MEDIZIN: Originalarbeit

Umsetzung der Mindestmengenvorgaben – Analyse der Krankenhausqualitätsberichte

Eine retrospektive Studie der Jahre 2004–2010

Achieving minimum caseload requirements: an analysis of hospital quality control reports from 2004–2010

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(33-34): 549-55; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0549

Cruppé, Werner de; Malik, Marc; Geraedts, Max

Hintergrund: Deutsche Krankenhäuser unterliegen seit dem Jahr 2004 Mindestmengenvorgaben für einige operative Eingriffe wie Pankreatektomien, Ösophagektomien oder einige Organtransplantationen. Damit wird bezweckt, dass Patienten nur noch in Krankenhäusern mit der entsprechenden Mindestfallzahl behandelt und dadurch besser versorgt werden. Ob Krankenhäuser die Mindestmengenvorgaben tatsächlich umsetzen, wird anhand der Fallzahlen untersucht, die in den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichten veröffentlicht werden.

Methode: Es erfolgte eine Sekundärdatenanalyse der Krankenhausangaben in den Qualitätsberichten der Jahre 2004, 2006, 2008 und 2010 zu 6 Mindestmengen: komplexe Eingriffe am Organsystem Ösophagus und Pankreas, Knie-Totalendoprothese und Leber-, Nieren- und Stammzelltransplantation.

Ergebnisse: Die Fallzahl der 6 Mindestmengeneingriffe stieg von 22 064 (0,1 %) im Jahr 2004 auf 170 801 (0,9 %) im Jahr 2010. Seit dem Jahr 2006 werden in der Hälfte aller Krankenhäuser Eingriffe durchgeführt, die der Mindestmengenregelung unterliegen. Diese Eingriffe machen 0,9 % aller jährlichen vollstationären Fälle in Deutschland aus. Der Anteil an Krankenhäusern, die trotz Unterschreitens der Mindestmengen die jeweiligen Eingriffe durchführen, liegt je nach Mindestmenge zwischen 5 % und 45 % und der Anteil dort behandelter Fälle zwischen 1 % bis 15 %. Die Werte sind innerhalb der einzelnen 6 betrachteten Mindestmengen über die 4 Berichtsjahre weitgehend konstant.

Schlussfolgerungen: Die Mindestmengenverordnung hat über den Zeitraum von 2004 bis 2010 die Anzahl behandelter Fälle in Krankenhäusern mit einer Fallzahl unterhalb der Mindestmengenvorgabe nicht vermindert.

Mindestmengen gelten in der Medizin als ein Instrument, um die Qualität von Behandlungseingriffen zu sichern und zu verbessern. Die empirischen Belege für diese förderliche Wirkung sind jedoch nicht einheitlich. Probleme, die empirischen Belege zu bewerten, entstehen insbesondere durch unterschiedliche Erhebungsmethoden und Berechnungen (14). In der Diskussion stehen hierbei

  • die Art der verwendeten Daten (5)
  • die Verwendung valider Indikatoren, um die Ergebnisqualität zu messen (6, 7)
  • umfassende Adjustierungsverfahren, um die behandelten Patientenpopulationen zu vergleichen (811)
  • die statistische Aussagekraft seltener Ereignisse (12)
  • die Bestimmung eines konkreten Fallzahlgrenzwertes (1315).

Daneben gibt es auch zahlreiche Untersuchungen, die sich mit der Frage beschäftigen, welche strukturellen und prozessualen Faktoren hinter dem Proxy „Leistungsmenge einer Einrichtung“ eigentlich stehen könnten (1623).

