MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Die E-Zigarette – präventivmedizinische, pneumologische und suchtmedizinische Aspekte

E-cigarettes—prevention, pulmonary health, and addiction

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(20): 349-55; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0349

Nowak, Dennis; Jörres, Rudolf A.; Rüther, Tobias

Hintergrund: E-Zigaretten erfreuen sich zunehmender Verbreitung. Sie werden als Mittel zur Raucherentwöhnung beworben, doch wird auch ein Potenzial als Einstiegsdroge für den Tabakkonsum diskutiert.

Methoden: Es wurde eine systematische Literaturrecherche in PubMed zur Wirkungsweise der E-Zigarette, Emission, Einschätzung durch potenzielle Nutzergruppen, Wirksamkeit in der Raucherentwöhnung und zum Suchtpotenzial durchgeführt.

Ergebnisse: Zahlreiche kasuistische Fallserien ohne epidemiologische Aussagekraft berichten über ehemalige Zigarettenraucher, die mit Hilfe der E-Zigarette nicht mehr rauchen. Lediglich zwei kontrollierte Studien zeigen der Nikotinersatztherapie ähnelnde Effekte als Entwöhnungshilfe, und zwar nahezu unabhängig vom Nikotingehalt. E-Zigaretten werden in geringem Maße auch von Nichtrauchern konsumiert. Die derzeit toxikologisch abschätzbare Gefährdung für Aktiv- und Passivraucher liegt vermutlich um Größenordnungen unter derjenigen des Tabakrauchens, auch wenn die variable Zusammensetzung der verwendeten Flüssigkeiten Unsicherheit schafft.

Schlussfolgerung: Präklinische und erste klinische Daten inklusive randomisierter kontrollierter Studien weisen auf ein Potenzial der E-Zigarette als Entwöhnungshilfe oder eine Verwendbarkeit zur Risikoreduktion bei Risikogruppen hin. Angesichts der nachgewiesenen Wirksamkeit multimodaler Raucherentwöhnungsprogramme mit pharmakologischer und psychotherapeutischer Unterstützung ist die Evidenz für die Wirksamkeit von E-Zigaretten in der Entwöhnung noch unzureichend. Aussagekräftige Studien werden dringend benötigt. Diese sollten auch Prädispositionen eruieren, die den Gebrauch einer E-Zigarette erfolgreicher oder weniger erfolgreich als den anderer Mittel machen. E-Zigaretten könnten darüber hinaus das Potenzial von Einstiegsdrogen haben. Daher kann derzeit keine klare Empfehlung bezüglich des Gebrauchs von E-Zigaretten ausgesprochen werden.

Seit etwa 2008 werden E-Zigaretten frei verkauft, zunächst via Internet-Vertrieb, seit wenigen Jahren auch in Spezialgeschäften, die ausschließlich E-Zigaretten vertreiben. Dabei wird Nikotin nicht konventionell geraucht, sondern „gedampft“ (engl., „to vapour“). Für Deutschland fehlen derzeit wissenschaftlich valide Daten zum Gebrauch.

Die Investmentbank Goldman Sachs zählt den Markt der E-Zigaretten zu einem der acht wichtigsten Anlegerthemen des Jahres 2013 und sieht den Marktanteil von E-Zigaretten bis 2020 bei zehn Prozent (Wall Street Journal 10.8.2013). Es handelt sich um ein rasant zunehmendes Phänomen, das vordergründig die Chance zum „gesünderen Rauchen“ suggeriert. In der Frage der Tabakentwöhnung gibt es jedoch hierzu noch keine klare wissenschaftlich begründbare Position (13).

Methode

Für die vorliegende Übersichtsarbeit wurde die verfügbare wissenschaftliche Literatur zum Thema der E-Zigarette systematisch zusammengestellt und klassifiziert. Die Ergebnisse der Literaturrecherche in PubMed sind im eKasten dargelegt.

