MEDIZINREPORT

Ebola: Wie Deutschland vorbereitet ist

Dtsch Arztebl 2014; 111(33-34): A-1418 / B-1222 / C-1164

Grünewald, Thomas

Das seit dem Jahr 2000 bestehende Konzept einer dezentralen Versorgung von Patienten mit hochkontagiösen Infektionskrankheiten hat Vorreiterfunktion und ist in wesentlichen Punkten von europäischen Einrichtungen übernommen worden.

Ebolavirus ist eine Gattung aus der Familie der Filoviridae. Diese Gattung umfasst fünf Spezies und 14 Subtypen. Bei Menschen lösen sie hämorrhagisches Fieber aus. Foto: Roger Harris/SPL/Agentur Focus

Die Ereignisse der letzten Monate – ein bislang unkontrollierter Ausbruch mit Erkrankungen durch das Zaire-Ebolavirus (EBOV) in nunmehr vier Staaten Westafrikas (Guinea, Sierra Leone, Liberia und Nigeria) mit einer Sterblichkeit von mehr als 60 Prozent bei 1 779 Erkrankungsfällen (1) sowie zuvor das erstmalige Auftreten eines neuen hochpathogenen Coronavirus (Middle East Respiratory Syndome-Coronavirus; MERS-CoV) auf der arabischen Halbinsel mit einer Sterblichkeit von fast 30 Prozent und importierten schweren Erkrankungen auch in Deutschland (2) – haben gezeigt, dass die Bedrohung durch hochkontagiöse Infektionskrankheiten ein reelles Problem darstellt, auf welches die klinische Medizin hierzulande vorbereitet sein muss. Das ist umso erforderlicher, weil die vor Ort agierenden Helfer einem hohen Risiko der nosokomialen EBOV-Infektion ausgesetzt sind. In einem entsprechenden Szenario stellt sich die Frage einer möglichen Repatriierung und klinischen Versorgung deutscher Staatsbürger im Heimatland.

Seit dem Jahr 2000 existiert in Deutschland ein nationales Konzept zum Management und zur Kontrolle dieser hochkontagiösen lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten (3), welches von den zehn im Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen (STAKOB) am Robert Koch-Institut (RKI) zusammengeschlossenen Zentren ständig aktualisiert und erweitert wird (4).

Zehn Behandlungszentren mit hoher Expertise und Logistik

Die Versorgung von neu auftretenden hochkontagiösen oder lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten (HKLE) erfordert neben einer spezialisierten Behandlung, die die strikte Isolierung von Erkrankten und Krankheitsverdächtigen beinhaltet, erhebliche epidemiologische, logistische und nicht zuletzt auch personelle und materielle Aufwendungen. Neben der Expertise in der Erregerdetektion und -charakterisierung ist auch ein erhebliches Maß an klinischem Sachverstand zur sicheren Versorgung solcher Patienten erforderlich.

In Tabelle 1 sind die wesentlichen hochkontagiösen und/oder lebensbedrohlichen Erreger aufgeführt, bei denen die Versorgung Erkrankter besondere Risiken für das betreuende Personal birgt. Für einen großen Teil der ausgelösten Erkrankungen schreibt das Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine gesicherte Unterbringung der Patienten und Krankheitsverdächtigen in einer geeigneten (klinischen) Einrichtung vor, die amtsärztlich festzulegen ist (§ 30,1 IfSG). Hierfür existieren in Deutschland zehn Behandlungszentren (Kasten „Spezialisierte Behandlungszentren“), die spezielle strukturelle, materielle, logistische und personelle Ressourcen vorhalten. Insgesamt stehen 54 Betten (inklusive 38 Beatmungsplätze) zur Verfügung.

Tabelle 1
Erreger kontagiöser lebensbedrohlicher Erkrankungen, bei denen die Isolierungsmaßnahmen einer Versorgung in einem Behandlungszentrum bedürfen:

Ergänzt und vervollständigt wird das Konzept durch eine hervorragende Laborinfrastruktur, die durch die vom RKI vorgenommene Benennung von Referenz- und Konsiliarlaboratorien für Infektionserreger (5) eine klare Strukturierung bekommt. Für Erreger aus Tabelle 1 und etwaige neue Erreger, die zunächst in die Risikogruppe 4 (S4) klassifiziert werden, stehen zwei Laboratorien in Hamburg und Marburg zur Verfügung. Ebenso eingebunden ist das S4-Labor für Tierseuchen des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems, welches damit eine natürliche Schnittstelle für Zooanthroponose-Erreger darstellt. Diese Kapazitäten werden erweitert durch ein in nächster Zeit in Betrieb genommenes S4-Labor am RKI in Berlin, das Konsiliarlabor für Yersinia pestis in München und das Konsiliarlabor für Coronaviren an der Universität Bonn.

