der Firma Merck KGaA, in Höhe von 10 000
DM verbundenen Wissenschaftspreis verleiht die Deutsche Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin alle zwei
Jahre in Anerkennung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet der
Laboratoriumsmedizin. Der Preisträger hat insbesondere zum Verständnis der antiatherogenen Rolle des Highdensity-Lipoproteins (HDL) auf molekularer Ebene beigetragen und damit Voraussetzungen für eine verbesserte
Diagnostik und Therapie von Störungen des HDL-Stoffwechsels geschaffen, heißt es in der Laudatio.
Hans-Karrer-Förderpreis für Dermatologie im Kindesalter - verliehen im Rahmen des 3. Biedersteiner
Kolloquiums "Dermatologie im Kindesalter", Dotation: insgesamt 5 000 DM, zu gleichen Teilen an Dr. med.
Regina Fölster-Holst, Universitäts-Hautklinik Kiel, in Anerkennung einer Kinderbroschüre über Zoonosen, und
an Dr. med. Markus Ball, niedergelassener Arzt in Heidelberg, in Anerkennung eines von ihm entworfenen
"Merkblattes über Neurodermitis".
Medawar Preis - vergeben von der Gesellschaft für Transplantation anläßlich ihres XVII. Weltkongresses an
drei Wissenschaftler, und zwar an Prof. Dr. Fritz Bach, Prof. Dr. Anthony P. Monaco und Dr. Felix T. Rapaport.
Prof. Bach, Inhaber des Lewis-Thomas-Lehrstuhls an der Medizinischen Fakultät der Universität Harvard, leitet
das Forschungszentrum für Immunbiologie am Klinikum Beth Israel-Deaconess in Boston. Prof. Monaco ist
Inhaber des Peter-Medawar-Lehrstuhls an der Medizinischen Fakultät von Harvard in Cambridge/Massachusetts.
Dr. Rapaport ist Distinguished Professor der Chirurgie an der Universität des US-Bundesstaates New York in
Stony Brook.
Reisestipendien 1998 - verliehen von der Society for Dermatology in the Tropics e.V. (Verein zur Förderung der
Dermatologie in den Tropen), zwei Reisestipendien in Höhe von je 1 000 DM, gestiftet von den Firmen
Galderma Laboratorium GmbH und Novartis Pharma GmbH, an Dr. med. E. Schmidt, Würzburg, und an Dr.
med. G. Schwenzer, Ahrensburg. Dr. Schmidt wird Ende 1998 bei Dr. Djemadji, Leiter der
Universitätshautklinik N’Djamena (Tschad) arbeiten; Dr. Schwenzer wird an der Universität Peradeniya (Sri
Lanka) Vorlesungen im Fach Dermatologie halten. Die Reisestipendien werden voraussichtlich jährlich
vergeben. Kontakt: Verein zur Förderung der Dermatologie in den Tropen, Dr. med. S. Walther, Tropenklinik,
Paul-Lechler-Krankenhaus, Paul-Lechler-Straße 24, 72076 Tübingen.
Nachwuchs-Förderpreis - verliehen von der Fördergesellschaft der Universität Münster, Dotation: jeweils 10
000 DM, an Priv.-Doz. Dr. Roland Krämer (34), Diplom-Chemiker, und an Priv.-Doz. Dr. med. Michael
Raghunath (37), beide Universität Münster. Titel der preisgekrönten Arbeit von Dr. Krämer: "Funktionelle
Modellkomplexe für hydrolytische Metalloenzyme." Titel der Arbeit von Dr. Raghunath: "Mikrofibrillen des
Bindegewebes: Physiologie des Fibrillins und seine pathobiochemische Bedeutung am Beispiel des MarfanSyndroms."
New Investigator Recog-nition Award 1998 - verliehen von der Orthopaedic Research Society anläßlich eines
Kongresses in New Orleans, an Thomas Mittlmeier, MD, in Anerkennung seiner Beschreibung eines validen
Modells zur Quantifizierung des posttraumatischen geschlossenen Weichteilschadens. Bei diesen
Untersuchungen wurde als eine wesentliche Ursache für die sekundäre Ausweitung des primären Schadensareals
eine Störung der Mikrozirkulation und der Leukozyten-Endothel-Interaktion mit Hilfe intravitalmikroskopischer
Techniken beschrieben.
Altex-Preis - verliehen von der Stiftung "Fonds für versuchstierfreie Forschung", überreicht am 21. September
anläßlich des Internationalen Kongresses über "Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen in der
biomedizinischen Forschung" in Linz/Österreich an Elvira Ebert (27), Paul-Ehrlich-Institut, Langen/ Hessen, in
Anerkennung von drei wissenschaftlichen Publikationen, die sich mit Untersuchungen zum Ersatz von
Tierversuchen bei der Bestimmung der Wirksamkeit von immunologischen Präparaten beschäftigen. Die
Diplom-Biologin beschreibt Alternativmethoden zum "Mäuseneutralisationstest". EB
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