Literaturrecherche
eKasten
Literaturrecherche

Funktionsweise der E-Zigarette

Die E-Zigarette ist ein batteriebetriebenes elektronisches System, das aerosoliertes Nikotin ohne Verbrennungsprozesse zur Einatmung freigibt. Die Begriffe „E-Zigarette“, „elektrische/elektronische Zigarette“, „rauchlose Zigarette“ und „electronic nicotine delivery device (ENDD)“ werden weitgehend synonym verwendet. Die E-Zigarette besteht in der Regel aus folgenden Bestandteilen (Abbildung):

Technisches Prinzip der E-Zigarette
Abbildung
Technisches Prinzip der E-Zigarette
  • Die Kartusche in einem Kunststoff-Mundstück enthält die zu verdampfende Flüssigkeit („Liquid“).
  • Das Heizelement verdampft die Flüssigkeit und erzeugt so das inhalierbare Aerosol.
  • Die (meist wiederaufladbare) Batterie betreibt das Heizelement.
  • Der Fluss-Sensor aktiviert im Moment der Triggerung durch einen Einatemzug das Heizelement sowie ein LED-Signallicht, welches Glut simuliert.

Inhaltsstoffe

Die Liquids beinhalten die Vernebelungsmittel beziehungsweise Trägersubstanzen Propylenglykol (Propandiol), Glycerin und Wasser in verschiedenen Mischungsverhältnissen, optional Nikotin und pharmakologische Wirkstoffe sowie verschiedene Duft- und Aromastoffe (zum Beispiel Menthol, Linalool „blumig“, Ethylacetat „fruchtig“, Tabanon „zigarettig“). E-Raucher können eigene Liquids mischen, wobei ein praktisch unübersehbares Spektrum von Substanzen zur Verfügung steht; sogar Tadalafil (Potenzmittel) und Rimonabant (Appetitzügler) wurden nachgewiesen (4). Der Nikotingehalt der käuflichen Kartuschen korreliert nur grob mit der jeweiligen Deklaration (5), zudem variiert die Freisetzung der Aerosole zwischen Geräten auch derselben Charge deutlich (6). Eine zuverlässige Information über die inhalierte Nikotindosis ist somit für den Nutzer nicht verfügbar. Dies erschwert eine einheitliche toxikologische Risikobewertung.

Kenntnisstand potenzieller und aktueller Konsumenten

In qualitativen Fokusgruppen-Interviews von E-Zigaretten-Konsumenten kristallisierten sich fünf Themenkomplexe heraus, die die Befragten als Gründe für ihr Konsumverhalten nannten:

  • Biofeedback (orale Wahrnehmung)
  • soziale Vorteile (Rückhalt durch Gleichgesinnte)
  • Hobby-Anteile (Zusammenstellen der Mischungen)
  • persönliche Identitätsstiftung (Nikotinkonsum, ohne andere zu stören)
  • Trennung zwischen Tabakrauchen und Nikotinkonsum (7).

Im Vier-Länder-Tabak-Survey aus dem Zeitraum 2010–2011, an dem 5 939 aktive und Exraucher in Kanada, den USA, Großbritannien und Australien teilnahmen (8), kannten 46,6 % der Befragten E-Zigaretten, und 7,6 % hatten sie ausprobiert. 85,1 % der Konsumenten von E-Zigaretten gaben an, sie zur Entwöhnung vom Tabakrauchen einzusetzen. Vorrangig jüngere Personen, solche mit höherem Einkommen und stärkere Raucher nutzten E-Zigaretten.

In wiederholten Querschnittsbefragungen in Großbritannien verdoppelte sich im Zeitraum 2010–2012 der Anteil derjenigen, die E-Zigaretten kannten, und es vervierfachte sich der Anteil der Konsumenten (9). Die Daten lassen vermuten, dass die Kenntnis und der Konsum von E-Zigaretten auch in Deutschland rapide zunehmen werden; verlässliche Zahlen zum Gebrauch sind jedoch derzeit nicht bekannt.

Online-Befragungen von 1 347 E-Zigaretten-Konsumenten, die über die Websites von Herstellern rekrutiert worden waren, ergaben, dass 74 % der Befragungsteilnehmer mindestens mehrere Wochen seit dem Konsum von E-Zigaretten keinen Tabak mehr rauchten, und 70 % berichteten über einen verminderten Suchtdruck (Craving) (10). In dieser Erhebung betrug die mittlere Konsumdauer zehn Monate und war damit deutlich länger als die übliche pharmakologisch unterstützte Tabakentwöhnung, beispielsweise mit Nikotin-Ersatzpräparaten.