Die primäre Erregerdiagnostik wird aktuell in einem zentralen Diagnostiklabor in der gesamten Breite des mikrobiologischen Spektrums für hochkontagiöse lebensbedrohliche Infektionskrankheiten vorgehalten. Dies liegt aktuell in der Zuständigkeit des Bernhard-Nocht-Institutes in Hamburg. Die dann erforderliche Spezial- und weiterführende Diagnostik sollte in den ausgewiesenen Referenz- und Konsiliarlaboratorien erfolgen.

Personalbedarf: Die Betreuung von Patienten mit HKLE soll ausschließlich durch Personal erfolgen, welches entsprechend geschult und dokumentiert unterwiesen ist. Die Mitarbeiter haben die erforderlichen Arbeitsschutzuntersuchungen nach G26 und G42 nachzuweisen. Sie sollten entsprechend der bestehenden Risiken alle erforderlichen Schutzimpfungen vorweisen können und nur auf freiwilliger Basis in ein Behandlungsteam integriert sein. Praktische Übungen der Behandlungssituation sowie theoretische und Geräteunterweisungen sollten für jeden Mitarbeiter in mindestens halbjährlichen Abständen dokumentiert erfolgen.

Die Erfahrungen aus den in den letzten Jahren betreuten Patienten mit HKLE haben gezeigt, dass der erforderliche Personalbedarf für eine adäquate Versorgung solcher Erkrankter hoch ist. Für die ersten Behandlungstage eines Patienten liegt der Bedarf an pflegerischem und ärztlichem Personal bei 16 respektive vier Vollkräften (12).

Für die Arbeitsabläufe müssen standardisierte Anweisungen (SOPs) und für die Arbeitszeiten entsprechende Dienstpläne vorliegen. Die einzelne Schichtzeit sollte vier Stunden nicht überschreiten. Das Wechseln der Mitarbeiter zwischen der direkten Patientenversorgung im Isolierbereich und der Erfüllung supportiver, logistischer oder dokumentarischer Aufgaben außerhalb des Isolierbereichs kann die individuelle Arbeitsbelastung reduzieren und die Effizienz der pflegerischen und ärztlichen Versorgung erhöhen.

Verschiedene klinische und epidemiologische Szenarien

1. Wenn ein Erkrankter einen niedergelassenen Arzt oder eine Klinik (nicht Behandlungszentrum) in Wohnortnähe aufsucht, kommt es auf die klinische Vigilanz der erstversorgenden Kollegen an, um die Verdachtsdiagnose frühzeitig zu stellen. Erschwert wird dies durch die initial unspezifische Symptomatik dieser Erkrankungen, die eine große Zahl an Differenzialdiagnosen erlaubt. Sobald es aber zu der Verdachtsdiagnose einer HKLE kommt, ist unverzüglich der zuständige Amtsarzt zu informieren (§ 6 IfSG), der nach Sichtung des Patienten – meist mit einem Fachexperten (oftmals aus dem zuständigen Behandlungszentrum) – den Verdachtsfall offiziell bestätigt oder diese Diagnose verwirft.

Im ersteren Fall steht nunmehr die Alarmierungskette an, die sich in allen Szenarien in der gleichen Abfolge darstellt: der Kontakt zum zuständigen Behandlungszentrum sowie zu den Kompetenzzentren wird durch den Amtsarzt hergestellt. Hier wird das weitere Vorgehen abgestimmt: eine etwaige Verlegung oder, wenn diese nicht mehr möglich ist, die Möglichkeiten einer Behandlung vor Ort evaluiert und organisiert.

Der Patient verbleibt unbedingt am Auffindeort, wird von Kontaktpersonen separiert/isoliert und unter Nutzung einer provisorischen, persönlichen Schutzausrüstung (PSA) – dem Infektionsschutzset – grundlegend medizinisch versorgt. Materialien für Laboruntersuchungen sollten, so diese denn schon veranlasst sind, unter Nutzung der PSA in entsprechend gesicherten Transportbehältnissen zurückgeholt werden und zunächst beim Patienten verbleiben.

