POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern
Malteser sprechen sich entschieden gegen die Sterbehilfe aus
Dtsch Arztebl 1999; 96(17): A-1106 / B-939 / C-882


BAD BRÜCKENAU. Der Malteserorden fordert eine bessere Verankerung der Schmerztherapie im
deutschen Gesundheitswesen. An Stelle der überflüssigen Sterbehilfe-Diskussion müsse die moderne Medizin
das Lebensende eines Patienten akzeptieren und ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um Schwerstkranken ein
würdevolles Sterben zu ermöglichen, erklärte Karl Ferdinand von Thurn und Taxis, Vorsitzender der
Geschäftsführung der Malteser Trägerschaft GmbH, anläßlich der 14. Malteser Krankenhaustagung in Bad
Brückenau.
Um die Hospizarbeit in ihren Einrichtungen zu verbessern, wollen die derzeit elf Malteser Krankenhäuser in
Deutschland innerhalb von zwei Jahren klinische Ethik-Komitees einrichten.
Von der Politik erhofft sich die Organisation die Schaffung besserer gesetzlicher und finanzieller
Rahmenbedingungen in Hinblick auf eine breitere Anwendung der Schmerztherapie in deutschen
Krankenhäusern. JF
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