In einer aktuellen Querschnittstudie wurden in München 320 Personen nach Gründen für das „Dampfen“ einer elektrischen Zigarette, ihrer Einstellung zum Rauchen und nach Entwöhnungsabsichten befragt (Rüther T, et al.: Electronic cigarette [e-cigarettes]—an aid for smoking cessation? Society for Research on Nicotine and Tobacco 2013; International Meeting Boston MA2013): Es zeigte sich bei Personen, die ausschließlich E-Zigaretten verwendeten, eine signifikant (p < 0,05) geringere Nikotinabhängigkeit, gemessen mit dem Fagerströmtest (11), als bei Rauchern konventioneller Zigaretten. Weiterhin fand sich bei E-Zigaretten-Nutzern eine signifikant höhere Zuversichtlichkeit, mit dem Rauchen ganz aufhören zu können. 50 % der Personen nutzten die E-Zigarette als Entwöhnungshilfe. Auch fühlten sie sich gesünder als Verwender herkömmlicher Zigaretten. Es fanden sich keine Verwender von E-Zigaretten, die nicht vorher regelmäßig Tabak konsumiert hatten (Rüther T, et al.: Electronic cigarette [e-cigarettes]—an aid for smoking cessation? Society for Research on Nicotine and Tobacco 2013; International Meeting Boston MA2013). Jedoch gibt es in der Literatur Hinweise darauf, dass auch Personen, die vorher nie Tabak geraucht hatten, E-Zigaretten konsumieren: Unter polnischen (12) und US-amerikanischen Studenten (13) lagen die Prozentsätze bei 3,2 und 9,3 % der Befragungsteilnehmer. In welchem Umfang diese Konsumenten nachfolgend auf konventionelle Tabakprodukte umsteigen und eine Nikotinabhängigkeit entwickeln, ist bislang unbekannt.

Diese und zahlreiche weitere Literaturquellen, vorrangig aus den Jahren 2012 und 2013, haben lediglich die empirische Validität von Kasuistiken beziehungsweise Fallserien, da sie auf einer Selbstselektion der Befragten beruhen und die Größe des Bezugskollektivs (also der „Nenner“) nicht bekannt ist. Die zusammenfassenden Aussagen lauten daher lediglich:

  • Es gibt zahlreiche ehemalige Tabakraucher, die sich mit Hilfe der E-Zigarette das Tabakrauchen abgewöhnt haben.
  • Ein Großteil der Verwender konsumiert die E-Zigarette aus gesundheitlichen Überlegungen.
  • Bei vorherigen Nichtrauchern kann man ein Potenzial von E-Zigaretten zur „Einstiegsdroge“ für den Tabakkonsum zumindest bei einzelnen Personen derzeit nicht ausschließen.

Pharmakologische Wirksamkeit

Das mit E-Zigaretten der beschriebenen Art inhalierte Nikotin flutet im Vergleich zum Rauchen konventioneller Zigaretten verlangsamt an (14, 15) (Tabelle 1). Dementsprechend stärker war die Unterdrückung des Rauchverlangens nach einer konventionellen Zigarette im Vergleich zu einer 16 mg Nikotin enthaltenden E-Zigarette (15) (Grafik). Klinische Daten zu direkten belohnenden Eigenschaften, das heißt einem „Kick“ durch die E-Zigarette, liegen derzeit nicht vor.

Reduktion des Rauchverlangens nach Nutzung verschiedener nikotinhaltiger Produkte
Grafik
Reduktion des Rauchverlangens nach Nutzung verschiedener nikotinhaltiger Produkte
Pharmakokinetik von Nikotin in einer konventionellen Zigarette, einer 16-mg-E-Zigarette und im Nicorette-Inhalator
Tabelle 1
Pharmakokinetik von Nikotin in einer konventionellen Zigarette, einer 16-mg-E-Zigarette und im Nicorette-Inhalator

In einer experimentellen Untersuchung von 20 Tabakrauchern nach Abstinenz über 8–10 Stunden konnte gezeigt werden, dass E-Zigaretten mit 18 mg Nikotin im Vergleich zu E-Zigaretten ohne Nikotin das Erinnern und Umsetzen geplanter Handlungen („prospective memory“) verbesserten (16); damit ist die akute pharmakologische Wirkung mittels E-Zigarette aufgenommenen Nikotins am ZNS belegt.