Eine Kontamination der Praxisräume oder der Krankenhausumgebung durch infektiöses Material ist auf jeden Fall zu vermeiden!

Kontaktpersonen werden erfasst und klassifiziert (Kasten „Definition“ und Tabelle 2); sie werden ebenfalls zunächst getrennt und von dem Krankheitsverdächtigen separiert. Kontakt- und Patientenkarten des zuständigen Kompetenzzentrums (oder vom RKI bereitgestellt) sind integraler Bestandteil eines Infektionsschutzsets und erleichtern die adäquate Erfassung von Kontaktpersonen. Zeitgleich muss die Informationskette an die oberste Landesgesundheitsbehörde, sowie dann an das RKI, das European Center for Disease Prevention and Control (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation gesichert werden.

Tabelle 2
Risikokategorisierung von Kontaktpersonen nach Exposition zu potenziell infektiösen Materialien

2. Schon im Flugzeug kann der Verdacht auf eine HKLE geäußert werden. Es obliegt dem Flugzeugführer, diesen Verdacht weiterzuleiten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen (Landung auf dem nächstgelegenen nach internationalen Gesundheitsvorschriften designierten Flughafen). Auch hierbei verbleiben Patient und Kontaktpersonen vor Ort, es erfolgt die Sichtung des Erkrankten durch den zuständigen Amtsarzt, gegebenenfalls mit fachlicher Unterstützung schon durch den Kliniker des zuständigen Kompetenz- und/oder Behandlungszentrums. Bei Bestätigung des HKLE-Falles ist das Vorgehen wie unter 1 beschrieben.

3. Der Erkrankte wird im Behandlungszentrum aufgenommen. Hier sind Informationskette und aufsuchende Epidemiologie entsprechend der vorangegangenen Szenarien.

Eine definitive Diagnose wird nur auf der Grundlage der mikrobiologischen Befunde gestellt. Dennoch ist es unabdingbar, eine ausführliche epidemiologische und Reiseanamnese zu erheben, die dem Erfahrenen wichtige Hinweise auf die Ätiologie des Krankheitsbildes geben kann. Klinische Falldefinitionen sind hierbei nur bedingt hilfreich, da sie in der Regel sehr großzügig abgefasst sind und eine viel zu geringe Spezifität haben.

In der Hand des Erfahrenen kann jedoch die Zusammenschau aller Befunde und anamnestischen Informationen eine HKLE oftmals zumindest mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ausschließen (13).

Kompetenzzentren zur Unterstützung der Erstversorger

Die Zahl der in Deutschland tätigen Ärzte mit einer langjährigen Erfahrung sowohl in der klinischen Differenzialdiagnostik und Behandlung von HKLE-Patienten ist immer noch als gering einzuschätzen. Auch kann nicht davon ausgegangen werden, dass jeder Diensthabende oder Amtsarzt die für ein effektives HKLE-Management erforderlichen speziellen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen besitzt.

Daher sehen die Versorgungsstrukturen in Deutschland (neben den Behandlungszentren) Kompetenzzentren zur Beratung und Unterstützung der erstversorgenden Krankenhäuser und der jeweils örtlich zuständigen Amtsärzte vor. Die Kompetenzzentren bilden eine Organisationsstruktur mit gebündelter fachlicher Expertise. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:

  • telefonische Beratung und Vor-Ort-Unterstützung von Gesundheitsbehörden, Ärzten und Krankenhäusern im Zuständigkeitsbereich
  • Einholen und Weiterleiten aktueller epidemiologischer Informationen
  • Unterstützung bei diagnostischen Fragen in Abstimmung mit dem Diagnostikzentrum
  • Entscheidungshilfe (auch vor Ort) hinsichtlich Absonderung und Einweisung beziehungsweise Verlegung eines krankheitsverdächtigen Patienten in das Behandlungszentrum
  • logistische Organisation des Krankentransportes
  • seuchenrechtliche Meldungen der zuständigen obersten Landesgesundheitsbehörde und des Robert Koch-Instituts
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Koordinierung der antiepidemischen Maßnahmen:

– Postexpositionsprophylaxe

– Anordnung und Überprüfung der Desinfektionsmaßnahmen und Abfallbeseitigung

– Anordnung beziehungsweise Organisation einer Obduktion und der Bestattung eines Verstorbenen

– Hilfe bei der Ermittlung der Kontaktpersonen

  • Vermittlung beziehungsweise Hinzuziehen weiterer spezieller fachlicher Expertise
  • Vermittlung einer adäquaten, Risiko-adaptierten PSA und Bereitstellung von qualifiziertem Personal, wenn eine Verlegung in ein Behandlungszentrum nicht möglich erscheint.

