AKTUELL

Haftpflichtprämien: Versicherung will Hebammen helfen

Dtsch Arztebl 2014; 111(16): A-670 / B-578 / C-558

dpa

Im Streit um stark gestiegene Haftpflichtprämien will die Württembergische Versicherung freiberufliche Hebammen unterstützen. Das Stuttgarter Unternehmen habe eine etwa dreiprozentige Beteiligung an dem bisher bestehenden Versicherungskonsortium für die Hebammen-Haftpflicht angeboten, sagte ein Sprecher. Dem Deutschen Hebammenverband zufolge bietet eine Gruppe von Versicherern auf ein Jahr befristet eine Steigerung der Prämien um 20 Prozent an. Eine in der Geburtshilfe tätige freiberufliche Hebamme müsste damit eine Versicherungssumme von mehr als 6 000 Euro pro Jahr bezahlen.

Demo in Berlin: Am 12. April zog ein Protestzug aus Hebammen und Eltern zum Kanzleramt.

Die Geburtshelferinnen hatten wegen gestiegener Versicherungskosten um ihre Existenz gefürchtet. Das Problem hatte sich verschärft, als die Nürnberger Versicherungsgruppe ankündigte, sich als einer der wenigen Anbieter, die überhaupt noch freiberufliche Hebammen versichern, zum Sommer 2015 aus diesem Markt zurückzuziehen.

Anzeige

Weil eine Dauerlösung aber nach wie vor nicht in Sicht ist, machten mehrere Tausend Menschen am 12. April in Berlin auf die Problematik aufmerksam. Dankesbriefe von Eltern an die Geburtshelferinnen hingen vor dem Kanzleramt.

Unklar bleibt außerdem, ob die Mehrkosten von den Krankenkassen ausgeglichen werden können. Auslöser für die höheren Tarife von Haftpflichtversicherungen sind die hohen Schadensersatz-Summen, die Versicherungen im Fall von Fehlern der Hebammen leisten müssen.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Alle Leserbriefe zum Thema

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

Anzeige