Wirksamkeit in der Raucherentwöhnung

Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Suchterkrankung Tabakabhängigkeit (ICD-10: F17.2) spielt neben der direkten kurzfristig belohnenden und langfristig abhängigkeitserzeugenden psychotropen Wirkung des Nikotins auch eine psychische Abhängigkeitskomponente eine bedeutende Rolle. Daran beteiligt sind:

  • klassische Konditionierung (regelmäßiges Rauchen in bestimmten Situationen, die ihrerseits zum Auslöser für Rauchverlangen werden)
  • operante Konditionierung (schnelle positive subjektive Effekte nach Inhalation von Zigarettenrauch)
  • soziale Verstärker (Gruppenzugehörigkeit, Ausbildung einer „Raucheridentität) (3, 17)
  • sensomotorische Effekte (Geschmack, Geruch, Rauchschwaden) des Rauchens (18).

Erste Studien weisen darauf hin, dass E-Zigaretten auch bei geringer oder nicht nachweisbarer Nikotinaufnahme akuten Suchtdruck fast so stark wie konventionelle Zigaretten vermindern können (19, 20). In dieser Hinsicht hätten sie das Potenzial, als Entwöhnungsmittel gegen die psychischen Komponenten des Rauchens zu dienen.

Da bei E-Zigaretten der aktuellen Generation die Nikotinanflutung sehr langsam erfolgt und eher den gängigen Nikotinersatzprodukten vergleichbar ist (14, 15), könnte ihr unterstützender Einsatz in Tabakentwöhnungsprogrammen durchaus sinnvoll sein. Theoretisch würde dabei die psychische Abhängigkeitskomponente, inklusive der sensomotorischen Effekte des Rauchens, berücksichtigt und gleichzeitig eine den gängigen Nikotinpräparaten ähnliche Nikotinsubstitution erreicht werden. Das Suchtpotenzial der E-Zigarette selbst ist hierbei eher als gering einzuschätzen.

Zur Wirksamkeit von E-Zigaretten in der Raucherentwöhnung liegen derzeit nur zwei randomisierte kontrollierte Studien vor. Interessant sind vor allem die Ergebnisse eines dreiarmigen Studiendesigns (nikotinhaltige E-Zigarette versus nikotinfreie E-Zigarette versus Nikotinpflaster bei minimaler sonstiger Unterstützung) mit einer 6-Monats-Katamnese (21). Aufhörwillige Raucherinnen und Raucher wurden telefonisch rekrutiert, randomisiert und den einzelnen Studienarmen „Nikotin-E-Zigarette“ (16 mg), „Nikotinpflaster“ (21 mg) und „Placebo-E-Zigarette“ im Verhältnis 4:4:1 zugeteilt.

Probanden der E-Zigaretten-Gruppen erhielten die Produkte per Kurier nach Hause geschickt, die Gruppe der Pflasteranwender erhielt Gutscheine zum Bezug in der Apotheke gegen eine geringe Gebühr. Sowohl die E-Zigarette als auch die Pflaster sollten jeweils eine Woche vor und 12 Wochen nach einem selbst festgelegten Rauchstopptag täglich verwendet werden.

Die mittels CO-Messung verifizierte kontinuierliche 6-Monats-Abstinenz betrug für die Gruppe „Nikotin-E-Zigarette“ 7,3 % (21/289), für die Gruppe „Nikotin-Pflaster“ 5,8 % (17/295) und für die Gruppe „Placebo-E-Zigarette“ 4,1 % (3/73). Die Abstinenzraten fielen bei diesem Programm ohne jede zusätzliche Unterstützung niedriger aus als erwartet.

Die Unterschiede waren nicht statistisch signifikant, ebenso wenig die unerwünschten beziehungsweise schwerwiegenden Nebenwirkungen. Die Autoren folgerten, dass nikotinhaltige und nikotinfreie E-Zigaretten zur Erreichung einer 6-Monats-Tabakabstinenz Nikotinpflastern zumindest vergleichbar sind. Die Schwächen dieser Studie sind allerdings evident: keine zusätzliche Unterstützung und Motivation der Probanden, fehlender Placebo-Pflaster-Studienarm, geringe bis keine Kontrolle der Adhärenz, unterschiedliche Verfügbarkeit der Entwöhnungshilfen, keine Laboruntersuchungen oder andere Tests.