Ermittlung von Kontaktpersonen: Die Anzahl der Kontaktpersonen kann bei einem an HKLE erkrankten Patienten schnell eine dreistellige Zahl erreichen (7, 8). Insbesondere bei einer Vorbehandlung in einem externen Krankenhaus ist die Anzahl derjenigen, die mit hohem Risiko exponiert waren, erfahrungsgemäß hoch (8).

Oftmals sind die Patienten auch bereits während des Fluges symptomatisch. Hier lässt sich eine Gefährdung Mitreisender nicht ausschließen. Es bedarf eines nicht geringen Aufwandes, die entsprechenden Passagierlisten für die Füge bei den einzelnen Airlines zu erhalten (14). Die antiepidemischen Maßnahmen hierbei sollten für den Einzelfall, wenn erforderlich, auch länderübergreifend abgesprochen werden, um Irritationen bei der Verhängung unterschiedlicher Auflagen durch verschiedene zuständige Gesundheitsämter zu vermeiden. Mikrobiologische Untersuchungen bei klinisch asymptomatischen Patienten sind nicht sinnvoll. Es reicht die klinische Beobachtung und das Intervenieren bei Auftreten einer entsprechenden Symptomatik (15).

Krankentransport: Für den Krankentransport halten die Kompetenzzentren sogenannte Infektions-RTW oder I-RTW vor, die eine vollständige Oberflächendekontamination der Fahrzeuginnenbereiche und eine HEPA-Filterung der Abluft erlauben.

Das früher auch empfohlene Abkleben eines konventionellen RTW ist ebenso wie der Gebrauch von Transport-Isolatoren nicht mehr Stand der Technik (16).

Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Lufttransport von asymptomatischen Infizierten beziehungsweise oligosymptomatischen Erkrankten prinzipiell möglich ist. Hier bieten spezialisierte Ambulanzflugdienste mit Transport-Isolatoren ausgerüstete Maschinen an. Allerdings muss bedacht werden, dass eine echte medizinische Versorgung des Patienten auf dem Flug nahezu unmöglich ist. Alternative Konzepte auf der Basis landgestützter Systeme, die in entsprechende Fluggeräte (Cargomaschinen) integriert werden, sind in Diskussion.

Es wird in solchen Fällen immer eine Einzelfallentscheidung nach Abwägung aller Vor- und Nachteile für den Erkrankten erforderlich sein. Neben den logistischen und materialtechnischen Problemen bestehen zudem luftfahrtrechtliche Hindernisse, die einer definitiven Klärung bedürfen, bevor hier die Empfehlungen modifiziert werden können (17, 18).

Dr. med. Thomas Grünewald

Klinik für Infektiologie/Tropenmedizin und Nephrologie, Zentrum für Innere Medizin,
Klinikum St. Georg Leipzig,

für die Mitglieder des Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen

@Literatur: www.aerzteblatt.de/lit3314 oder über QR-Code
Aktuelle Berichterstattung:
www.aerzteblatt.de/ebola

Definition

  • Erkrankter: Symptomatische Person mit mikrobiologischem Nachweis des entsprechenden Erregers
  • Krankheitsverdächtiger: Symptomatische Person
    ohne Erregernachweis (ausstehend oder negativ)
  • Ansteckungsverdächtiger: Asymptomatische Person mit Exposition zu infektiösem Material