Gleichwohl setzte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Aufforderung des Gesetzgebers um und legte im Konsens, unter Beachtung soweit vorhandener wissenschaftlicher Erkenntnisse, „einen Katalog planbarer Leistungen [...], bei denen die Qualität des Behandlungsergebnisses in besonderem Maße von der Menge der erbrachten Leistungen abhängig ist [...] sowie Mindestmengen für die jeweiligen Leistungen je Arzt oder Krankenhaus und Ausnahmetatbestände“ (§ 137 SGB V) fest. Seit 2004 gelten für 5 stationäre operative Eingriffe, seit 2005 für 6 und seit 2010 für 2 weitere Operationen sogenannte Mindestmengenvorgaben. Die Mindestmenge zu herzchirurgischen Eingriffen ist bisher nicht mit einem Grenzwert hinterlegt (24). Die genaue Art der Mindestmengeneingriffe und die Mengenvorgaben sind in Tabelle 1 aufgeführt.

Mengenvorgaben der Mindestmengenverordnungen 2004 bis 2012:
Mindestmengen je Krankenhaus und Jahr
Tabelle 1
Mengenvorgaben der Mindestmengenverordnungen 2004 bis 2012: Mindestmengen je Krankenhaus und Jahr

Die vorliegende Untersuchung berücksichtigt die seit dem Jahr 2004 und 2006 geltenden 6 Mindestmengenvorgaben. Die seit 2010 eingeführte Mindestmenge zur Neugeborenenbehandlung wird nicht miteinbezogen – obwohl dieses Thema derzeit stark diskutiert wird (25, 26) –, da für sie nur zum Jahr 2010 Zahlen verfügbar sind.

Zeitgleich mit Einführung der Mindestmengenregelung wurden die Krankenhäuser in Deutschland verpflichtet, zweijährig einen strukturierten Qualitätsbericht zu veröffentlichen, in dem sie gemäß Mindestmengenregelungen die Zahl der von ihnen durchgeführten Eingriffe, die mit Mindestmengen belegt sind, mitteilen müssen. Zudem sollen eventuell bestehende Ausnahmegründe bei Unterschreiten der Mindestmengenvorgaben berichtet werden. Die Qualitätsberichte sind öffentlich im Internet einsehbar und können als computerlesbare Datei über den G-BA bezogen werden. Mit den Qualitätsberichtsdaten können Aussagen zu Mindestmengeneingriffen hinsichtlich Krankenhäusern, Fallzahlen und Ausnahmetatbeständen getroffen werden. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Artikel über die Umsetzung von 6 Mindestmengenvorgaben im Zeitraum 2004 bis 2010 berichtet.

Methode

Das Studiendesign entspricht einer retrospektiven, querschnittlichen Beobachtungsstudie, die die Qualitätsberichtsdaten der Jahre 2004, 2006, 2008 und 2010 als Sekundärdatenquelle umfasst. Die Daten liegen als xml-Dateien vor, die Auswertung wurde mit exportierten Daten in Excel und SPSS vorgenommen. Die Auswertung ist rein deskriptiv. Die Daten wurden für jeden einzelnen Jahrgang ausgewertet. Bei der Mindestmenge zur Lebertransplantation sind nur die Qualitätsberichtsangaben der Lebertransplantationszentren gemäß Deutscher Stiftung Organtransplantation berücksichtigt, wie bereits in der Evaluation des Jahres 2004 ausführlich dargestellt (27), und nicht die anderer Krankenhäuser, die vereinzelt Substitutionseingriffe oder andere Lebereingriffe aufführen. Die Krankenhausangaben zu Mindestmengeneingriffen sind auf Plausibilität geprüft. Ein Krankenhaus ist in einem Jahr wegen einer unplausiblen sechsstelligen Eingriffszahl aus der Studie ausgeschlossen worden. Überzählige Qualitätsberichte von 12 Krankenhäusern sind aus dem Datensatz entfernt worden, ebenso wie Qualitätsberichte von 34 Krankenhausverbünden mit 76 Krankenhausstandorten, in denen verbundweit die gleichen Fallzahlen für einen Mindestmengeneingriff stehen und nicht entschieden werden kann, welchem Standort sie zuzuordnen sind. Damit bleiben 2,2 % aller Krankenhäuser mit Mindestmengenangaben und 2 815 Eingriffsfälle (0,6 %) aller Mindestmengenfälle der Berichtsjahre unberücksichtigt.