In einer weiteren 12-monatigen prospektiven Studie (22) wurde in einem dreiarmigen Design nichtaufhörwilligen Rauchern E-Zigaretten mit zwei unterschiedlichen Nikotingehalten ausgehändigt. Zusätzlich gab es einen Placeboarm mit nikotinfreien Liquids. Alle Gruppen zeigten nach einem Jahr eine statistisch signifikante Reduktion des täglichen Konsums konventioneller Zigaretten und des Kohlenmonoxidgehalts der Ausatemluft, ohne signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Eine vollständige Abstinenz von konventionellen Zigaretten fand sich bei insgesamt 8,7 % der Teilnehmer. Somit ergaben sich bei nichtaufhörwilligen Rauchern Reduktions- beziehungsweise Abstinenzquoten, die mit einer Nikotinersatztherapie ohne zusätzliche Beratung vergleichbar waren (23).

Beide aktuell verfügbaren randomisierten, kontrollierten Entwöhnungsstudien weisen also darauf hin, dass durch die Verwendung von E-Zigaretten ungeachtet des Nikotingehalts Reduktions- und Entwöhnungserfolge zu verzeichnen sind. Weitere größere, methodisch höherwertige Studien sind hier dringend erforderlich. Dabei scheint es ratsam, zu eruieren, ob verschiedene Behandlungsbedingungen der Entwöhnung und verschiedene Patientengruppen von den zur Verfügung stehenden Entwöhnungshilfen unterschiedlich profitieren. Die Prävalenz durch Zigarettenrauchen hervorgerufener Erkrankungen wie Lungenkrebs, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und kardiovaskulärer Erkrankungen legt nahe, den Einsatz aller vertretbaren Mittel vorurteilsfrei zu prüfen.

Suchtpotenzial

Die Geschwindigkeit der Nikotinanflutung im ZNS nach Inhalation ist bei den aktuell auf dem Markt befindlichen E-Zigaretten eher mit Nikotinersatzpräparaten (Nikotinpflaster, Kaugummi, Mundspray oder Inhalator) zu vergleichen und liegt im Minutenbereich. Demgegenüber erreicht das Nikotin aus inhaliertem Tabakrauch aufgrund des für die Resorption besseren pH-Werts des Tabakrauchs und der Bindung des Nikotins an Rauchpartikel innerhalb von 20 s das ZNS (24). Zudem zeigten sich nach Anwendung von E-Zigaretten und therapeutischen Nikotinpräparaten geringere Konzentrationsmaxima von Nikotin im Serum als beim Rauchen konventioneller Zigaretten (14, 15).

Das Abhängigkeitspotenzial einer Droge korreliert stark mit der Zeit zwischen Verabreichung und dem Auftreten zentraler Belohnungseffekte (25, 26). Nikotinersatzpräparate weisen aus diesem Grund ein extrem geringes Suchtpotenzial auf. Insofern ließe sich aus pharmakologischer Sicht das geringere Suchtpotenzial der Nikotinersatztherapie auf die E-Zigarette übertragen. Für das hypothetisch mögliche Potenzial als Droge vor allem bei Jugendlichen fehlt bislang ein eindeutiger Beleg. Aufgrund des fehlenden „Kicks“ der E-Zigarette im Vergleich zur konventionellen Zigarette erscheint diese Gefahr gering, muss jedoch beobachtet werden, zumal zu befürchten ist, dass die Zigarettenindustrie hier manipulativ eingreifen wird. Dies gilt auch für das sehr viel bedenklichere, jedoch unzureichend untersuchte Potenzial als Einstiegsdroge in das Zigarettenrauchen.

Schadensminderung

In der vorliegenden Literatur findet man bisher keine Daten über die Verwendung elektronischer Zigaretten bei Hochrisikogruppen wie zum Beispiel psychiatrischen Patienten. Diese weisen erheblich höhere Raucherprävalenzen als die Normalbevölkerung auf (Depression circa 60 %, Schizophrenie circa 85 %, Suchterkrankungen bis zu 95 %) (27), sie haben ein deutlich höheres Risiko, infolge tabakassoziierter Erkrankungen zu sterben (28), und zeigen geringere Erfolgsraten in der Tabakentwöhnung (29). Im Sinne der Risikoreduktion wäre ein Einsatz von E-Zigaretten denkbar und sollte Gegenstand künftiger Studien sein.