Spezialisierte Behandlungszentren

  • Berlin: Charité, Campus Virchow-Klinikum, Medizinische Klinik für
    Infektiologie und Pneumologie, Augustenburger Platz 1, erreichbar über Rettungsstelle Innere Medizin CVK (Zentrale), Tel: 030 450-50
  • Düsseldorf: Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5, erreichbar über SIS-Station MX01, Tel: 0211 810-8245 und Notaufnahme MA01, Tel: 0211 811-70 12
  • Frankfurt/Main: Klinikum der Goethe Universität, Medizinische
    Klinik II – Infektiologie, Theodor-Stern-Kai 7, erreichbar über Rufbereitschaft, Tel: 0160 701 55 50
  • Hamburg: Bernhard-Nocht-Klinik für Tropenmedizin, 1. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Hamburg, erreichbar via Bernhard-Nocht-Institut (Zentrale) Tel: 040 428 18-0;
    via UKE, Tropenmedizin Hintergrunddienst (Zentrale), Tel: 040
    74 10-0
  • Leipzig: Klinikum St. Georg, Zentrum für Innere Medizin, Klinik für Infektiologie/Tropenmedizin und Nephrologie, Delitzscher Str. 141, erreichbar via Dienstarzt Infektions-/Tropenmedizin, Tel: 0341 909 40 05, Rufbereitschaft Quarantäneteam, Tel: 0170 761 82 44
  • München: Städtisches Klinikum München-Schwabing, 1. Medizinische Abteilung, Kölner Platz 1, Dienstarzt Infektiologie erreichbar via Telefonzentrale: 089 30 68-0
  • Saarbrücken: Klinikum Saarbrücken, Klinik für Innere Medizin I, Winterberg 1, erreichbar via Telefonzentrale 0681 963-0
  • Stuttgart: Robert-Bosch-Krankenhaus, Zentrum für Innere Medizin 1 (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie), Auerbachstr. 110, erreichbar über

Spezialisierte Behandlungszentren

  • Berlin: Charité, Campus Virchow-Klinikum, Medizinische Klinik für
    Infektiologie und Pneumologie, Augustenburger Platz 1, erreichbar über Rettungsstelle Innere Medizin CVK (Zentrale), Tel: 030 450-50
  • Düsseldorf: Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5, erreichbar über SIS-Station MX01, Tel: 0211 810-8245 und Notaufnahme MA01, Tel: 0211 811-70 12
  • Frankfurt/Main: Klinikum der Goethe Universität, Medizinische
    Klinik II – Infektiologie, Theodor-Stern-Kai 7, erreichbar über Rufbereitschaft, Tel: 0160 701 55 50
  • Hamburg: Bernhard-Nocht-Klinik für Tropenmedizin, 1. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Hamburg, erreichbar via Bernhard-Nocht-Institut (Zentrale) Tel: 040 428 18-0;
    via UKE, Tropenmedizin Hintergrunddienst (Zentrale), Tel: 040
    74 10-0
  • Leipzig: Klinikum St. Georg, Zentrum für Innere Medizin, Klinik für Infektiologie/Tropenmedizin und Nephrologie, Delitzscher Str. 141, erreichbar via Dienstarzt Infektions-/Tropenmedizin, Tel: 0341 909 40 05, Rufbereitschaft Quarantäneteam, Tel: 0170 761 82 44
  • München: Städtisches Klinikum München-Schwabing, 1. Medizinische Abteilung, Kölner Platz 1, Dienstarzt Infektiologie erreichbar via Telefonzentrale: 089 30 68-0
  • Saarbrücken: Klinikum Saarbrücken, Klinik für Innere Medizin I, Winterberg 1, erreichbar via Telefonzentrale 0681 963-0
  • Stuttgart: Robert-Bosch-Krankenhaus, Zentrum für Innere Medizin 1 (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie), Auerbachstr. 110, erreichbar über Infektiologischen Hintergrunddienst (via Pforte), Tel: 0711 81 01-0
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25.Website des STAKOB: www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Stakob/Stakob_node.html (letzter Zugriff am 11. 08. 2014)

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tcherbla
am Montag, 18. August 2014, 14:58

Ebola: Wie Deutschland vorbereitet ist

Interessant.
Was ich jedoch vermisse, ist Nennung eines mikrobiologische Nachweises dieses Virus.
Im Studium habe ich gelernt, dass nur dieser direkte "mehrdimensionale Nachweis" berechtigt von Mikroben zu sprechen.
Die 3 Koch'schen Postulate.
- Ein wirklich krankmachendes Virus ist in jedem Patienten zu finden
- Das Virus wird isoliert und zum Wachstum oder zur Vermehrung gebracht
- Mit diesem Erreger wird bei Versuchtieren (Schimpansen), die gleiche Krankheit ausgelöst.
Sollte das nicht vorhanden sein, so ist es kein Virus!

Mit kollegialer Hochachtung

Ch. Albrecht



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