Ergebnisse

Ausgewertete Krankenhäuser und Fälle

Von den 1 983 Krankenhäusern mit veröffentlichtem Qualitätsbericht im Jahr 2004 weisen 481 Krankenhäuser (24 %) mindestens eine Mindestmengeneingriffsart aus. Dieser Prozentsatz steigt nach der Einführung der Mindestmenge zur Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) im Jahr 2006 auf 52 % und in den Berichtsjahren 2008 und 2010 auf 54 % beziehungsweise auf 56 %. Die Fallzahlen aller Mindestmengeneingriffe nehmen mit Einführung der Mindestmenge zur Knie-TEP-Operation deutlich zu, und zwar von 22 064 im Jahr 2004 auf 143 058 im Jahr 2006, und steigen dann in den beiden Folgeberichtsjahren auf 170 850 an. Im Vergleich zu allen vollstationären Fällen in deutschen Krankenhäusern betreffen die Mindestmengeneingriffe im Jahr 2004 0,1 % und im Jahr 2010 0,9 % aller Krankenhausfälle (Tabelle 2). Die Zunahme aller vollstationären Fälle von 2004 bis 2010 beträgt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 7 % (28).

Anzahl Krankenhäuser mit Qualitätsberichten und Anzahl Krankenhäuser mit Eingriffen zu mindestens 1 der 6 untersuchten
Mindestmengenvorgaben von 2004 bis 2010
Tabelle 2
Anzahl Krankenhäuser mit Qualitätsberichten und Anzahl Krankenhäuser mit Eingriffen zu mindestens 1 der 6 untersuchten Mindestmengenvorgaben von 2004 bis 2010

Zahl der Krankenhäuser und Fallzahlen je Mindestmenge und Berichtsjahr

Die Anzahl der Krankenhäuser, die von 2004 bis 2010 Eingriffszahlen berichten, verändert sich bei den einzelnen Mindestmengen kaum (Tabelle 3). Bei komplexen Eingriffen am Ösophagus und Pankreas nimmt sie vom Jahr 2004 auf 2006 zunächst ab, steigt seitdem jedoch wieder an. Bei den Transplantationseingriffen an Leber, Niere und Stammzellen ändert sich die Krankenhauszahl noch weniger.

Anzahl Mindestmengeneingriffe durchführender Krankenhäuser und Fallzahlen je Mindestmenge und Berichtsjahr
Tabelle 3
Anzahl Mindestmengeneingriffe durchführender Krankenhäuser und Fallzahlen je Mindestmenge und Berichtsjahr

Die Anzahl der Krankenhäuser, die einen Knie-TEP-Eingriff durchführen, hat vom Jahr 2006 bis 2010 jeweils um circa 30 Fälle zum nächsten Berichtsjahr zugenommen. Die Fallzahlen sind bei allen Mindestmengen vom Jahr 2004 bis 2010 gestiegen. Im Vergleich mit der um 7 % zugenommenen Zahl aller vollstationären Fälle in Deutschland im gleichen Zeitraum (28), liegt die Fallzahländerung der Lebertransplantationen leicht darunter (6 %) und bei komplexen Eingriffen am Organsystem Ösophagus leicht darüber (9 %). Komplexe Eingriffe am Organsystem Pankreas liegen mit einer Zunahme um 12 % – wie auch die der Nierentransplantationseingriffe mit 13 % – deutlich darüber. Noch stärker ist die Eingriffszahl bei Stammzelltransplantationen und Knie-TEP gestiegen, je um 22 %.

Zahl der Krankenhäuser unterhalb der Mindestmengenvorgabe

Die Zahl der Krankenhäuser, die die Mindestmengenvorgaben je Berichtsjahr nicht erfüllen, unterscheidet sich je nach Mindestmenge, ist innerhalb der Eingriffsart aber weitgehend konstant.

