KULTURTIPPS

Aufklärungsfilm: „Demenz mit Hoffnung begegnen“

Dtsch Arztebl 2014; 111(37): [107]

EB

Demenziell Veränderte zu betreuen und zu pflegen ist eine Aufgabe, an der schon manche Familie zerbrochen ist. Trotz der aufwendigen Pflege bleibt häufig die Beziehung zu dem Angehörigen oder die Zeit für sich selbst auf der Strecke. Hilfestellungen gibt es in der Regel nur zu juristischen und pflegerischen Maßnahmen – die Kommunikation zwischen Pflegebedürftigen und Pflegenden rückt dabei häufig in den Hintergrund. Die Filmproduzentin Sophie Rosentreter will mit ihrem Film „Demenz mit Hoffnung begegnen“ einen neuen Ansatz in der Kommunikation und Beziehung von demenziell Veränderten und ihren Angehörigen schaffen.

Der Film soll Pflegenden Ängste nehmen und Pflegebedürftigen schöne Momente bescheren. Denn häufig ist das schlechte Gewissen ein ständiger Begleiter im Alltag pflegender Angehöriger. Rosentreter, die selbst neun Jahre lang ihre demente Großmutter pflegte, kennt diese Gefühle und möchte ihre Erfahrungen und Erkenntnisse an Betroffene weitergeben. In Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe für Demenz will sie das Thema Demenz enttabuisieren und den Angehörigen das schlechte Gewissen nehmen. Fragen wie: „Wie schenke ich Lebensfreude im Alltag?“ oder „Wie fühlt sich die Krankheit an?“ werden aufgegriffen und beantwortet. Gemeinsam mit den jeweiligen Experten führt Rosentreter in die Theorie ein und „übersetzt“ diese in die Praxis. Dies ermöglicht Einblicke in die Demenz und in das Leben dementer Menschen.

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Am Frühstückstisch gemeinsam ein Lied anstimmen, mit den Betroffenen Kaffee kochen, vertraute Situationen schaffen und so schöne Momente erleben – in acht Kapiteln bietet die Dokumentation zahlreiche Hilfestellungen, Tipps und Anregungen zur Gestaltung des Pflegealltages demenziell Veränderter.

Die Dokumentation ist unter www.ilsesweitewelt.de als Download für 9,90 Euro erhältlich. Der Dokumentarfilm entstand in Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg. EB

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