Pulmonale Effekte

Hierzu liegen derzeit nur wenige Daten vor. Bei 30 Rauchern ohne manifeste Atemwegserkrankung, die an einer E-Zigarette mit einer 11-mg-Nikotin-Kartusche für 5 Minuten nach Belieben „dampften“, zeigte sich im Vergleich zur Kontroll-Exposition (ohne Kartusche) ein statistisch signifikanter Abfall des exhalierten Stickstoffmonoxids (FENO), das als Marker vorzugsweise eosinophiler Entzündung gilt, und ein Anstieg impulsoszillometrisch (IOS) ermittelter respiratorischer Impedanzen, die als Indikator des peripheren Atemwegswiderstandes gelten (30). Gemäß zweier vorläufigen Mitteilungen (Vakali S, et al.: Short term use of an e-cig: Influence on clinical symptoms, vital signs and eCO levels. European Respiratory Society Conference. Barcelona 2013; Palamidas A, et al.: Acute effect of an e-cigarette with and without nicotine on lung function. European Respiratory Society Conference. Barcelona 2013) fand sich bei Nichtrauchern und Rauchern mit oder ohne Atemwegserkrankung unabhängig vom Nikotingehalt der Kartuschen im Mittel ein signifikanter Anstieg der zentralen Atemwegswiderstände sowie ein Anstieg des CO in der Ausatemluft unabhängig vom Nikotingehalt der E-Zigaretten.

In einer eigenen Untersuchung konnten die Befunde zu FENO allerdings nicht bestätigt werden (31). In zwei Arbeiten wurden keine signifikanten Effekte auf konventionelle Lungenfunktionsmessgrößen sowie die Leukozytenpopulationen des Blutes beobachtet, im Gegensatz zum Rauchen einer konventionellen Zigarette (32, 33).

Insgesamt waren die berichteten akuten Atemwegseffekte zwar diskret, aus physiologischer Perspektive jedoch als advers zu werten. Die Schwierigkeiten der Interpretation liegen unter anderem darin, dass kleine Änderungen in Messgrößen wie FENO und IOS artefaktanfällig und die Interpretationen keineswegs eindeutig sind. Derzeit liegen keine Daten zum Langzeitgebrauch vor, die klinisch relevante Zielgrößen abbilden. Einer weiteren Prüfung wert sind in jedem Fall zwei neueste Fallbeobachtungen zu möglichen adversen Effekten der E-Zigarette (34, 35).

Toxikologische Beurteilung

Mangels Verbrennungsprozessen steht zu erwarten, dass die Emissionen von E-Zigaretten keine wesentlichen Anteile kanzerogener polyzyklischer aromatischer

Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Auch spricht die Dampferzeugung dagegen, dass Kohlenmonoxid in relevanter Konzentration freigesetzt wird, so dass Kohlenmonoxid-induzierte kardiozirkulatorische Effekte nicht wahrscheinlich sind. Gleichwohl wurden in der Raumluft unter experimentellen Bedingungen erhöhte Konzentrationen von PAKs gemessen (31); dieser Befund bedarf der Überprüfung unter verschiedenen Expositionsszenarien.

Insgesamt beinhaltet der Dampf von E-Zigaretten um den Faktor 9 bis zum Faktor 450 weniger Schadstoffe als konventioneller Tabakrauch (Tabelle 2) (36). Dies ist zweifellos ein Fortschritt in Richtung Schadensminderung.

Schadstoffe im Rauch konventioneller Zigaretten im Vergleich zum Aerosol von E-Zigaretten
Tabelle 2
Schadstoffe im Rauch konventioneller Zigaretten im Vergleich zum Aerosol von E-Zigaretten

Als Trägersubstanz für Nikotin und Aromastoffe dient vorwiegend Propylenglykol (Propandiol). Es handelt sich um einen farblosen und nahezu geruchslosen Alkohol, der bei Raumtemperatur flüssig ist und eine ölige Form hat. Die Substanzmenge, bei der 50 % der Versuchstiere sterben (letale Dosis 50), ist bei der Ratte sehr hoch (20 g/kg), die bekannte Reizwirkung auf Auge, Haut und Atemwege gering. Daten zur atemwegssensibilisierenden Wirkungen, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und Kanzerogenität liegen derzeit nicht vor, und ein wissenschaftlich begründbarer Grenzwert für den Arbeitsplatz (MAK-Wert) ist nicht festgelegt (37).