Vom Jahr 2004 auf 2006 hat die Zahl der Krankenhäuser, die unterhalb der Mindestmengenvorgabe liegen, bei Ösophagus- und Pankreaseingriffen mit Verdoppelung der Vorgabe von 5 auf 10 Eingriffe pro Jahr deutlich zugenommen. Sie liegt seitdem bei Ösophaguseingriffen um 45 % und bei Pankreaseingriffen um 30 %. Bei Nierentransplantationen schwankt sie zwischen 5 % und 10 % und bei Lebertransplantationen zwischen 0 % und 13 %. Bei Stammzelltransplantationen ist die Zahl der Krankenhäuser, die unterhalb der Mindestmengenvorgabe liegen, mit der Erhöhung der Vorgabe von 12 auf 25 pro Jahr angestiegen und liegt seitdem um 25 %. Bei Knie-TEP-Eingriffen ist die Zahl der Krankenhäuser unter Mindestmengenvorgabe von 13 % auf 8 % gefallen.

Die Fallzahlen dieser Krankenhäuser mit unterzähligen Eingriffen unterscheiden sich ebenfalls deutlich nach Mindestmengenart und sind innerhalb der Mindestmengenvorgaben über die Jahre recht konstant. Leber- und Nierentransplantationen weisen mit 1–3 % und absolut 15–63 Fällen die niedrigsten Fallzahlen auf, gefolgt von den Stammzelltransplantationen mit 5 % und absolut 250–290 Fällen. Niedrig liegt die Fallzahl prozentual mit 1 % der Fälle in den letzten beiden Berichtsjahren auch bei den Knie-TEPs, die absolut jedoch ungefähr 2 000 Patienten bedeuten. Prozentual deutlich höher liegen diese Fallzahlen bei den komplexen Eingriffen am Organsystem Pankreas mit 7–9 %, was 626–741 Fälle umfasst, und bei 15–17 % mit über 500 Fällen bei komplexen Eingriffen am Ösophagus.

Krankenhäuser, die unter den Mindestmengenvorgaben liegen, sind gehalten, im Qualitätsbericht Ausnahmetatbestände gemäß der Mindestmengenregelung aufzuführen. Hierzu zählen seit 2010

  • Notfalleingriffe
  • der Aufbau eines neuen Leistungsbereichs
  • eine personelle Neuausrichtung
  • das Votum der Landesbehörde (die für die Krankenhausplanung zuständig ist) wegen Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung.

Die vormaligen Gründe „kurativ begonnene, palliativ oder explorativ beendete Eingriffe“ und „Lehr-Assistenz“ gelten nicht mehr.

Über die Jahre geben bei allen Eingriffsarten 20–40 % der Krankenhäuser keine Ausnahmetatbestände an, obwohl sie unterhalb der Mindestmengenvorgabe liegen (Tabelle 3). Für das Jahr 2004 kann die Zahl der Krankenhäuser unter Mindestmengenvorgaben und ohne Angabe eines Ausnahmetatbestandes wegen einer anderen Berichtsweise nicht vergleichbar angegeben werden.

Durchschnittliche Eingriffszahlen je Krankenhaus

Die durchschnittliche Anzahl an Mindestmengeneingriffen je Krankenhaus und Jahr wird in Tabelle 4 mit den statistischen Lagemaßen aufgeschlüsselt nach Mindestmengenart aufgeführt. Betrachtet man je nach Mindestmenge die Anzahl der Eingriffe jedes einzelnen Krankenhauses, fällt auf, dass genau am Mindestmengengrenzwert die Anzahl der Krankenhäuser hin zum punktgenauen Einhalten der Mindestmenge stark ansteigt. Bei den komplexen Eingriffen am Ösophagus ist dies beispielhaft in der Grafik dargestellt.

