SPEKTRUM: Leserbriefe
Arzneimittel: Korrektur
Dtsch Arztebl 1999; 96(3): A-94 / B-80 / C-80
Zu der Mitteilung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft "Arzneimittelinduzierte schwere Hautreaktionen" in Heft 49/1998:


Das Dokumentationszentrum schwerer Hautreaktionen (dZh) an der Universitäts-Hautklinik in Freiburg
ist kein Spontanmeldesystem, sondern vielmehr ein intensives Erfassungssystem für hospitalisierte
Erkrankungsfälle von Erythema exsudativum multiforme majus (EEMM), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und
toxisch epiderma-ler Nekrolyse (TEN) in der
Bundesrepublik Deutschland. Das dZh kontaktiert etwa vierteljährlich mehr als 1 700 Kliniken und Abteilungen,
die für die Behandlung von Patienten mit schweren Hautreaktionen in Frage kommen. Bei Vorliegen eines
Verdachtsfalles einer schweren Hautreaktion führt ein ärztlicher Mitarbeiter des dZh die Datenerhebung in
anonymisierter Form direkt mit dem Patienten, gegebenenfalls den Angehörigen in der behandelnden Abteilung
durch. Um eine solche prospektive Fallerfassung mit hoher Datenqualität zu erzielen, ist es notwendig, daß die
Fallmeldung das dZh so schnell wie möglich, am besten per Telefon, Fax oder e-mail erreicht.
Das Dokumentationszentrum arbeitet mit den Spontanmeldesystemen für unerwünschte Arzneimittelreaktionen
in Deutschland, wie zum Beispiel dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der
AkdÄ eng zusammen, ist aber ein spezialisiertes intensives Erfassungszentrum.
Prof. Dr. med. E. Schöpf,
Dr. med. Maja Mockenhaupt, Dokumentationszen-trum schwerer Hautreaktionen in der Bundesrepublik
Deutschland, Hauptstraße 7, 79104 Freiburg
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