Die Belastung mit Kanzerogenen, die Personen erfahren, die zu Hause, in öffentlichen Bereichen (Bars, Restaurants) oder am Arbeitsplatz gegenüber Emissionen von E-Zigaretten exponiert sind, ist zweifelsohne um mehrere Größenordnungen geringer als bei einer konventionellen Passivrauchexposition (31, 38). Daher ist bei zu Hause oder beruflich Exponierten im Gegensatz zur konventionellen Passivrauchexposition nicht mit einem messbar erhöhten Risiko für das Auftreten von Lungenkarzinomen zu rechnen. Ungeachtet dessen sind im „Passivdampf“ 1,2-Propandiol, 1,2,3-Propantriol, Diacetin, Aromastoffe und Nikotin nachweisbar (39). Insofern bedarf die Belastung zu Hause und beruflich Exponierter unter generellen, über Lungenkrebs hinausgehenden Präventivaspekten der umwelt- und arbeitsmedizinischen Abklärung (40). Auch ist unabhängig von aller Toxikologie an die Belästigung Dritter durch freigesetzte Aromastoffe zu denken.

Ausblick

Der Marktanteil von E-Zigaretten wird wachsen. Die Zigarettenindustrie wird in diesen Markt drängen und voraussichtlich mit angeblich „gesünderen“, da rauchfreien Zigaretten auch solche Gruppen ansprechen, die bislang keine Konsumenten sind, das heißt vorrangig Jugendliche. Damit würden ärztliche Bemühungen zur Tabakprävention bei Jugendlichen konterkariert. Hierbei könnte von der Zigarettenindustrie angestrebt werden, die Kinetik der Nikotinfreisetzung zu beschleunigen sowie die Menge des aufgenommenen Nikotins zu erhöhen, um den vom Zigarettenrauchen bekannten „Kick“ auszulösen und süchtiges Konsumverhalten langfristig zu unterstützen. Ein weiteres Ziel der Zigarettenindustrie könnte es sein, den späteren Einstieg in konventionelle Tabakprodukte zu forcieren und so verlorengehende Marktanteile zurückzugewinnen. Ob derartige Bestrebungen Erfolg haben werden, ist nicht absehbar. Mit Einweg-E-Zigaretten wird überdies ein Elektroschrott-Problem vorhersehbar.

Interessenkonflikt
Prof. Nowak wurde honoriert für Beratertätigkeit (Advisory Board)
von der Firma Pfizer (Hersteller von Produkten zur Tabakentwöhnung).
Er bekam Vortragshonorare von der Firma GSK. Prof. Nowak ist Mitglied der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesinstituts für Risikobewertung.

PD Dr. Jörres hat für die Firmen GSK, AstraZeneca, Boehringer, Novartis und Mundipharma Vorträge (über Themen der Pneumologie, die nicht mit der Tabakentwöhnung in Verbindung stehen) gehalten und im Zuge dessen Reisekosten erstattet bekommen beziehungsweise Honorare erhalten. Er ist Mitglied des Führungskreises der Nationalen COPD-Kohorte COSYCONET.

Dr. Rüther wurde honoriert für Beratertätigkeiten und bekam Vortragshonorare von den Firmen Pfizer und Johnson & Johnson. Dr. Rüther ist Mitglied der S3-Leitlinienkommission Tabakabhängigkeit der AWMF. Er ist Studienleiter klinischer Auftragsstudien zur medikamentösen Tabakentwöhnung des Pharmaunternehmens Pfizer und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS).