Komplexe Eingriffe am Ösophagus, Anzahl Krankenhäuser nach Anzahl Eingriffen im Jahr
Grafik
Komplexe Eingriffe am Ösophagus, Anzahl Krankenhäuser nach Anzahl Eingriffen im Jahr
Durchschnittliche Anzahl der Eingriffe je Krankenhaus nach Mindestmenge und Berichtsjahr
Tabelle 4
Durchschnittliche Anzahl der Eingriffe je Krankenhaus nach Mindestmenge und Berichtsjahr

Im Jahr 2004 steigt die Anzahl Krankenhäuser von 9 Krankenhäusern mit 4 Eingriffen auf 49 Krankenhäuser mit 5 Eingriffen um das 5,4-fache an. Ab dem Jahr 2006 mit der Erhöhung der Mindestmengenvorgabe von 5 auf 10 Eingriffe, nimmt die Anzahl Krankenhäuser mit 9 Eingriffen hin zu denen mit genau 10 Eingriffen um das 2,3- bis 3,8-fache zu. Vergleichbar hoch ist diese Zunahme der Krankenhäuser genau am Grenzwert über alle Berichtsjahre bei den Knie-TEP-Eingriffen mit einem Anstieg zwischen dem 3,3-fachen und 5,0-fachen, etwas weniger bei komplexen Eingriffen am Pankreas (2,4-fach bis 3,2-fach) und Stammzelltransplantationen (2,0-fach bis 4,0-fach). Bei Leber- und Nierentransplantationen tritt dieser Anstieg nicht auf.

Diskussion

Die Fallzahlvorgaben zu den untersuchten 6 Mindestmengenvorgaben, die über die Hälfte aller Krankenhäuser in Deutschland, allerdings nur knapp 1 % aller vollstationären Aufnahmen, betreffen, werden nicht umfassend eingehalten. Das Ziel der Mindestmengenvorgabe, die festgelegten Eingriffe nur in Krankenhäusern durchzuführen, die oberhalb der Mindestmengenvorgaben liegen, ist damit umfänglich nicht erreicht.

So bleibt die Zahl der Krankenhäuser, die solche Eingriffe durchführen, obwohl sie die Mindestmengenvorgaben unterschreiten, über die Jahre konstant, mit einem ebenfalls recht konstanten Anteil dort behandelter Fälle. Die über die Jahre zumeist überdurchschnittlich hohe Fallzahlsteigerung bei den Mindestmengeneingriffen im Vergleich zum gesamten Fallzahlanstieg in Deutschland hat darauf keinen Einfluss genommen. Eine zunehmende Zentralisierung ist bei den Mindestmengeneingriffen also nicht festzustellen. Der bestehende Grad der Zentralisierung kann beschrieben werden als Anteil der Fälle, die in Krankenhäusern behandelt werden, die unter der Mindestmengenvorgabe liegen. Hieran gemessen besteht bei Nieren- und Lebertransplantationen, aber auch bei den Knie-TEP-Eingriffen mit 1–2 % ein hoher Grad erfüllter Mindestmengenvorgaben und damit Zentralisierung. Bei den Pankreas- und Ösophaguseingriffen liegt dieser Fallanteil mit 7 % und 15 % deutlich höher und mit 5 % nehmen die Stammzelltransplantationen eine Mittelposition ein.

Wie stellen sich diese Versorgungsdaten im internationalen Vergleich dar? Zu den besonders interessierenden Ösophagus- und Pankreaseingriffen liegen Vergleichsdaten vor. Für die USA, wo seit den 1990er Jahren die Beachtung von Mindestmengen in unterschiedlicher Weise gefördert wurde, zeigte Learn (29) an einer nationalen Stichprobe Zentralisierungstendenzen für zahlreiche Eingriffe: Wurden bei Pankreatektomien 1997–1999 noch 67 % der Patienten in Krankenhäusern mit weniger als 10 Fällen im Jahr operiert, waren es 2004–2006 nur noch 51 %. Im gleichen Zeitraum fiel bei Ösophagektomien der Patientenanteil von 69 % auf 53 %, bezogen allerdings auf Krankenhäuser mit weniger als 6 Fällen im Jahr. Diese beschriebene Zentralisierung erreicht nicht annähernd die deutsche Versorgungssituation. Dagegen zeigt ein Vergleich mit den Niederlanden Versorgungswerte wie in Deutschland auf: Hier wurde 2006 eine Mindestmengenvorgabe von 10 Eingriffen für Pankreatektomien eingeführt und eine Abnahme von 47,2 % Fällen in Krankenhäusern unter 10 Eingriffen im Jahr 2004 auf 9 % im Jahr 2009 festgestellt (30).

Wie sich der Anteil der Fälle in unterzähligen Krankenhäusern künftig entwickelt, bleibt offen. Drei Viertel dieser Krankenhäuser geben Ausnahmetatbestände an. „Notfalleingriffe“ als Grund werden auch weiterhin auftreten und die Ausnahmegründe „Aufbau eines neuen Leistungsbereiches“ und eine „personelle Neuausrichtung“ sind Zeichen der stetigen Weiterentwicklung des Krankenhausbereiches. Die „Sicherung der flächendeckenden Versorgung“ ist als Ausnahmegrund bisher praktisch irrelevant. In Bezug auf den nicht genau quantifizierbaren Anteil unterzähliger Krankenhäuser ohne diese Ausnahmegründe sollte untersucht werden, welche Möglichkeiten und Hinderungsgründe für regionale Kooperationen bei den nur vereinzelt durchgeführten Eingriffen existieren.

Die Auswirkung der deutschen Mindestmengenregelungen auf die Versorgungsqualität kann mit dieser Studie nicht beantwortet werden. Da bisher keine deutliche Fallverlagerung festzustellen ist, erscheint ein solcher Einfluss jedoch wenig wahrscheinlich. Qualitätsveränderungen konkret für die Behandlungen in Deutschland zu belegen, ist unverändert schwierig, wie es die frühe Evaluation aufgezeigt hat (28, 31). Perspektivisch könnte sich dies ändern. Seit 2006 sind Krankenhäuser verpflichtet, einen Teil der Qualitätsindikatorergebnisse der externen Qualitätssicherung in den Qualitätsberichten zu dokumentieren, so auch zu Knie-TEP-Eingriffen und zu Leber- und Nierentransplantationen. Wesentlich für den Vergleich über die Jahre wird hierbei die Konstanz der Indikatordefinitionen sein. Da die Berichtspflicht den Patientendatenschutz berücksichtigt und Qualitätsindikatordaten erst ab 5 Fällen angegeben werden, kann die Qualitätsbewertung jedoch bei den besonders interessierenden kleinen Fallzahlen teilweise eingeschränkt bleiben.

Limitationen

Methodenkritisch stellt sich die Frage nach der Datenqualität der Qualitätsberichte als selbstberichtete Angaben. So erstaunen die Fallzahlen bei den Wertespitzen der „Punktlandungen“ der Nicht-Transplantationseingriffe, die genau den Mindestmengengrenzwert angegeben haben. Die Angaben in diesem Fallzahlenbereich könnten auf Verzerrung durch Falschangaben in den Qualitätsberichten hinweisen oder auf eine besonders kritisch zu bewertende Ausweitung der Indikationsstellung. Zur Klärung der Ursache müsste beides aber gesondert empirisch untersucht werden. Die Krankenhäuser selber geben an, die Qualitätsberichte sowohl für den Vergleich mit anderen Krankenhäusern und das interne Qualitätsmanagement zu nutzen als auch für die Außendarstellung (32). Unter letzterem Aspekt könnte die öffentliche Mitteilung, eine Mindestmengenvorgabe erreicht oder nicht erreicht zu haben, durchaus von Bedeutung sein, wenn auch aus Patientensicht diese Informationen praktisch nicht genutzt werden (33). Ebenfalls zum Adressatenkreis der Qualitätsberichte gehören die Kostenträger. Analysen aus dem Jahr 2008 zufolge gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass sie die Mindestmengenangaben systematisch für die Budgetverhandlungen verwendeten (34). Ob die Kostenträger ihr Verhalten inzwischen verändert haben, sollte überprüft werden.