Manuskriptdaten
eingereicht: 14. 11. 2013, revidierte Fassung angenommen: 5. 3. 2014

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dennis Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Klinikum der Universität München, Ziemssenstraße 1, 80336 München
d.nowak@lmu.de

Zitierweise
Nowak D, Jörres RA, Rüther T: E-cigarettes—prevention, pulmonary health, and addiction. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 349–55.
DOI: 10.3238/arztebl.2014.0349

@eKasten:
www.aerzteblatt.de/14m0349 oder über QR-Code

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der Universität München:
Prof. Dr. med. Nowak, PD Dr. rer. nat. Jörres
Tabakambulanz, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum der Universität München:
Dr. med. Rüther
Technisches Prinzip der E-Zigarette
Abbildung
Technisches Prinzip der E-Zigarette
Reduktion des Rauchverlangens nach Nutzung verschiedener nikotinhaltiger Produkte
Grafik
Reduktion des Rauchverlangens nach Nutzung verschiedener nikotinhaltiger Produkte
Pharmakokinetik von Nikotin in einer konventionellen Zigarette, einer 16-mg-E-Zigarette und im Nicorette-Inhalator
Tabelle 1
Pharmakokinetik von Nikotin in einer konventionellen Zigarette, einer 16-mg-E-Zigarette und im Nicorette-Inhalator
Schadstoffe im Rauch konventioneller Zigaretten im Vergleich zum Aerosol von E-Zigaretten
Tabelle 2
Schadstoffe im Rauch konventioneller Zigaretten im Vergleich zum Aerosol von E-Zigaretten
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klausenwächter
am Freitag, 12. September 2014, 22:11

E-Zigarette unterläuft Nicht-Raucher-Schutz

"arznei-telegramm® 2014; 45: 17-9
E-ZIGARETTEN MIT LIFESTYLE-FLAIR
... unterhalten und fördern Nikotinsucht

2007 trat in Deutschland das Bundesgesetz zum Nichtraucherschutz in Kraft. Etwa zur gleichen Zeit führten alle Bundesländer Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und der Gastronomie ein – mit regional unterschiedlichen Ausnahmen. Seitdem ist die Luft in öffentlichen Räumen wie Speiselokalen überwiegend unverqualmt. Die Zahl der Raucher sinkt, vor allem auch die der Passivraucher. Folgt man den Ergebnissen von Vorher-Nachher-Beobachtungsstudien, ist in Staaten, die Nichtraucherschutzgesetze etabliert haben, die Häufigkeit von Krankenhausaufnahmen wegen Angina pectoris, Herzinfarkt, zerebrovaskulärem Ereignis und Atemwegserkrankung deutlich gesunken. Einen kausalen Zusammenhang können solche Untersuchungen allerdings nicht belegen. Die positive Tendenz könnte durch die zunehmende Beliebtheit der in Europa erst seit 2006 erhältlichen, ursprünglich aus China stammenden E-Zigaretten gefährdet werden.(Vollständiger Text in arznei-telegramm 2/2014)"
klausenwächter
am Freitag, 12. September 2014, 22:06

Erweiterung des Vergiftungspotentials durch E-Zigaretten

"arznei-telegramm® 2014; 45: 63
US-VERGIFTUNGSZENTRALEN - "RED FLAG" FÜR E-ZIGARETTEN

Nikotinvergiftungen durch Zigaretten sind ein permanentes Problem, vor allem bei Kleinkindern. Elektrische Zigaretten (E-Zigaretten), in denen Nikotin-haltige Lösungen (Liquids) verdampft werden (a-t 2014; 45: 17-9), können das Gefährdungspotenzial erweitern und steigern. Exemplarisch ist der Bericht über einen zehn Monate alten Jungen, der "eine geringe Menge" eines 1,8%igen (18 mg/ml) Nikotinliquids geschluckt hat und mit Erbrechen, Tachykardie, Ataxie u.a. reagiert. Stärkere Vergiftungen können mit neuromuskulärer Blockade und Atemversagen tödlich enden. Die Letaldosis wird auf 1 mg bis 18 mg pro Kilogramm Körpergewicht geschätzt, sodass wenige Milliliter Nikotinlösung bereits tödlich sein könnten. Ein Warnsignal sehen die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention in den drastisch steigenden Zahlen von Anrufen wegen E-Zigaretten und Liquids bei US-Giftzentralen. (Vollständiger Text in arznei-telegramm 6/2014)"
Tögel_Erwin
am Dienstag, 13. Mai 2014, 09:51

Entwöhnung?!

Wer stellt immer wieder das Märchen von der Entwöhnung auf?

ICH WILL NICHT "ENTWÖHNT" WERDEN!

Ich will in Ruhe und mit Genuss dampfen!

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