Ausblick

Weitere Forschungen sollten auf der Basis von über die Jahre verknüpften Qualitätsberichten eine vertiefte Verlaufsanalyse auf Krankenhausebene durchführen, um zu sehen, wie konstant Krankenhäuser Mindestmengenvorgaben einhalten. Zudem könnte Fragen zur regionalen Erreichbarkeit aus Patientenperspektive durch geografische Analysen nachgegangen werden (3539). Darüber hinaus könnten die Ergebnisse Anlass geben, Bedeutung und Wirkung der Mindestmengenverordnung mit anderen Initiativen der strukturbezogenen Qualitätsförderung wie der Brustzentrenentwicklung in Nordrhein-Westfalen zu vergleichen (40).

Resümee

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Versorgungsforschung auch künftig die Umsetzung der gesundheitspolitisch stark präferierten Vorgabe von Mindestmengen evaluieren sollte, um potenziell positive, aber auch negative Auswirkungen dieser Maßnahme frühzeitig erfassen zu können. Dabei sollte es darum gehen, den Einfluss der Mindestmengenvorgaben auf die Gesundheitsergebnisse der Patienten auch im Vergleich zu anderen Maßnahmen zu untersuchen, die in der Versorgungsroutine tatsächlich umgesetzt werden und die Qualität der Versorgung damit möglicherweise nachhaltiger beeinflussen.

Interessenkonflikt

Prof. Geraedts wurde honoriert für Gutachterätigkeit zu Mindestmengen von der Bundesärztekammer. Er bekam Honorare für Vorträge zum Thema Mindestmengen und Reisekostenerstattung vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Studienunterstützung zum Thema Mindestmengen wurde ihm zuteil vom Bundesgesundheitsministerium.

Die beiden übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 12. 12. 2013, revidierte Fassung angenommen: 26. 3. 2014

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Werner de Cruppé, MPH

Institut für Gesundheitssystemforschung

Universität Witten/Herdecke

Alfred-Herrhausen-Straße 50

58448 Witten

Werner.deCruppe@uni-wh.de

Zitierweise
de Cruppé W, Malik M, Geraedts M: de Cruppé W, Malik M, Geraedts M: Achieving minimum caseload requirements: an analysis of hospital quality control reports from 2004–2010. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 549–55.
DOI: 10.3238/arztebl.2014.0549

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Komplexe Eingriffe am Ösophagus, Anzahl Krankenhäuser nach Anzahl Eingriffen im Jahr
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Komplexe Eingriffe am Ösophagus, Anzahl Krankenhäuser nach Anzahl Eingriffen im Jahr
Mengenvorgaben der Mindestmengenverordnungen 2004 bis 2012:
Mindestmengen je Krankenhaus und Jahr
Tabelle 1
Mengenvorgaben der Mindestmengenverordnungen 2004 bis 2012: Mindestmengen je Krankenhaus und Jahr
Anzahl Krankenhäuser mit Qualitätsberichten und Anzahl Krankenhäuser mit Eingriffen zu mindestens 1 der 6 untersuchten
Mindestmengenvorgaben von 2004 bis 2010
Tabelle 2
Anzahl Krankenhäuser mit Qualitätsberichten und Anzahl Krankenhäuser mit Eingriffen zu mindestens 1 der 6 untersuchten Mindestmengenvorgaben von 2004 bis 2010
Anzahl Mindestmengeneingriffe durchführender Krankenhäuser und Fallzahlen je Mindestmenge und Berichtsjahr
Tabelle 3
Anzahl Mindestmengeneingriffe durchführender Krankenhäuser und Fallzahlen je Mindestmenge und Berichtsjahr
Durchschnittliche Anzahl der Eingriffe je Krankenhaus nach Mindestmenge und Berichtsjahr
Tabelle 4
Durchschnittliche Anzahl der Eingriffe je Krankenhaus nach Mindestmenge und Berichtsjahr
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